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KI-Briefing.de - Ausgabe #71

Revue
 
 
11. August · Ausgabe #71 · Im Browser ansehen
KI-Briefing.de
Liebe KI-Leserinnen und -Leser.
Wir sind zurück aus der Sommerpause – und diesmal möchte ich Ihnen ein gerade veröffentlichtes Interview der amerikanischen WIRED mit Bill Gates empfehlen. Es geht in dem Gespräch zwar nicht explizit um Künstliche Intelligenz (höchstens indirekt, weil Gates sich auch zu der möglichen Übernahme von Tiktok durch Microsoft äußert; Tiktok sei ein vergifteter Kelch, so der Gründer des Software-Konzerns). Das Interview lohnt sich trotzdem: Wie sagt der Mann, der im Zentrum von Verschwörungstheorien steht? Hört die amerikanische Politik ihm in der Covid-Krise zu? Gates berichtet ausführlich und übt harte Kritik an sozialen Netzwerken, die die Verbreitung von Unwahrheiten in Millionenhöhe zuließen. Lesen oder hören Sie das Gespräch hier im Original.
„When China sees it all – Wenn China alles sieht“ heißt eine beeindruckende Reportage, die in der Printausgabe des Atlantic und auch online erschienen ist. Autor Ross Andersen besucht die führenden KI-Forscher des Landes, seine Quintessenz: „Xi Jinping is using artificial intelligence to enhance his government’s totalitarian control—and he’s exporting this technology to regimes around the globe.“ Der Text ist zwar sehr lang, aber auch sehr lohnenswert.
Eine erfolgreiche Woche, bleiben Sie schlau,
Ihr Nikolaus Röttger
Weitere Meldungen
In der Corona-Krise ist die Akzeptanz von KI-Anwendungen größer geworden, berichtet das Fachmagazin Industrie.de und beruft sich auf eine Studie des Studie des Capgemini Research Institute. Demnach verwendeten drei Viertel (77 Prozent) der Befragten während der Corona-Pandemie zum Beispiel vermehrt berührungslose Schnittstellen wie NFC und Bluetooth, „um direkte Interaktionen mit Menschen oder Touchscreens zu vermeiden“.
KI wird in Medien überwiegend weiß dargestellt, haben Wissenschaftler der University of Cambridge herausgefunden, schreibt die BBC. Weil Roboter in Filmen wie „Der Terminator“ oder „Blade Runner“ von weißen Schauspielern gespielt werden, befürchten die Forscher, dass KI rassistische Vorurteile fördere.
Um einen diskriminierenden Algorithmus geht es in einem Artikel auf Süddeutsche.de. Die KI hatte ein verpixeltes Bild von Barack Obama hochgerechnet und eine weiße Person erzeugt. Forscher streiten, ob es am Datensatz  oder der gesamten Software liegt.
The Verge
What a machine learning tool that turns Obama white can (and can’t) tell us about AI bias https://t.co/PCMNr0QiG3 https://t.co/48YeCWixOd
Eine Fitness-App, die mit KI arbeitet, hat das Berliner Startup Twenty Billion Neurons (TwentyBN) entwickelt, berichtet Gründerszene. Die Anwendung „Fitness Ally“ erkenne durch die Smartphone-Kamera, wenn der Nutzer die Übungen nicht korrekt ausführe.
Unternehmen, die Anwendungen mit KI entwickeln und daran forschen, gibt es weltweit. Die Kollegen von Mixed haben die zehn größten Konzerne herausgesucht und beschreiben deren KI-Anwendungsgebiete.
Das Gesundheitssystem in den USA könnte durch KI-Anwendungen in den nächsten sechs Jahren jährlich 40 Milliarden US-Dollar einsparen, schreibt AI Daily unter Berufung auf einen Bericht von Accenture. Das Technologieberatungsunternehmens schätzt, dass das stark beanspruchte US-Gesundheitssystem entlasten und medizinische Fehler verringern könne, die jährlich bis zu 1,5 Millionen Menschen das Leben koste.
Was benötige ich, um ein KI-Startup aufzubauen? Diese Frage beantwortet Buchautor und Unternehmensberater Tom Taulli in der Forbes. Ein ausreichend großer Datensatz sei nötig, schreibt er. Und: Investoren bevorzugen KI-Lösungen, die sich mit Arbeitsabläufen und Problemen befassen.
Mitarbeit: Steve Haak
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