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Nass: KI sagt Regen voraus + Heiß: Roboter in der Küche + Politisch: KI und die Koalitionsverhandlungen

KI-Briefing.de
Facebook ist wieder online + KI mit Regen-Vorhersage + Roboter-Köche

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Guten Tag. Das KI-Briefing.de ist der wöchentliche Newsletter zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Jeden Dienstag zusammengestellt von FutureStory-Gründer Nikolaus Röttger und Steve Haak.
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Top-Themen
Facebook, WhatsApp, Instagram funktionieren wieder
Nachdem die Facebook-Dienste gestern für mehrere Stunden ausgefallen waren, sind sie nun wieder online. Warum es zu der Störung kam, hat die amerikanische WIRED aufgeschrieben. Auch die Süddeutsche hat einen guten Text mit Hintergründen und Erklärungen, ebenso Spiegel Online (Bezahlartikel).
Unabhängig von dem Ausfall steht am heutigen Dienstag die Anhörung der Whistleblowerin Frances Haugen vor dem US-Senat an, sie wirft Facebook vor nicht ausreichend gegen Hass vorzugehen. Unter anderem hat Tagesschau.de die Hintergründe. NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung konnten als erste deutsche Medien mit der Whistleblowerin sprechen, die SZ berichtet in einem Bezahlartikel.
Wie KI bei Koalitionsverhandlungen könnte
Eine neue Regierung könnte durch Algorithmen deutlich schneller gebildet werden als es momentan zu erwarten ist, schreibt das Handelsblatt in einem Bezahlartikel. In wenigen Sekunden habe die Software der deutschen Startups Thingsthinking und Aleph Alpha die umfangreichen Wahlprogramme von SPD, CDU, Grünen und FDP verglichen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszufiltern. Die Spracherkennungssoftware extrahierte dafür „aus jedem Satz des Wahlprogramms die Bedeutung der Aussage“. Dabei habe die KI nicht nur „wortgleiche Äußerungen, sondern auch semantische Überschneidungen zwischen den Parteien“ erkannt. Das kann laut Handelsblatt künftig helfen, um gleiche Ansätze und konträre Meinungen der Parteien sichtbar zu machen.
Koch-Roboter übernehmen die Küchen
Durch verändertes Essverhalten, Zeitmangel beim Kochen und fehlendes Fachpersonal in Gastro-Küchen kommen immer häufiger Koch-Roboter zum Einsatz, schreibt das ZDF. Das Institut für Künstliche Intelligenz an der Universität Bremen entwickele zum Beispiel einen solchen Haushaltsroboter. Auch „Startups wie DaVinciKitchen aus Leipzig oder Aitme aus Berlin arbeiten mit solchen Maschinen, die programmiert grammgenau mit Arm und Greifer Mahlzeiten anrichten“, heißt es. Einen Schritt weiter geht das Londoner Unternehmen Moley Robotics, das ganze Roboter-Küchen entwickelt, in denen Roboter-Arme auf Schienen arbeiten. „Sie greifen Töpfe, Vorratsbehälter, Pürierstab, Ölflasche, können sogar das Steak in der Pfanne wenden“, so das ZDF. Die Technik hat ihren Preis. 290.000 Euro soll eine solche Küche kosten. Später seien günstigere Varianten für 30.000 geplant.
So präsentiert das Unternehmen Moley Robotics seinen Küchen-Roboter auf Youtube
So präsentiert das Unternehmen Moley Robotics seinen Küchen-Roboter auf Youtube
Clearview AI hat über 10 Milliarden Bilder im Netz gesammelt
Das Unternehmen Clearview hat mittlerweile mehr als 10 Milliarden Bilder aus dem Internet gesammelt. Das sagte Clearview-CEO Hoan Ton-That in einem Gespräch mit WIRED US. Das seien mehr als dreimal so viele Bilder wie zuvor bekannt. Anfang 2020 wurde bekannt, dass das Unternehmen Milliarden Fotos gesammelt und daraus eine Biometrie-Datenbank für private Unternehmen und Strafverfolgungsbehörden erstellt haben soll. Wie Clearview nun bekannt gab, wolle man mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die Gesichtserkennung künftig noch leistungsfähiger machen. Experten befürchten laut WIRED, dass die Technologie das Risiko erhöhen könnte, dass Personen falsch identifiziert würden.
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Seit mehr als 100 Ausgaben stellen mein Kollege Steve Haak und ich im KI-Briefing wichtige Nachrichten und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz zusammen. Jeden Dienstag verschicken wir unseren Newsletter an mehr als 1.200 Leserinnen und Leser aus Medien, Beratungsunternehmen, Konzernen, Politik und Wissenschaft.
Nun suchen wir für das KI-Briefing weitere Partner und Sponsoren. Eine Einbindung erfolgt unter anderem ähnlich wie dieser Text, den Sie gerade lesen. Haben Sie Interesse, als Partner-Unternehmen dabei zu sein? Schicken Sie mir eine E-Mail an hallo at ki-briefing.de. Ich freue mich, Ihnen die Möglichkeiten vorstellen zu können.
Mit besten Grüßen, Nikolaus Röttger
Weitere Meldungen
Eine Deepmind-KI soll Regen korrekt vorhersagen können, berichtet t3n. Die Software der Google-Tochter soll in einem Versuchstest erfolgreich bestimmt haben, wo und wie stark es in den darauffolgenden 90 Minuten geregnet habe.
Intel hat einen neuromorphen Chip für KI vorgestellt, berichtet Mixed. Der Chip soll bis zu zehnmal schneller als sein Vorgänger sein und knapp eine Million Neuronen simulieren können.
17,7 Millionen Euro für photonische Quantencomputer: Das deutsche Projekt „Photonisch-Integrierter Quantencomputer" (QPIC-1) befasse sich fortan mit einem Konzept zum Bau eines solchen Rechners, schreibt Heise. Gefördert werde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
KI soll dabei helfen, Betrug in der Pflege zu verhindern, schreibt das Ärzteblatt. Dazu arbeite die Leipziger Polizei mit der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft und dem Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik Kaiserslautern an dem Forschungsprojekt „PflegeForensik“.
Forscher entwickeln eine KI als Klimawandel-Frühwarnsystem, schreibt Heise. Die Wissenschaftler der University of Waterloo haben ein neuronales Netz darauf trainiert, „Kipppunkte in Klimasystemen zu identifizieren und Warnhinweise zu geben, wenn sich das System einem gefährlichen Kipppunkt nähert“.
Lesermeinung
Von Andreas Liebl, Managing Director bei appliedAI, einer Initiative der UnternehmerTUM. Sie dient Unternehmen, Startups, öffentlichen Einrichtungen und Wissenschaftlern als gemeinnützige, neutrale Plattform, um die Anwendung neuester Methoden und Technologien im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) zu beschleunigen. Dabei arbeitet appliedAI unter anderem mit Google, IBM, Allianz und Siemens zusammen. 
„KI ist eine der disruptiven Technologien unserer Zeit. Sie wird zurecht politisch, wirtschaftlich als auch in der Gesellschaft umfassend diskutiert. Dabei darf KI nicht nur in einer Art globalen Wettlaufs (siehe Kai-Fu Lee) als Treiber der eigenen Wettbewerbsfähigkeit gesehen werden. Auch bei den großen globalen Fragen wie Gesundheit oder Klimawandel wird KI ein Katalysator für Innovation sein. Entsprechend finden sich in diesem Bereich zahlreiche vielversprechende Start-ups, die alles daran setzen die Herausforderungen der Klimakrise in Zukunft mithilfe von KI-Technologie besser bewältigen zu können. Es sollte im Interesse aller liegen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Innovationsgeist dieser Unternehmen bestmöglich fördern. Die European Applied AI Alliance hat deshalb eine „AI Climate Landkarte“ entwickelt, die einen Überblick über junge KI-Unternehmen in Europa liefert, die den Umweltschutz fest in die Ziele ihrer Geschäftstätigkeit implementiert haben. Es ist wichtig, dass ihre wertvolle Arbeit für uns alle transparent und sichtbar wird.
Gemeinsam entsteht dabei eine Plattform, die Expertise und Erfahrung bündelt, um sie bestmöglich für das Allgemeinwohl einzusetzen. Auch für etablierte Firmen entstehen neue Möglichkeiten. Sie erhalten einen Leitfaden für ihr eigenes Handeln und eine bessere Einsicht in den aktuellen Forschungsstand. Dies kann den Fortschritt der Branche zusätzlich beschleunigen. Mittelfristig kann so ein KI-Ökosystem aufgebaut werden, das bestmöglich von den Errungenschaften unserer europäischen „KI-Champions“ profitiert, Europa für die Zukunft wappnet, aber insbesondere für die Zukunft unseres Planeten einen wertvollen Beitrag leistet. Das Netzwerk verstärkt das Bewusstsein dafür, dass KI-Technologie auch in Fragen des Umweltschutzes einen enormen Mehrwert bietet und somit gesellschaftlich relevant ist.“
Das KI-Briefing-Team wünscht eine erfolgreiche Woche. Danke für’s Lesen. Bleiben Sie gesund und schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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