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KI-Briefing.de - Ausgabe #106

KI-Briefing.de
Die Themen: Quantenrechner-Konsortium, KI-Foto-App und Gastkommentar
Herzlich willkommen zum neuen KI-Briefing.
Das KI-Briefing.de ist der wöchentliche Newsletter zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Jeden Dienstag zusammengestellt von FutureStory-Gründer Nikolaus Röttger und Steve Haak.
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Top-Themen
Konzerne gründen deutsches Konsortium für Quantenrechner
Zehn deutsche Unternehmen haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um den Einsatz von Quantencomputern zu prüfen. Das berichtet unter anderem die SZ. Die Firmen: BASF, BMW, Boehringer Ingelheim, Bosch, Infineon, Merck, Munich Re, SAP, Siemens und Volkswagen. Ziel des Quantum Technology and Application Consortium (QUTAC) sei, „vielversprechende industrielle Anwendungen für Quanten-Computing zu erproben“. Auf der Webseite des Zusammenschlusses nennen die Mitglieder erste Startprojekte. Der Versicherungskonzern Munich Re zum Beispiel will die Quantencomputer für die Berechnung optimaler Handelsrouten einsetzen. „Anders als herkömmliche Rechner […] sind Quantencomputer in der Lage, alle möglichen Pfade zur gleichen Zeit zu betrachten“, schreibt das Unternehmen. Dadurch könne die benötigte Rechenzeit bis zur Lösung drastisch reduziert werden.
Trotz Datenschutzbedenken: Neue KI-Bilder-App geht viral
Eine neue App namens Voilà AI Artist verwandelt Bilder in Cartoons und erobert die App-Store-Charts. Wired und CNET berichten unter anderem. Gleichzeitig warnen Medien davor, sich mit den Datenschutzbestimmungen der App auseinanderzusetzen. Zwar lösche die Anwendung innerhalb von zwei Tagen die verwendeten Nutzerfotos von deren Servern. Die gesammelten personenbezogene Daten wie das verwendete Smartphone oder Online-Aktivitäten will das Programm laut AGB aber an Werbepartner weitergeben, heißt es. Momentan gebe es zwar keine Beweise dafür, dass Voilà seine Nutzerdaten für ungewöhnliche Zwecke verwende. Das Abo-Modell mit seiner wöchentlichen Gebühr trage jedoch nicht zur Vertrauensbildung bei, schreibt Wired.
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Aufmerksamkeit für Ihre KI-Kompetenz
Haben Sie Interesse, Ihre KI-Kompetenz an dieser Stelle zu präsentieren? Wollen Sie hier Ihre KI-Produkte vorstellen? Oder Ihr KI-Know-How in Form von Partner-Content einbringen? Dann melden Sie sich bitte bei uns unter hallo at ki-briefing.de. Wir vom KI-Briefing suchen Partner, die unsere Arbeit supporten.
Seit mehr als 100 Ausgaben stellen mein Kollege Steve Haak und ich im KI-Briefing wichtige Nachrichten und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz zusammen. Jeden Dienstag verschicken wir unseren Newsletter an mehr als 1.200 Leserinnen und Leser aus Medien, Beratungsunternehmen, Konzernen, Politik und Wissenschaft.
Nun suchen wir für das KI-Briefing weitere Partner und Sponsoren. Eine Einbindung erfolgt unter anderem ähnlich wie dieser Text, den Sie gerade lesen. Haben Sie Interesse, als Partner-Unternehmen dabei zu sein? Schicken Sie mir eine E-Mail an hallo at ki-briefing.de. Ich freue mich, Ihnen die Möglichkeiten vorstellen zu können.
Mit besten Grüßen, Nikolaus Röttger
Weitere Meldungen
IT-Angriffe auf Unternehmen per KI nehmen zu, schreibt Heise. Zur Abwehr der Angriffe werde die Technologie ebenfalls vermehrt eingesetzt.
Die TH Köln und die Bahn entwickeln ein KI-Dialogsystem, schreibt die Technische Hochschule auf ihrer Seite. Das Gesprächssystem solle unter anderem Informationen für Bahnreisende in einer App bereitstellen können. Der Bund fördere das Projekt mit rund drei Millionen Euro 
Algorithmen sollen unseriöse Anlageberater aufspüren, titelt die FAZ. Wirtschaftsinformatiker der Goethe-Uni entwickelten eine KI, die mit Hilfe von Informationen aus Netzwerken wie LinkedIn und Xing helfen soll, die Vertrauenswürdigkeit von Anlageberatern zu beurteilen.
Eine KI kann Computerchips in wenigen Stunden entwickeln, berichtet das Fachmagazin Welt der Physik. Der Algorithmus von Google Research ordne die einzelnen Blöcke eines Chips selbstständig an und könne die daraus folgenden Leistungsparameter abschätzen.
Ein KI-Suizid-Überwachung in Gefängnissen geht am Problem vorbei, berichtet Netzpolitik. Statt Technologie in deutschen Haftanstalten fordern Experten umfassende Präventionskonzepte.
Deutschland braucht dringend KI-Ethiker, so der Philosoph Thomas Metzinger in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Weil Entscheidungsträger in der Politik und Konzerne solche Experten bräuchten, sollten diese in neuen, interdisziplinäre Studiengängen dafür ausgebildet werden, so Metzinger.
Gastkommentar
Im Rahmen unseres Jubiläumsnewsletters 100 Ausgaben KI-Briefing hatten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, eingeladen, Ihre Sicht auf KI mit uns zu teilen. Unsere Fragen an Sie:
  • Was muss Deutschland/Europa tun, um beim weltweiten KI-Wettrennen mithalten zu können?
  • In welchen Bereichen (Gesellschaft, Mobilität, Arbeit, Umwelt, Gesundheit, Kultur, Bildung) werden neue Technologien in Zukunft besonders angewendet werden und warum?
  • Was ist notwendig, um die Akzeptanz von KI-Anwendungen sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld künftig noch mehr zu stärken?
Wir wollen Ihre Antworten immer wieder in den Ausgaben veröffentlichen. Und wir freuen uns weiter über Zuschriften, die Sie an hallo @ ki-briefing.de senden können.
So wie Leif-Nissen Lundbæk, Co-Founder und CEO der Berliner Suchmaschine Xayn. Er schreibt:
Was wir in Europa im Allgemein und in Deutschland im Speziellen brauchen, um im weltweiten KI-Wettrennen eine Pole-Position einzunehmen? Eine Traumhochzeit zwischen leistungsfähiger KI und der Kontrolle über unsere persönlichen Daten. 
Datenschutz ist eben kein Klotz am Bein der Innovation, sondern sollte unser Maßstab sein. Die gute Nachricht dazu ist, dass es bereits technologische Lösungen wie z.B. das dezentrale masked federated learning gibt, die die KI leistungsfähig, resilienter und sicher machen. Europa und Deutschland sind mit einem starken Forschungsfokus auf datenschutzfreundliche KI schon sehr gut unterwegs. Wir sollten aber noch mehr in die Forschung investieren und auch den Mut haben, neue Ansätze auch praktisch umzusetzen. 
Das nimmt auch die Unternehmen in die Pflicht: Sie sollten aufhören, sich auf dem Status Quo auszuruhen und wegkommen von der Datensammelwut als alleinigem Geschäftsmodell. Denn datenschutzfreundliche KI kann DAS zukunftsweisende Erfolgsmodell für Europa werden!
Danke für’s Lesen. Wir wünschen Ihnen einen schöne Woche. Bleiben Sie gesund und schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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