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KI-Briefing.de - Ausgabe #74

Revue
 
 
1. Oktober · Ausgabe #74 · Im Browser ansehen
KI-Briefing.de
Guten Tag zum neuen KI-Briefing.
Deutschlands Startups setzen auf Künstliche Intelligenz und auf Nachhaltigkeit. Beides - wie ich finde - sehr erfreuliche Ergebnisse des Deutschen Startup Monitors, den der Bundesverband Deutsche Startups am Dienstag vorgestellt hat. 43 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass KI als Schlüsseltechnologie Einfluss auf ihr Geschäftsmodell hat. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Ebenfalls 43 Prozent der teilnehmenden Startups geben an, dass sie sich zur Green Economy zählen, ein Plus von sieben Prozentpunkten.
KI und Nachhaltigkeit werden für Startups wichtiger
KI und Nachhaltigkeit werden für Startups wichtiger
Das Thema Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in den politischen Präferenzen: „Gründer wählen Grün-Schwarz“, wie das Handelsblatt titelt. Die Covid19-Krise trifft die Startups weniger hart als befürchtet, interpretiert Gründerszene die Studie. Trotzdem sagen knapp 75 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Corona-Auswirkungen sie hart treffen. Die gesamte Studie finden Sie auf deutscherstartupmonitor.de.
Einen Tag vor der Startup-Studie hat die Enquetekommission KI des Deutschen Bundestags ihre Arbeitsergebnisse präsentiert. Wer nicht dabei sein konnte, kann sich die Aufzeichnung auf der Bundestag-Site ansehen. Seit zwei Jahren arbeitet das Gremium bereits, Heise.de hat eine Zusammenfassung der Präsentation am Montag veröffentlicht, während das Handelsblatt bereits Anfang September die Kritik an der Kommission zusammengefasst hatte. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft warnte damals, dass sich hierzulande „die politischen Rahmenbedingungen für die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts […] im Vergleich zu 2019 verschlechtert“ hätten. Nun sagte die Vorsitzende der Kommission und SPD-Politikerin Daniela Kolbe, das Ziel sei „eine menschenzentrierte KI“. Das ist natürlich ein wichtiges politisches Signal, festzuhalten bleibt aber eben auch: Die Frage, wie Deutschland und Europa auf die KI-Größen USA und China wirtschaftlich erfolgreich reagieren und gleichzeitig gewünschte Standards aufrechterhalten können, ist noch nicht beantwortet.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen einen interessanten Meinungsbeitrag der Stanford-Wissenschaftlerin Marietje Schaake aus der MIT Technology Review empfehlen: How democracies can claim back power in the digital world.
Bleiben Sie schlau, beste Grüße,
Nikolaus Röttger
Weitere Meldungen
„Die Menschen wollen KI – und haben auch Angst vor ihr“. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bitkom. Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten wünschen sich, dass Deutschland bei der Entwicklung und der Vermarktung von KI-Anwendungen eine weltweite Führungsrolle einnimmt, heißt es. In der Arbeitswelt dagegen dominierten Ängste vor Kontrolle und Jobverlust. Ebenfalls drei Viertel der Befragten befürchteten eine stärkere Kontrolle der Beschäftigten durch KI.
Quelle: Bitkom
Quelle: Bitkom
KI soll bei der Erkennung von Kfz-Kennzeichen helfen, berichtet das Fachmagazin Bigdata Insider. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg arbeite an einer technologischen Lösung, um die Multimedia-Forensik zu unterstützen. Die Zusammenarbeit erfolge mit dem Bundeskriminalamt und dem IT-Unternehmen Secunet.
KI-Projekte scheitern oft an nicht vorhandenen Daten, schreibt das Handelsblatt. Der Grund: Unternehmen behielten ihre Informationen für sich und teilten diese nicht mit anderen Entwicklern, zitiert das Blatt einen Siemens-Manager. Und das würde vor allem bereichsübergreifende Projekte erschweren.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) veröffentlicht eine KI-Podcast-Reihe. Darin soll es unter anderem um die Frage gehen, ob KI ein Bewusstsein entwickeln kann. In mehreren Folgen wollen sich „Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft dem Thema“ nähern, heißt es auf den Seiten des Instituts.
Eine KI schlägt Spitzensportler im Curling, berichtet die Süddeutsche. Gemeinsam mit Forschern der University of Korea habe KI-Experten Klaus-Robert Müller von der TU Berlin einen Roboter namens Curly entwickelt, der gut genug sei, um menschliche Spitzenspieler zu schlagen. Nach Schach, Go und Poker sei die Eissportart die nächste Disziplin, in der Menschen einer Maschine den Vortritt lassen müssen, so die SZ.
Das Deutsche Museum Bonn will sich ganz auf das Thema Künstliche Intelligenz spezialisieren, schreibt der General-Anzeiger. Das Haus soll in einen Erlebnisraum mit Exponaten zum Anschauen und Ausprobieren umgewandelt werden. Bisher hatte sich das Museum in seinen Ausstellungen der zeitgenössischen Technikgeschichte gewidmet. 
Das ZDF dreht in Berlin eine Doku-Fiction zum Thema KI, schreibt Caschys Blog. Regie führe Christian Twente und der Arbeitstitel des Projekts laute „KI – Die letzte Erfindung“. Die Handlung beruhe auf aktuellen Analysen und Forschungsergebnissen zur KI. Ein Sendetermin stehe noch nicht fest.
Longread
Wie KI unsere Energieversorgung smarter machen kann, beschreibt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf seinem Blog. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel geht es um Herausforderungen bei der Vorhersage von Energieleistungen bei Photovoltaik-Anlagen mit Hilfe von KI. Darin beschreibt DLR-Forscherin Nailya Maitanova unter anderem, welche Daten ein solches System zur Vorausberechnung benötigt.
Mitarbeit: Steve Haak
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