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KI-Briefing.de - Ausgabe 99

KI-Briefing.de
Die Themen: Reaktionen auf KI-Verordnung der EU, KI im Rechtsbereich

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Guten Tag. Mein Name ist Nikolaus Röttger. Ich bin Journalist, Moderator und Gründer von FutureStory. Jeden Dienstag versenden mein Kollege Steve Haak und ich das KI-Briefing mit den wichtigsten Entwicklungen zum Thema Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. 
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Liebe Leserinnen, liebe Leser
Sie lesen heute bereits die 99. Ausgabe des KI-Briefings. Wir feiern also das nächste Mal ein Jubiläum – und wollen die 100. Ausgabe nächsten Dienstag als Sonderausgabe veröffentlichen. Dafür sammeln wir Stimmen von Expert:innen zur Zukunft von KI in Deutschland. Wenn Sie auch mitmachen wollen, schicken Sie uns ihre Antwort auf eine der folgenden Fragen bis Freitagabend:
  • Was muss Deutschland/Europa tun, um beim weltweiten KI-Wettrennen mithalten zu können?
  • In welchen Bereichen (Gesellschaft, Mobilität, Arbeit, Umwelt, Gesundheit, Kultur, Bildung) werden neue Technologien in Zukunft besonders angewendet werden und warum?
  • Was ist notwendig, um die Akzeptanz von KI-Anwendungen sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld künftig noch mehr zu stärken?
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Top-Thema
Reaktionen auf die KI-Regeln der EU-Kommission
Die EU hat in der vergangenen Woche ihren Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Reihe von KI-Anwendungen verbietet oder beschränkt. Damit wolle die europäische Behörde weltweit den Weg für ethische Technik ebnen, so EU-Digitalkommissarin Margrethe Vestager.
Die Reaktionen auf die Regulierungen der EU-Kommission sind unterschiedlich. Spiegel Online sieht den Entwurf als Versuch, das Vertrauen in die KI zu stärken. Denn: Man wisse, dass „viele Europäer neuen Technologien – insbesondere solchen, die auch militärischen Nutzen haben werden – skeptisch bis feindlich gegenüberstehen“, heißt es. Dem wolle die EU mit einer Maßnahme entgegenwirken, mit der sie sich am besten auskenne. Mit einer Regulierung.
KI-Expertinnen und KI-Experten lobten den Entwurf größtenteils, sehen aber Nachbesserungsbedarf. Kristian Kersting, Leiter des Fachgebiets Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt, sagte dem Science Media Center: Die binäre Definition von hohem und niedrigem Risiko sei „bestenfalls nebulös und schlimmstenfalls gefährlich, da es an Kontext und Feinheiten fehlt, die für das komplexe, bereits heute existierende KI-Ökosystem erforderlich sind.“
Die Vorsitzende der Datenethik-Kommission der Bundesregierung, Christiane Wendehorst, sagte: Die EU-Kommission habe sich sichtlich um einen Kompromiss bemüht, „der eine Reihe von Problemen adressiert, ohne Europa als Technologiestandort zu gefährden“. Über Details ließe sich dennoch streiten.
Auch die Technikphilosophin Jessica Heesen lobte in einem Interview mit Zeit Online den Gesetzentwurf überwiegend: So sei der Vorschlag zur Verbannung von biometrischen Überwachungssystemen in der Öffentlichkeit ein großer Fortschritt, sagte sie. Bei der Einteilung von KI-Systemen in solche mit hohem und niedrigen Risiko gebe es dagegen Nachbesserungsbedarf. Generell seien solche Kategorisierungen sehr umstritten, so Heesen.
Interessant dazu ist auch das Interview der SZ mit Thomas Metzinger, der den Verband Europäischer Universitäten in einer „Hochrangigen Expertengruppe" der EU-Kommission vertreten hatte. Der EU-Gesetzentwurf basiert laut SZ auf Empfehlungen der Gruppe.
Weitere Meldungen
Indigene Kenntnisse gepaart mit KI bringen den Umweltschutz voran, schreibt SPON-Autorin Sonja Peteranderl. Die Projekte kombinierten erfolgreich das Wissen indigener Gemeinschaften mit der Technologie, um zum Beispiel Arten zu schützen.
2,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat hat der deutsche Quantenforscher Piet Schmidt erhalten, wie das Fachmagazin EurekAlert schreibt. Das Geld wolle der Physiker für die Erforschung von optischen Atomuhren auf der Basis von hochgeladenen Ionen nutzen.
Eine KI erkennt Corona-Verschwörungstheorien auf Twitter, schreibt die österreichische Anti-Fakenews-Plattform Mimikama. US-Forscher entwickelten den Algorithmus, der auch verfolgen könne, „wie sich entsprechende Verschwörungstheorien im Laufe der Zeit entwickeln“.
Die Schweiz will sich gegen Hackerangriffe schützen, berichtet die Computerworld. Eine entsprechende Strategie zur Abwehr von nachrichtendienstlichen und militärischen Massnahmen zur Abwehr von Cyberangriffen sei vergangene Woche veröffentlicht worden, heißt es.
Panasonic hat eine KI-Firma für 7 Milliarden US-Dollar übernommen, schreibt das Handelsblatt. Das Startup Blue Yonder könne mit Hilfe von künstlicher Intelligenz die Nachfrage von Produkten vorhersagen.
Vielen Dank für’s Lesen. Wir wünschen Ihnen einen schöne Restwoche. Bleiben Sie gesund und schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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