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KI-Briefing.de - Ausgabe #101

KI-Briefing.de
Themen: Digitalisierung und EU, KI und Burnout, Dogecoin und SpaceX

Diese Ausgabe erscheint mit Unterstützung von:
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Guten Tag. Das KI-Briefing.de ist der wöchentliche Newsletter zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Jeden Dienstag zusammengestellt von FutureStory-Gründer Nikolaus Röttger und Steve Haak.
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Top-Themen
Margrethe Vestager: Europa ist kein Digitalisierungs-Nachzügler
Europa sollte beim Thema Digitalisierung nicht unterschätzt werden. Das sagte EU-Digitalkommissarin Margrethe Vestager dem Sender Euronews. Fakt sei, dass die meisten Patente aus Europa kommen, so Vestager. Außerdem habe man eine „lebendige Startup-Gemeinschaft im Bereich Innovationen“. Deshalb könne Europa bei der Digitalisierung nicht als Nachzügler betrachtet werden, wie es bei der Diskussionen um einen EU-Binnenmarkt für Daten gemacht werde. Außerdem gehe es bei dem Thema um mehr als die Daten, „die beim Suchen oder Einkaufen im Internet generiert werden“, sagte Vestager. Darum müsse die EU dafür sorgen, dass sich auch kleine und mittelständische Unternehmen daran beteiligen könnten. Denn das Teilen von Daten sei eine größere Hürde für kleinere Unternehmen.
KI soll Burnout-Risiko von Angestellten ermitteln
Der Berliner Professor Eric Quintane will ein KI-Frühwarnsystem für Burnout-Risiken entwickeln. Das schreibt Der Spiegel. Das entwickelte Warnsystem habe in Tests eine Trefferquote von 84 Prozent erreicht, sagt Quintane in einem Interview mit dem Magazin. Zwar ließe sich ein Stresslevel bei Mitarbeitern auch durch Umfragen und Feedbackrunden ermitteln. Aber das sei teuer und koste Zeit, so Quintane, der an der European School of Management and Technology Berlin forscht. „Wenn man mit einer lernenden Künstlichen Intelligenz die E-Mail-Ströme anonymisiert auswertet, ist das billig, leicht zu implementieren und bietet verlässliche Ansatzpunkte, anhand derer man früh gegensteuern kann.“ Quintane will sein System in mehreren Organisationen testen. Das Ziel: Gefährdete Mitarbeitergruppen sollen mehrere Monate im Voraus identifiziert werden können.
SpaceX will den Dogecoin zum Mond schießen
Das von Elon Musk gegründete Raumfahrtunternehmen SpaceX akzeptiert die Kryptowährung Dogecoin als Zahlungsmittel. Das berichtet unter anderem t3n. Konkret gehe es um ein von der Firma Geometric Energy Corporation beauftragtes Satellitenprojekt, das komplett in Dogecoin bezahlt werde. Im kommenden Jahr soll ein Satellit namens Doge-1 mit einer Falcon-9-Rakete ins All geschossen werden. Der Satellit soll in Richtung Mond fliegen. Am 1. April hatte Elon Musk per Twitter mitgeteilt, dass SpaceX den Dogecoin zum Mond schicken wolle.
Elon Musk
SpaceX is going to put a literal Dogecoin on the literal moon
Partner Content
Wir freuen uns, dass wir die Managementberatung Plan D als Partner und Sponsor des KI-Briefing begrüßen dürfen. Einmal im Monat veröffentlicht Plan D einen Best-Practice-Leitfaden für die einzelnen Schritte einer gelungenen Einführung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Diesmal: Datenschatz heben – das Futter für die Künstliche Intelligenz .
Nahezu jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, Daten in Unternehmenswerte zu übersetzen. Mit der Datenstrategie wurde bereits der strategische Rahmen geschaffen, nun kann der Datenschatz gehoben werden. Dabei gilt es, folgende wesentliche Schritte zu beachten – unabhängig davon, ob ein konkreter Use Case für eine Künstliche Intelligenz vorliegt oder explorativ vorgegangen wird:
Daten-Bereitstellung: Zentral für diesen Schritt ist die Klärung der Frage, welche Daten vorliegen oder generiert werden können. Dabei sind unterschiedliche Quellen zu unterscheiden: 
  • Historische Daten, die dem Unternehmen bereits vorliegen
  • Generierung von Daten, also dem Nutzen von Data Process Mining
  • Kombination von Daten, indem unterschiedliche Datensätze miteinander in Verbindung gesetzt werden und sich daraus Ableitungen treffen lassen
  • Anreichern und Kombinieren mit externen Daten, also beispielsweise durch die Beschaffung und dem damit verbundenen Zugriff auf neue Datenquellen
Verstehen der Daten: Muster werden erkannt und Erkenntnisse abgeleitet, Daten werden mit Hilfe von Fachexperten besser verstanden, indem das implizite Wissen der Organisation in explizites Wissen übersetzt und der Maschine zur Verfügung gestellt wird. An diesem Punkt kann auch evaluiert werden, ob sich der konkrete KI-Use Case durchführen lässt oder welche Use Cases sich aus den vorhandenen Daten konstruieren lassen.
Aufbereitung der Daten: Die vorliegenden Daten werden nun so miteinander in Verbindung gebracht, damit sie werthaltig genutzt werden können. Dieser Prozess umfasst die Integration, Säuberung, Transformation sowie Konstruktion und Reduktion von Daten.
Plan D präsentiert einmal im Monat, welche Schritte Unternehmen bei der Entwicklung ihrer KI-Strategie beachten müssen. Die nächste Folge erscheint am Dienstag, 8. Juni 2021. Inhalt: Rollen und Teams in KI-Projekten.
Bis dahin finden Sie Infos unter www.plan-d.com. Bei Fragen erreichen Sie Johannes Steger, Principal Consultant & Head of Communications bei Plan D, per Mail: johannes.steger@plan-d.com.
Weitere Meldungen
Deutschland wird es bei der Digitalisierung weiter schwer haben, sagt Gisbert Rühl, Stahlmanager und Vordenker der Digitalisierung in der deutschen Industrie, in einem Interview mit der SZ. Die Pandemie habe gezeigt, wie rückständig Deutschland bei der Digitalisierung in den Schulen und in der Verwaltung sei. Mit dieser Mentalität werde man im internationalen Wettbewerb keine Chance haben.
Der erste autonome Schiff soll in ein paar Tagen ablegen, berichtet die französische Tageszeitung Le Parisien. Am 15. Mai soll der unbemannte Trimaran auf eine dreiwöchige Reise vom britischen Plymouth an an die US-Ostküste starten.
Deepmind will den Fußball automatisieren, schreibt Mixed. Forscher des KI-Unternehmens suchen zusammen mit dem FC Liverpool einen Weg, einen automatisierten Assistenz-Trainer zu entwickeln.
Kann eine KI den Psychotherapeuten ersetzen? Zumindest gibt es neue Therapiekonzepte, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die psychotherapeutische Versorgung verbessern können, schreiben die Netzpiloten und stellen einige wie Chatbots oder Apps vor.
Ein Quantenrechner mit 1 Million Qubits ist angekündigt worden, schreibt Golem. Auch wenn die notwendigen Funktionen dafür bereits in Experimenten demonstriert worden seien, werde die Entwicklung des Computers durch die Firmen Globalfoundries und Psiquantum noch einige Jahre dauern.
Lesermeinung
Im Rahmen unseres Jubiläumsnewsletters 100 Ausgaben KI-Briefing hatten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser gebeten, Ihre Sicht auf KI mit uns zu teilen. Unsere Fragen an Sie
  • Was muss Deutschland/Europa tun, um beim weltweiten KI-Wettrennen mithalten zu können?
  • In welchen Bereichen (Gesellschaft, Mobilität, Arbeit, Umwelt, Gesundheit, Kultur, Bildung) werden neue Technologien in Zukunft besonders angewendet werden und warum?
  • Was ist notwendig, um die Akzeptanz von KI-Anwendungen sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld künftig noch mehr zu stärken?
Wir wollen Ihre Antworten immer wieder in den nächsten Ausgaben veröffentlichen. Und wir freuen uns weiter über Zuschriften, die Sie an hallo @ ki-briefing.de senden können.
Hier ist die Antwort von Claudia Pohlink, Head of Future Networks & AI bei den Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) auf die Frage, wie die Akzeptanz von KI-Anwendungen künftig noch mehr gestärkt werden kann:
„Unwissen führt zu Verängstigung. Transparenz hilft und schafft langfristig Vertrauen und Akzeptanz. KI darf nicht nur den Tech-Nerds vorbehalten und kein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Wir müssen das Thema einfach und verständlich breiten Zielgruppen vermitteln. Dann kann sich jeder eine eigene informierte Meinung bilden, und für sich Chancen und Risiken besser beurteilen. Dazu müssen wir in den Schulen anfangen, aber es muss auch praxisorientiertere Ausbildungen zu Technologien geben wie zum Beispiel Ausbildungsberufe in Data und AI. Nicht nur die Politik sollte unterstützen, jeder einzelne kann hier beitragen und sei es der Wissenschaftstag in der Schule, Girlsday, AGs, Wandertage in die Unternehmen oder so tolle Aktivitäten wie elementsofai.de, ki-campus.org oder hacker-school.de.
Danke für’s Lesen. Bleiben Sie schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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