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KI-Trends 2019, Gesichtserkennung, KI-TÜV

Revue
 
 

KI-Briefing.de

21. Dezember · Ausgabe #13 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Die leise Revolution der Künstlichen Intelligenz - mit diesen Worten leitete ich vor drei Monaten den ersten Newsletter des KI-Briefing.de ein. Seither ist es lauter geworden um das Thema KI. Die Bundesregierung hat eine eigene Strategie entwickelt, Deutschlands Unternehmen haben verstanden, dass sie handeln müssen. KI war 2018 das Thema, und wird auch 2019 ein Hype sein.
Wir werden die ersten Folgen von Deep Fakes sehen, von KI generierten Videos, in denen Politiker angeblich Dinge sagen, die sie aber in Wahrheit nie gesagt haben. Das kann zu einer Verstärkung der Vertrauenskrise führen, die wir schon heute erleben. Wie gut Computer bei der Simulation jetzt schon sind, kann jeder bei Watson.de testen. Erkennen Sie, welches Porträt ein echter Mensch ist und welches von einer Maschine erschaffen wurde?
Auch die Debatte, wie Europa zwischen Silicon Valley und China einen eigenen, erfolgreichen KI-Weg gehen kann, wird uns im kommenden Jahr weiter beschäftigen, dazu Themen wie Gesichtserkennung und die Überwachung des öffentlichen Raums.
Zu den Trends 2019 gehören aber auch neue Mobilitätslösungen, die wir sehen und nutzen werden. Der Klimawandel wird uns zwingen, unser Verhalten zu überdenken. Und ich bin sowieso der festen Überzeugung, dass wir 2019 mehr über uns als Mensch reden werden. Die Debatte um Künstliche Intelligenz zwingt uns, sich mehr mit uns selbst auseinanderzusetzen: Was ist eigentlich Intelligenz? Wie wollen wir miteinander umgehen? Was bedeutet Vertrauen?
Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen in das KI-Briefing.de. Wir pausieren diesen Newsletter über die Weihnachtstage. Wenn Sie Zeit haben und mögen, schicken Sie uns doch gern ein paar Zeilen, was Ihnen am KI-Briefing.de gefällt, und was wir besser machen können. Wir würden Ihre Ideen gern in unsere kommenden Ausgaben im Jahr 2019 einfließen lassen.
Ich wünsche Ihnen erholsame Weihnachtstage und einen guten Start in das neue Jahr, in die Zukunft. Bleiben Sie schlau, herzliche Grüße,
Ihr Nikolaus Röttger
KI in Zahlen
5.000 Kilometer: So weit hat sich ein Ex-Uber-Mitarbeiter von seinem autonomen Auto fahren lassen. Das berichtet Golem.de. Während der Fahrt von San Francisco nach New York habe Anthony Levandowki zwar auf dem Fahrersitz gesessen, aber weder Pedale noch Lenkrad bedient. Den kompletten Beitrag können Sie hier nachlesen.
Politik
Sicherheit: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will die EU an die Spitze des digitalen Fortschritts bringen. Das sagte er der FAZ. Dabei wolle er sich an den Gemeinschaftsideen der Montanunion orientieren. Die Idee einer Gemeinschaft für Kohle und Stahl habe das Modell der gemeinsamen Werte vorgesehen, sagte Laschet. Nur so könnten Standards nach dem europäischen Wertebild geprägt werden. Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.
Prüfstelle: Die Linken-Politikerin Anke Domscheit-Berg fordert einen KI-TÜV. Im Magazin The European schreibt die Bundestagsabgeordnete mit Blick auf Gesichtserkennung an Bahnhöfen: “Ich verstehe jeden Pendler, dem das Angst macht. Menschen fürchten nämlich, was außer Kontrolle wirkt und mehr Gefahren als Chancen offenbart.” Deshalb brauche es Regeln wie im Straßenverkehr. Es brauche Einfahrt-verboten-Schilder, “wo Entwicklungen ethische Grenzen überschreiten, und so eine Art TÜV, um die Diskriminierungsfreiheit von Algorithmen nachzuweisen.” Den kompletten Artikel gibt es hier.
Wirtschaft
Studie: Das Hauptaugenmerk der jährlichen Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) zum Stand der Gleichberechtigung lag diesmal auf KI. Das berichtet Netzpolitik.org. Die Macher der Studie seien der Frage nachgegangen, wie viele Frauen und Männer in diesem Bereich arbeiten. Das Ergebnis: Nur 22 Prozent der KI-Fachkräfte weltweit seien weiblich, verglichen mit 78 Prozent Männern. Das WEF habe für die Studie die bei LinkedIn online gestellten Berufsprofile ausgewertet. Geschlechtsneutrale Namen seien nicht mit einbezogen worden.
Analyse: “Ist KI das Ende der klassischen Software-Entwicklung?”, fragt Pivotal-Manager Jürgen Hoffman in einem Artikel bei t3n. Schließlich sei die Hoffnung, dass dank KI sich Software künftig selbst schreibe. Seine Antwort: Die Arbeit der Software-Entwickler werde sich grundlegend ändern. Programmierer würden immer weniger Code schreiben, sondern konzeptionell in den Bereichen Data-Science oder Digital Innovation tätig sein. Die komplette Analyse Hoffmanns finden Sie hier.
Unternehmen: Die Interessen großer Konzerne stehen bei Medienberichten über Künstliche Intelligenz in Großbritannien im Vordergrund. Das berichtet Netzpolitik.org und beruft sich auf eine Studie des Reuters-Instituts für Journalismusforschung der Universität Oxford. Die häufigste Quelle für Artikel zum Thema KI seien Pressemeldungen von Unternehmen. Die Studie können Sie hier nachlesen.
Startups
Wachstum: Die Münchner Firma ExB Labs will an seinem Standort in Leipzig die Forschungs- und Entwicklungsabteilung massiv ausbauen. Das schreibt die Leipziger Volkszeitung. Das Unternehmen wolle im kommenden Jahr zehn Millionen Euro investieren, um die Personalzahl auf rund 80 Mitarbeiter zu verdoppeln. ExB Labs entwickelt eine KI für die Text- und Bildanalyse.
Erfolglos: Der KI-Kamerahersteller Lighthouse.ai muss dichtmachen. Das schreibt The Verge. Der Grund: mangelnder Erfolg. Das Unternehmen hatte seine interaktive Überwachungskamera Lighthouse im Mai 2017 vorgestellt und ab Februar dieses Jahres verkauft. Die Kamera kann Gesichter erkennen und Personen per KI zuordnen. Seinen Kunden bietet Lighthouse eine Rückerstattung an.
Unterstützung: Bosch hat sich an einer Finanzierungsrunde von Graphcore beteiligt. Laut Gründerszene beträgt das Volumen der Finanzierungsrunde umgerechnet rund 176 Millionen Euro. Das britische Startup Graphcore stellt KI-Chips her. Hier geht’s zur Meldung.
Gesellschaft
Sicherheit: Google warnt vor den Folgen von Gesichtserkennung. Das schreibt SPON in einem Beitrag. Google habe mitgeteilt, “dass es zunächst darauf verzichten wolle, die eigene Software zur Gesichtserkennung für die Öffentlichkeit freizugeben”. Warum? Man wolle die Technologie erst prüfen, um schädliche Folgen zu vermeiden.
Medizin
KI-Arzt: Die Techniker Krankenkasse will mit dem Berliner Gesundheits-Startup Ada Health zusammenarbeiten. Das berichtet unter anderem Heise. Die TK integriere das Angebot in die neue “TK-Doc”-App. Darüber könnten Gespräche per Videoanruf oder per Text-Chat mit einem Ärzteteam geführt werden.
Mitarbeit: Steve Haak
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