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KI-Briefing.de - Ausgabe #105

KI-Briefing.de
Die Themen: Kritik an KI, Quantencomputer und Firmen, Bezahlabo bei Twitter

Diese Ausgabe erscheint mit Unterstützung von:
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Guten Tag. Das KI-Briefing.de ist der wöchentliche Newsletter zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Jeden Dienstag zusammengestellt von FutureStory-Gründer Nikolaus Röttger und Steve Haak.
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Top-Themen
Microsoft-Forscherin: „KI ist weder künstlich noch intelligent“
Oft habe man das Gefühl, KI sei etwas Abstraktes und Immaterielles – dabei bestünden intelligente Systeme aus natürlichen Materialien; und Menschen erledigen die Aufgaben und ließen die Technologie autonom erscheinen. Das sagte Microsoft-Forscherin Kate Crawford in einem Gespräch mit dem Guardian. Während der Recherche für ihr Buch „Atlas of AI“ hat sie sich kritisch mit der Entwicklung von KI auseinandergesetzt und untersucht, welche Umweltkosten und Arbeiten die Technologie mit sich bringt. Dabei kam sie zu dem Schluss, dass die Technologie weder künstlich noch intelligent sei. Wenn wir etwa per Sprachassistenten Toilettenpapier bestellten, erschienen uns die Systeme dahinter zwar automatisiert, so Crawford im Guardian. Ziehe man aber den Vorhang weg, stünden hinter der KI hohe Umweltkosten und häufig eine Menge schlecht bezahlter Arbeiter, die Daten kategorisierten und Bestellkartons schleppten. Crawford beschäftigt sich bei Microsoft mit den sozialen und politischen Folgen der KI-Forschung.
Viele Unternehmen meiden den digitalen Kundenkontakt
Die Coronakrise hat an der ablehnenden Haltung vieler Klein- und Mittelständler an digitalen Kanälen wenig geändert. Das hat eine repräsentative Umfrage von Forsa ergeben, wie Der Spiegel berichtet. Rund „70 Prozent der abstinenten Unternehmen argumentierten, ihnen reichten herkömmliche Werbeformen aus“, heißt es. Beinahe jeder dritte Betrieb verzichte ganz auf einen Internetauftritt. Der Grund: Eine Mehrheit der Betriebe sähen durch die Nutzung der Plattformen keine Vorteile für ihre Firma. Befragt worden seien auch Verbraucher, was sie von Unternehmen auf Social-Media-Plattformen erwarteten. Die Hälfte der Befragten wünsche sich demnach, dass Unternehmen soziale Kanäle intensiver nutzten. Die Umfrage war vom Gewerbeverzeichnis Gelbe Seiten beauftragt worden.
Partner Content
Wir freuen uns, dass wir die Managementberatung Plan D als Partner und Sponsor des KI-Briefing begrüßen dürfen. Einmal im Monat veröffentlicht Plan D einen Best-Practice-Leitfaden für die einzelnen Schritte einer gelungenen Einführung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Diesmal: Wer macht was? Die unterschiedlichen Rollen in KI-Projekten
Erfolgreich wird ein KI-Projekt erst dann, wenn diverse Anforderungen mitgedacht werden – von der Technologie bis zur Kommunikation. Dabei kann das verantwortliche Team ganz unterschiedliche Rollen abdecken:
  • Ein*e Strategic Project Manager entwickelt auf Grundlage der Strategie die Produktvision für das zu schaffende KI-Modell und versteht die Auswirkungen der Technologie auf das Geschäftsmodell, hat den Markt und übergreifende Trends im Blick und überwacht die strategische Einbettung der KI.
  • Ein*e Operational Project Manager kümmert sich um den operativen Projektalltag und fungiert als Übersetzer*in zwischen den unterschiedlichen Perspektiven.
  • Ein*e Data Analyst sucht in den Datenmengen nach Antworten auf die strategische Fragestellung und verwendet Data Storytelling.
  • Ein*e Data Scientist leitet Wissen aus den Datenmengen ab und entwirft kohärent zu Business Cases und Projektziel das passende KI-Modell.
  • Ein*e Data Engineer extrahiert Daten, konsolidiert Datensätze und stellt sie für die weitere Verarbeitung bereit, verantwortet die Überführung des Modells in skalierbare Infrastrukturen.
  • Ein*e Data Steward kann etwa aus dem vom Projekt betroffenen Fachbereich kommen und hat die Verantwortung für die Ressource Daten in Bezug auf Entscheidung, Pflege, Verwaltung, Sicherheit und Qualität.
  • Ein*e Data Communicator nimmt alle Stakeholder des Projekts in den Blick, entwickelt Storylines für unterschiedliche Perspektiven und kann komplizierte Sachverhalte in einfache Sprache je nach Empfängerkreis übersetzen. 
Plan D präsentiert einmal im Monat, welche Schritte Unternehmen bei der Entwicklung ihrer KI-Strategie beachten müssen. Die nächste Folge erscheint am Dienstag, 13. Juli 2021. Bis dahin finden Sie Infos unter www.plan-d.com. Bei Fragen erreichen Sie Johannes Steger, Principal Consultant & Head of Communications bei Plan D, per Mail: johannes.steger@plan-d.com.
Weitere Meldungen
Mithilfe von Fotos aus dem Internet erstellte die Firma Clearview AI eine Datenbank, die Polizei-Behörden nutzen können. Kann man sein Foto dort löschen lassen? Spiegel-Redakteur Patrick Beuth hat es versucht und berichtet in diesem Bezahl-Artikel.
Warum der Weg zu genereller KI schwierig sei, zeigt KI-Forscherin Melanie Mitchell in einem wissenschaftlichen Paper auf, wie Mixed berichtet. Mitchell habe vier Fehlschlüsse ausgemacht, „die noch immer die KI-Forschung und ihre Kommunikation prägen – und deren Vermeidung echte Fortschritte begünstigen würden“.
Firmen sollten sich mit Quantencomputern auseinandersetzen, schreibt die Computerwoche. Das Thema nehme rasant Fahrt auf, so dass Entwickler umlernen müssten. Quantenrechner würden die bestehende Landschaft der KI und Datenanalyse massiv beeinflussen.
Twitter bietet in zwei Ländern ab sofort ein Bezahlabo an, schreibt Der Spiegel. In Kanada und Australien könnten Nutzer Komfortfunktionen des Nachrichtendiensten freischalten lassen, wenn sie dafür bezahlen.
Unternehmen erwarteten weitreichende Veränderungen durch KI, berichtet Bigdata Insider und beruft sich auf eine Bitkom-Umfrage. Demnach gingen acht von zehn deutschen Firmen davon aus, dass KI die Wirtschaft und Gesellschaft bis spätestens 2030 spürbar verändern werde.
KI könne Verbraucherinnen bei der Kreditvergabe benachteiligen, warnt das Frankfurter Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung, wie die FAZ berichtet. Experimente zeigten, dass Empfehlungen bei der Kreditvergabe davon abhingen, mit welchen Datensätzen die Systeme trainiert worden seien. „Enthalten diese zu wenige Informationen etwa über Frauen, kann das nach Ansicht der Forscher dazu führen, dass weiblichen Kunden eine geringere Kreditwürdigkeit attestiert werde“, so die FAZ. 
Eine KI könne bei der Klassifizierung von Insekten helfen, schreibt Futurezone. Ein von einem internationalen Forscherteam entwickelter Roboter könne bestimmte Körpermerkmale auf Bildern von Tieren mit denen bereits bekannter Spezies vergleichen.
Forscher nutzten KI bei der Identifizierung von Koalas in Australien, schreibt Der Spiegel. Mit der Gesichtserkennungs-Software soll auch erkannt werden, welche Tiere „Wildbrücken oder -tunnel in Queensland überqueren“, um das gefährliche Überqueren von Straßen zu vereinfachen.
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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