Profil anzeigen

Digitalgipfel + Machine Learning erklärt + KI-Durchbruch in der Biologie?

KI-Briefing.de
KI-Firma DeepMind will Problem der Proteinfaltung gelöst haben + KI und Umweltschutz + Wie funktioniert Machine Learning

Hi, mein Name ist Nikolaus Röttger. Ich bin Journalist, Moderator und Gründer von FutureStory. Jeden Dienstag versenden mein Kollege Steve Haak und ich das KI-Briefing mit den wichtigsten Entwicklungen zum Thema Künstliche Intelligenz und Digitalisierung.
Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe.
Für diese Woche hatten wir Ihnen den zweiten Teil unserer Umfrage-Auswertung versprochen. Aus welchen Branchen unsere Leserinnen und Leser kommen und wie sie uns bewerten, finden Sie in der Ausgabe vom vergangenen Dienstag. Falls Sie es noch nicht gelesen haben: 53 Prozent aller Befragten haben uns auf die Frage, ob Sie uns weiterempfehlen würden, 9 oder 10 von 10 Punkten gegeben. Darüber freuen wir uns natürlich sehr – und fühlen uns gleichzeitig angespornt, noch mehr auf Ihre Interessen und Bedürfnisse einzugehen. Vier inhaltliche Learnings ziehen wir aus der Umfrage:
  • Mehr angewandte KI: Mehr als 75 Prozent aller Befragten geben an, dass sie sich mehr oder sogar sehr für die Themen „KI im Business“ und „KI und Wirtschaft“ interessieren.
  • Ethische Fragen bleiben wichtig: Beim Thema „KI&Ethik“ geben mehr als 67 Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, sich dafür mehr oder sogar sehr zu interessieren.
  • Die Grundlagen verstehen: Knapp 58 Prozent interessieren sich mehr oder sogar sehr für Erklärungen, wie KI eigentlich funktioniert.
  • Auch Bereiche wie „Europa & KI“, „KI in der Wissenschaft“ und “KI & Startups“ sind für die Umfrage-Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Relevanz.
Danke noch mal an alle, die mitgemacht haben. Wir lassen die Ergebnisse künftig in unsere Themenauswahl einfließen, suchen nach Anwendungsbeispielen von KI, diskutieren ethische Fragen (sehen Sie dazu auch das Video von Richard David Precht am Ende des KI-Briefings) und werden Ihnen immer mal wieder Hintergrund- oder Grundlagen-Artikel präsentieren.
So wie diesen Text, der im September auf der Website der Computerwoche erschienen ist: Was Sie über maschinelles Lernen wissen müssen – Ein guter Überblick zum Thema Machine-Learning.
Wenn Ihnen das KI-Briefing gefällt, empfehlen Sie uns doch gern weiter!
Sie haben das KI-Briefing weitergeleitet bekommen? Hier können Sie es abonnieren.
Sehr gerne möchten wir noch mal betonen, wie wichtig Ihr Feedback und Ihre Anregungen sind. Gerne auch direkt per Mail an hallo at ki-briefing.de. So erreichte uns auch ein Hinweis auf den Ideenwettbewerb „Gemeinsam wird es KI“: Bis zum 15. Dezember läuft noch die Bewerbungsfrist. Mit der Initiative sollen Projekte mit einem gemeinwohlorientierten Einsatz von KI unterstützt werden. Dahinter steht die Civic Innovation Platform, die wiederum ein Projekt der „Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist.
Top-Meldungen
Proteinfaltung: DeepMind erklärt Durchbruch mithilfe von KI
Kurz vor dem Versenden dieses Newsletters stand hier noch eine Nachricht zum Digitalgipfel. Diese folgt auch gleich, aber vorher noch schnell etwas anderes: Das, was die britische KI-Firma Deepmind am Montag verkündet hat, könnte ein enormer wissenschaftlicher Durchbruch sein. Sie kennen das Google-Schwester-Unternehmen DeepMind sicher, weil dessen Software AlphaGo einst den besten Go-Spieler der Welt besiegt hat. Nun aber hat die DeepMind Software AlphaFold 2.0 offenbar das 50 Jahre alte Problem der Proteinfaltung gelöst. Eine sehr gute Einordnung hat Eva Wolfangel in Spektrum der Wissenschaft veröffentlicht. Mixed schreibt, es könnte der Beginn einer zweiten genetischen Revolution sein. Auch die New York Times berichtet. Und der DeepMind-Gründer selbst twittert:
Demis Hassabis
Thrilled to announce our first major breakthrough in applying AI to a grand challenge in science. #AlphaFold has been validated as a solution to the ‘protein folding problem’ & we hope it will have a big impact on disease understanding and drug discovery: https://t.co/P53t2TxVRa
Digitalisierung und Klimaschutz beim Digitalgipfel
„Digital nachhaltiger leben“: Unter diesem Motto findet seit dem gestrigen Montag der Digitalgipfel des Bundes statt. Der Gipfel greife zwei Megatrends auf, „die unser Leben immer mehr bestimmen“, schreibt das Bundeswirtschaftsministerium auf seiner Seite. Konkret wollen sich die Teilnehmer in diesem Jahr damit auseinandersetzen, wie die Digitalisierung dabei helfen könne, Wirtschaftswachstum und Innovationen mit den Themen Klima- und Umweltschutz und der Bekämpfung von Armut zu vereinbaren. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung in diesem Jahr virtuell ausgetragen.
Grüne: IT-Gipfel nur „substanzloses Schaulaufen“
Vor dem Gipfel haben die Grünen der Regierung Untätigkeit vorgeworfen, schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Eine kohärente Digitalstrategie der Bundesregierung sei weiterhin nicht zu erkennen, habe der Vizefraktionsvorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, gesagt. Weil Zuständigkeiten beim Thema Digitalisierung seit Jahren ungeklärt seien, so von Notz, bleibe der Digital-Gipfel „kaum mehr als substanzloses Schaulaufen.“ Die Zivilgesellschaft sei nach wie vor nicht eingebunden.
Betriebe sollen mehr IT-Fachkräfte ausbilden
Vor dem Digitalgipfel forderte Bitkom-Präsident Achim Berg 10.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in der Informationstechnik, berichtet das Handelsblatt. Der fehlende IT-Nachwuchs sei ein Problem für die Gesamtwirtschaft, so Berg. Ende 2019 seien es 124.000 offene Stellen gewesen. In zwei Jahren könnten es 200.000 sein. Auch der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, sagte laut Handelsblatt: „Alle größeren Betriebe sind aufgerufen, auch in ihren IT-Abteilungen Azubis aufzunehmen.“
An dieser Stelle erscheint Ihr Foto mit Verlinkung auf eine Ziel-URL.
An dieser Stelle erscheint Ihr Foto mit Verlinkung auf eine Ziel-URL.
Ihre Text-Nachricht
An dieser Stelle binden wir Ihre Text-Nachricht ein. Die maximale Text-Länge beträgt 750 Zeichen. Der Text des Sponsors erscheint auf grauem Hintergrund und ist zentriert gesetzt. Durch die beiden Maßnahmen können wir Ihren Text gegenüber den anderen Nachrichten hervorheben. In dem Text haben Sie verschiedene Möglichkeiten der Formatierung wie zum Beispiel:
  1. Ebenso ist eine Nummerierung möglich
  2. Sowie das Einbinden von Zitaten:
Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy.
Natürlich können Sie Text auch bold oder kursiv schreiben. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir würden uns sehr freuen, Sie als Supporter zu gewinnen. Jetzt buchen.
Weitere Meldungen
Wie arbeiten KI-Texterstellungsprogramme? Die Süddeutsche hat einen Artikel veröffentlicht, in dem erklärt wird, wie der bekannte Textgenerator GPT-3 funktionieren.
Schweizer Forscher haben eine KI entwickelt, die Bierrezepte erstelle, schreibt das Fachmagazin Marketing-Börse.  Auch über 157.000 Bierrezepten könne die KI ihre eigenen Anleitungen zum Bierbrauen herstellen.
„5G wird das zentrale Nervensystem der Fabrik der Zukunft“, sagt Bosch-Forscher Andreas Müller. Als Beispiel nannte er mobile Bedienpanels, mit denen sich Mitarbeiter jederzeit auf verschiedene Anlagen und Maschinen aufschalten können.
Die britische WIRED hat Ready Player Two von Ernest Cline rezensiert. Der Nachfolge-Roman von Ready Player One leide an einer Überfrachtung popkultureller Anspielungen. Eine KI hätte ein besseres Buch schreiben können, heißt es.
Der Turing-Test sei auch 70 Jahre nach seiner Erfindung noch relevant, schreibt die Forbes. Auch wenn es mittlerweile andere KI-Tests gebe, so sei er in seiner Einfachheit und Eleganz unübertroffen.
Eine KI könne anhand von Netzhaut-Aufnahmen Parkinson in einem frühen Stadium erkennen, schreibt das Magazin Forschung und Wissen. Die Bilder ließen sich bereits mit einem Smartphone in ausreichend hoher Qualität erstellen.
KI werde von deutschen Medien nicht gut genug thematisiert, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung in einer Studie herausgefunden. Befragte gaben an, dass die Berichterstattung besonders in den Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts, aber auch in den Politikressorts, nicht ausreichend interessant gewesen sei.
Ein Konsortium aus Industrie und Forschung entwickele eine KI, die Plastikmüll auf dem Meeresgrund erkennen soll, schreibt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Das Projekt „MtecPla“ werde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
Video
Der Einsatz von KI in medizinischen und pflegerischen Bereichen werde zu 99 Prozent unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt, kritisiert der Philosoph Richard David Precht in dieser Diskussionsrunde über Ethik in der digitalisierten Pflege. Dadurch könne eine grundsätzliche gesellschaftliche Debatte über KI in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht geführt werden.
Richard David Precht Diskussion: KI und Robotik in der Pflege
Richard David Precht Diskussion: KI und Robotik in der Pflege
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche. Empfehlen Sie uns bitte weiter. Bleiben Sie schlau und gesund.
Did you enjoy this issue? Yes No
KI-Briefing.de
KI-Briefing.de @kibriefing

Künstliche Intelligenz: Alle wichtigen Nachrichten, jeden Dienstag im Newsletter KI-Briefing.de. Jetzt abonnieren!

Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

Wenn Du keine weiteren Ausgaben mehr erhalten möchtest, kannst Du den Newsletter hier abbestellen.
Wenn Dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde und er Dir gefällt, kannst Du ihn hier abonnieren.
Created with Revue by Twitter
FutureStory GmbH, c/o Unicorn, Schlüterstraße 39, 10629 Berlin (www.futurestory.de/impressum).