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Umfrage: erste Ergebnisse +++ KI-Zukunftskompass +++ KI im E-Commerce

Revue
 
Hi, mein Name ist Nikolaus Röttger. Ich bin Journalist, Moderator und Gründer von FutureStory. Als He
 
17. November · Ausgabe #76 · Im Browser ansehen
KI-Briefing.de
Hi, mein Name ist Nikolaus Röttger. Ich bin Journalist, Moderator und Gründer von FutureStory. Als Herausgeber des KI-Briefing beobachte ich zusammen mit meinem Kollegen Steve Haak regelmäßig die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Künstliche Intelligenz und Digitalisierung.

Guten Tag und herzlich willkommen.
Zunächst ein großes Dankeschön an alle, die bereits an unserer Umfrage teilgenommen haben. Wir freuen uns über weitere Bewertungen und Meinungen (hier geht es zur Umfrage); anbei aber schon einmal ein erstes Zwischenfazit: Die meisten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben an, dass sie unser KI-Briefing weiterempfehlen würden. Das freut uns sehr.
Bisher zeigt uns die Erhebung, dass ein Viertel aller Befragten in Medien und Verlagen arbeiten; ein Fünftel in Beratungen; ein Zehntel in Wissenschaft und Forschung; hinzu kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Branchen wie Internet und Telekommunikation, Autoindustrie, Gesundheitsbranche und weitere. Wir sind neugierig, wie sich das Bild weiterentwickelt. Wir schließen die Umfrage am kommenden Montag, den 23. November. Wir freuen uns, wenn Sie uns bis dahin Ihre Bewertung zukommen lassen, falls Sie es noch nicht getan haben.
Eine deutliche Mehrheit aller Befragten hat angegeben, sich für das Thema KI & Ethik zu interessieren, darum möchten wir Sie an dieser Stelle auf einen neuen Film hinweisen, der gerade in den USA erschienen ist: Coded Bias begleitet die Computerwissenschaftlerin Joy Buolamwini vom MIT, die aufgezeigt hat, wie gängige Gesichtserkennungs-Software Vorurteile bekräftigt, weil sie People of Color nicht erkennt. Genau das war Buolamwini passiert; das Programm erkannte die Wissenschaftlerin erst, als sie eine weiße Plastikmaske aufsetzte.
Coded Bias | Trailer
Top-Themen
Bosch veröffentlicht KI-Zukunftskompass 2020
Je mehr Informationen über KI vorhanden sind, desto mehr Vertrauen haben Verbraucher in die Technologie. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bosch, die der Konzern in seinem KI-Zukunftskompass ausgewertet hat. Demnach werde der Einsatz von KI umso positiver bewertet, je größer das Vorwissen und die Vertrautheit sind. 81 Prozent der Befragten schätzten sich selbst als technologieaffin ein und bewerteten Künstliche Intelligenz als „grundsätzlich positiv“. Das komplette Dokument mit allen Umfrageergebnissen lässt sich hier abrufen.
Und hier stellt unter anderem Bosch-CTO Michael Bolle bei einer Pressekonferenz die Inhalte des Zukunftskompass vor.
Bund und Länder stärken deutsche KI-Zentren
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern haben einen Vertrag über die Förderung von KI-Kompetenzzentren vereinbart. Das berichtet der Tagesspiegel. Demnach sollen die KI-Zentren in Berlin, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern gemeinsam finanziert werden. Das gebe Planungssicherheit und bessere Bedingungen für Experten aus dem Ausland, heißt es. Orientieren wolle sich der Bund „an den bisherigen Summen, die er im Rahmen der Projektförderung an die Zentren überweist“. Die gleiche Summe soll nochmal von den Ländern kommen.
Mit KI in die Rabattschlacht
In ein paar Tagen findet hierzulande mit dem sogenannten Black Friday wieder eine große Internet-Rabattschlacht statt. Die chinesischen E-Commerce-Konzerne haben eine solche Aktion mit dem Singles Day Anfang des Monats bereits hinter sich. Alibaba soll während des mehrtägigen Events einen Bruttowarenwert von umgerechnet mehr als 74 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet haben. Sascha Lobo sprach in diesem Zusammenhang auf Spiegel Online vom Showkapitalismus, zu dem Inszenierung, Interaktion und Event-Charakter gehören. Und wir wollen hier ergänzen: Künstliche Intelligenz. Die MIT Technology Review berichtet, wie Alibaba und JD ihre Algorithmen angepasst haben, damit diese auch für ein Shopping-Verhalten funktionieren, das sich durch die Pandemie ja doch geändert hat.
Weitere Meldungen
KI könnte bei der Krebstherapie helfen, schreibt das Fachmagazin Industry of Things. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) und der Hochschule Worms wollen demnach herausfinden, ob KI bei der sogenannten Partikeltherapie helfen kann. Dabei werden Tumorzellen mit Protonen oder schweren Ionen zielgenau beschossen. Die Auswertung der dazugehörigen Bilddaten könnte eine KI beschleunigen.
KI darf in der Medizin kein Ersatz sein, schreibt die Linken-Bundestagsabgeordnete Petra Sitte in einem Gastbeitrag für den MDR. Besonders in der Pflege sei menschliche Zuwendung unverzichtbar, schreibt die Politikerin, die auch Mitglied in der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz war. Technische Verfahren sollten in der Medizin „immer als zusätzliche Unterstützung verstanden werden“.
Der Papst setzt sich für KI ein, berichtet t3n. Er habe Gläubige auf der ganzen Welt aufgefordert, dafür zu beten, dass neue Entwicklungen in den Bereichen Robotik und KI „immer der Menschheit dienen“. KI stehe im Zentrum des epochalen Wandels, den wir erleben, habe der Papst in seiner Botschaft gesagt.
Die Behörde Zitis entwickelt in München eine KI, die Hatespeech erkennen soll, schreibt die Süddeutsche. In einem Kellerbüro brächten IT-Experten der KI bei, wie Hassbotschaften im Netz aussehen. Die Software soll Ermittlern künftig dabei helfen, strafbare Kommentare zu identifizieren.
Google hat neue Software für medizinischen Fachpersonal veröffentlicht, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag schreibt. Die Programm „Healthcare Natural Language API“ und „AutoML Entity Extraction for Healthcare“ sollen bei der Prüfung medizinischer Dokumente unterstützen.
KI kann jetzt auch Popmusik erstellen, schreibt die Süddeutsche. Das Forschungsinstitut OpenAI zum Beispiel experimentiere schon eine ganze Weile mit seinem Programm Jukebox, das neue Songs zusammenstelle. Der Fortschritt bei den Anwendungen könne erneut Probleme beim Urheberrecht bringen, befürchtet das Blatt.
Eine Fraunhofer-App kann gestohlene Kulturgüter erkennen, wie das Institut auf seiner Seite berichtet. Mit der App lasse sich auch herausfinden, aus welchem Land das Kulturgut stamme. Außerdem sei die sogenannte Kiku-App in der Lage, sowohl 3D-Kulturgüter wie Vasen und Statuen zu erkennen als auch zweidimensionale Gemälde.
Hintergrund: Auch ein erstes Zwischenergebnis unserer Umfrage ist, dass viele unserer Leserinnen und Leser sich Infos wünschen, wie KI eigentlich funktioniert. Darum zum Abschluss noch ein Evergreen-Artikel der WIRED: How do machines learn?
Bitte empfehlen Sie das KI-Briefing gern weiter, wir freuen uns über neue Abonnentinnen und Abonnenten. Und schauen Sie doch bei unseren Freunden der Rise of AI-Konferenz vorbei, die am heutigen Dienstag und morgen stattfindet.
Bleiben Sie schlau und gesund!
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