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KI versagt bei Videointerviews + Google entlässt weitere KI-Forscherin

Der Einsatz von KI bei Bewerber-Videointerviews ist fehleranfällig, hat der Bayrische Rundfunk heraus
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Der Einsatz von KI bei Bewerber-Videointerviews ist fehleranfällig, hat der Bayrische Rundfunk herausgefunden. Bei Änderungen des Hintergrundes oder der Kleidung verschiebe sich das Ergebnis der Persönlichkeitsbewertung „teilweise deutlich“.

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Top-Themen
KI versagt bei Videointerviews
Der Einsatz von KI zur Erstellung eines Persönlichkeitsprofils von Job-Bewerbern ist fragwürdig. Zu diesem Ergebnis kommt der Bayrische Rundfunk, der zusammen mit dem Politmagazin Report München und der KI eines Münchner Startups Versuche durchgeführt hat. Die KI sollte „anhand kurzer Videointerviews ein Persönlichkeitsprofil erstellen, aus dem Unternehmen ablesen können, ob eine Person auf die ausgeschriebene Stelle passt“. Die Persönlichkeitseinschätzung habe sich sowohl beim Austausch des Hintergrunds geändert als auch beim Wechsel der Kleidung der Probandinnen und Probanden. Auch bei Veränderungen der Frisur habe sich das Ergebnis der Persönlichkeitsbewertung „teilweise deutlich“ verschoben. Der BR hatte mit elf Testpersonen mehrere hundert Videos produziert, die von der KI anschließend bewertet wurden.
Google entlässt weitere leitende KI-Forscherin
Mit Margaret Mitchell verlässt innerhalb weniger Monate eine weitere Ethikexpertin für KI das Unternehmen Google, wie SPON berichtet. Google werfe Mitchell vor, interne Unterlagen nach außen getragen zu haben. Medienberichten zufolge sei Mitchell im Januar suspendiert worden. Die Entwicklerin soll E-Mails „nach Material durchsucht haben, das mit Timnit Gebrus Vorwürfen zu tun hat.“ Auch die KI-Ethik-Expertin Gebru hatte sich im Streit von Google getrennt. Wir berichteten. Die beiden Forscherinnen hatten laut SPON an einem Papier gearbeitet, „in dem sie zu einem vorsichtigeren Umgang mit textverarbeitenden KI-Modellen raten, weil diese Modelle einigen bisherigen Studien zufolge unter anderem geschlechtsspezifische Voreingenommenheit aus ihrem Trainingsmaterial übernehmen könnten“.
Weitere Meldungen
Österreich bekommt ein Quanten-Internet, schreibt Futurezone. Mit dem Austrian Quantum Fiber Network (AQUnet) solle ein Glasfaser-Netz für den Austausch von Quanteninformationen und Präzisionsmessungen errichtet werden.
Forscher haben per KI Regeln der Genregulation entschlüsselt, berichtet die TU München auf ihrer Seite. Die Ergebnisse lieferten „ein tieferes Verständnis dafür, wie DNA Sequenzen organisiert sind, um Gene zu regulieren“.
Der CCC will „biometrische Massenüberwachung“ verbieten lassen, schreibt SPON. Der Grund: Die Technik werde missbraucht, wie Fälle in Frankreich, den Niederlanden, Serbien, Griechenland und Italien zeigten, so der Chaos Computer Club.
Ab Mitte März führt Microsoft erweiterte Funktionen für Teams ein, wie t3n berichtet. Dazu gehöre auch eine KI-Funktion, die nach einem Meeting „kontextrelevante Informationen zur Besprechung verfügbar“ mache.
Ergo will bis 2025 weltweit digital führend in der Versicherungsbranche sein, hat deren Digitalchef Mark Klein im Gespräch mit dem Handelsblatt mitgeteilt. Dazu gehöre, dass der Versicherungskonzern selbst zum Anbieter innovativer Technologien wie KI und Robotics werde.
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat.

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