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KI in der Strafjustiz +++ KI-Startup-Landkarte +++ KI-Biennale in Essen

KI-Briefing.de
Die Themen: +++ KI in der Strafjustiz +++ KI-Startup-Landkarte +++ KI-Biennale in Essen
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Nachrichten
Warum ihrer Meinung nach der Einsatz von KI in der Strafjustiz neu geregelt werden sollte, schreiben in einem Gastbeitrag bei der Welt der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach sowie Markus Hartmann, Leitender Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln, und Medienrechtler Rolf Schwartmann von der Technischen Hochschule Köln.
Anfang April ist die neue „KI Start-up Landkarte“ der KI-Initiative appliedAI erschienen. Zunehmend sind auch mehr Jungunternehmen abseits der klassischen KI-Hubs in Berlin und München zu finden, berichtet der Big Data Insider.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über den Start der 1. KI-Biennale, die noch bis zum 12. Juni in Essen zu besuchen ist. Auch der WDR berichtet.
Das Pathways Language Model von Google kann logische Zusammenhänge erkennen und prüfen, ob Aussagen Sinn ergeben. Bei Tests erzielt das Model im Schnitt bessere Ergebnisse als Menschen, berichtet der Spiegel.
Die KI-Forschenden von Meta wollen eine bessere Künstliche Intelligenz entwickeln und dafür vom menschlichen Gehirn lernen, berichtet Mixed.
Künstliche Intelligenz denkt bei Diagnosen mit: Mithilfe von KI entdecken Grazer Forscher neue Zusammenhänge bei der Entwicklung von Tumoren. Der Standard berichtet über die selbstlernenden Algorithmen und ihr Potenzial.
Google KI Phorum generiert 3D-Avatare aus einem Foto, wie Mixed einem Artikel berichtet.
CIO erklärt, wie KI-Initiativen in Unternehmen funktionieren können.
Youtuber Lucas Rizzotto hat seine Mikrowelle per Raspberry PI und GPT-3 „zum Leben erweckt“. Die Mikrowelle entwickelte Gewaltfantasien – bis hin zur Idee, den eigenen Erschaffer umzubringen, berichtet unter anderem t3n.
Ein KI-Algorithmus kann Bewertungen für Wein und Bier schreiben, die kaum  menschlichen Kritikern zu unterscheiden ist, berichtet t3n.
Interview zur Rise-of-AI-Konferenz
Fabian Westerheide gilt als einer der versiertesten Kenner der internationalen KI-Szene. Jedes Jahr veranstaltet er die Rise-of-AI-Konferenz. Wir konnten ihm vorab vier Fragen schicken.
Welche Trends bestimmen die Diskussion um Künstliche Intelligenz aktuell?
Die politische Diskussion um KI ist ruhig geworden. Jetzt sehen wir, dass die Initiativen der letzten Jahre langsam umgesetzt werden. Gerade einzelne Regionen legen sehr gut vor und bauen ganze KI-Zentren mit allem, was benötigt wird. Gerade außerhalb von Berlin wird viel Kapital in die Hand genommen für diese Zukunftsprojekte. Hier werden wir in einigen Jahren die Früchte ernten können.
Ansonsten wird gerade DALL·E von OpenAI diskutiert, weil es eine komplexe Technologie plötzlich sehr greifbar und anschaulich gemacht hat. Hier erleben wir die Wiederkehr der Diskussionen über Deep Fakes, KI Ethik und die Fusion zwischen NLP & Deep Learning, die wir die vergangenen Jahre geführt haben. 
Was mich eher überrascht ist, dass der anstehende EU AI Act zu sehr in der Diskussion untergeht. Natürlich beschäftigen sich die Verbände mit der kommenden Regulierung, doch ich befürchte, unsere Industrie unterschätzt die Gesetze derzeit. 
Ebenso wird zu wenig darüber gesprochen, wie KI derzeit in der Ukraine eingesetzt wird; auf Seite der Aggressoren sowie der Verteidiger. Unsere Diskussionen der Vorjahre, dass KIs nicht töten sollen, ist von der Realität überholt geworden. KI rettet und nimmt derzeit Menschenleben in diesem Konflikt.  
Was meinst du genau?
KI wird in diesem aktuellen Konflikt derzeit intensiv eingesetzt. Zum einem im Bereich Cyber zur Abwehr feindlicher Angriffe auf die Infrastruktur, Krankenhäuser und Verwaltungssysteme. Zum anderem jedoch auch im militärischen Einsatz. Gerade die Verwendung von Switchblade Drohnen und anderen Modellen widerspricht dem ethischen Konsens der letzten Jahre. Diese Drohnen agieren autonomen zur eigenständigen Identifizierung und Zerstörung feindlicher Einheiten. Während der militärische autonome Drohneneinsatz in Europa bisher nur Theorie war, beobachten wir nun täglich die Verwendung und die daraus resultierenden letalen Folgen für Soldaten und Zivilisten. 
Du selbst sprichst auf der Rise of AI am 8. Juni 2022 über die Global AI Strategy 2022? Was können wir erwarten?
2019 hatte ich noch auf Rise of AI darüber gesprochen, dass die Welt sich in Technologieblöcke teilen wird. Dies ist 2022 passiert. China hat sein eigenes KI und Digitalsystem, welches weiterhin stark vorangetrieben wird. Russland wurde aus dem globalen System gestoßen, was enorme Effekte hat, wie sich auch China, Indien und andere Länder verhalten werden. Die westlichen Länder sind näher zusammengerückt. Die Unterschiede der Systeme werden immer größer, und gleichzeitig rückt Europa und die USA wieder enger zusammen. Das wird auf die kommenden Jahre die technischen Standards von KI Regulierung beeinflussen, ebenso die Mobilität von Talenten, Kapital, Datenströmen und Firmen. 
In einem Vortrag geht es um predictive policing, social networks und personell selections – alles unter der Überschrift: Is AI evil? Ein anderes Panel heißt: Can AI heal the world? Das bildet die Pole der Debatte ganz gut ab, Befürchtungen einerseits, Hoffnungen andererseits. Was müssen wir deiner Meinung nach tun, damit KI zum Guten genutzt wird?
KI kann zum Guten sowie Schlechten verwendet werden. Da es nur ein Werkzeug ist, liegt es uns Menschen, wie KI eingesetzt wird. Die Gesetzgebung kann den Missbrauch von KI-Software einschränken und ebenso Anreize geben für die gesellschaftlich positive Verwendung von diesen Technologien.
Persönlich bin ich selber unentschlossen. Ich habe inzwischen begriffen, dass KI nicht der Heilsbringer ist. Zudem ist KI eng verbunden mit dem Turbokapitalismus, welcher immer effizienter, effektiver und günstiger sein möchte. Daher habe ich keine klare Antwort darauf, wie wir KI zum bestmöglichen Wohle unserer Gesellschaft einsetzen können. Dies ist einer der Gründe, wieso wir Rise of AI veranstalten: damit wir gemeinsam diese Fragen diskutieren werden. Daher lade ich die Leser*innen herzlich ein, in Person oder digital an der Rise of AI Konferenz teilzunehmen. Lasst uns gemeinsam überlegen, wie man diese Welt retten kann mithilfe von KI; und wir endlich aufhören können, diese Erde unnachhaltig auszubeuten.
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat.

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