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KI-Briefing.de - Ausgabe #62

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Hallo zum KI-Briefing.de.
In China entscheidet mancherorts ein Algorithmus, wer sich in Corona-Zeiten noch frei bewegen kann: In der Stadt Hanghzou etwa habe sich dafür eine App der Alibaba-Tochter Ant Financial etabliert, so die Süddeutsche Zeitung. Ob man frei reisen dürfe oder sich bei Behörden melden müsse, „errechnet ein undurchsichtiger Algorithmus basierend auf Reiseinformationen und Herkunft, die man in ein Formular eintragen muss“, heißt es in dem Text der Süddeutschen.
Es kann gut sein, dass die Corona-Krise uns alle zu einer Antwort auf diese Frage zwingt: Wieviel digitale Überwachung mit Hilfe von Algorithmen, Gesichtserkennung oder Daten-Tracking ist gerechtfertigt im Kampf gegen eine Pandemie? Die Idee digitale Bewegungsdaten aus dem Smartphones Betroffener auszulesen, um mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln, gibt es hierzulande bereits.
Anbei noch zwei Lesetipps:
  • „Wir reden hier nicht von einer Zukunfts-, sondern von einer Gegenwartstechnologie“, schreibt Spiegel-Kolumnist Christian Stöcker zur KI-Strategie der EU-Kommission und kritisiert: „Aber die EU-Kommission will erst noch einmal in Ruhe europaweit diskutieren, während Fakten geschaffen werden?“
  • Reines Daten getriebenes Denken und Handeln stellt in Zukunft ein Problem dar, argumentiert der Kommunikationsexperte Baha Jamous im Manager Magazin und fordert globale ethische Standards.
Bleiben Sie schlau, mit besten Grüßen,
Nikolaus Röttger
Tickets für die Rise of AI
Das KI-Briefing ist Medienpartner der Rise of AI-Konferenz, die am 13. und 14. Mai in Berlin stattfindet. Sie haben dadurch die Möglichkeit, vergünstigt an Tickets zu kommen: Für Subscriber dieses Newsletters gibt es den so genannten Singularity Pass um zwanzig Prozent rabattiert. Nutzen Sie dafür diesen Link (oder geben Sie den Rabatt-Code KI-Briefing.de20 ein).
Zu den bereits angekündigten Sprecherinnen und Sprechern gehören unter anderem :
  • Hans Uszkoreit, Wissenschaflicher Direktor des DFKI
  • Arago-Chef Chris Boos
  • Manuela Mackert, Chief Compliance Officer bei der Telekom.
Noch mehr Infos finden Sie auf der Website der Konferenz.
KI in Zahlen
54 Milliarden US-Dollar wird der weltweite Markt für Künstliche Intelligenz bis zum Jahr 2026 wert sein, haben die Marktforscher von Polaris Market Research ausgerechnet, wie das Fachmagazin Globaltrademag berichtet.
Weitere Meldungen
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vergangene Woche ein KI-Forschungsprojekt für die Krebsbehandlung vorgestellt. Es wird vom Universitätsklinikum Göttingen und Siemens Healthineers betrieben und mit 10 Millionen Euro vom Bund gefördert.
Zu große Entscheidungsmacht von KI im HR-Bereich kann problematisch sein, zitiert die dpa den Personal-Experten Wolfgang Brickwedde in einem Artikel, den Zeit Online veröffentlicht hat. „Wenn ein Bewerber sich diskriminiert fühle und ein Unternehmen die Absage nicht begründen könne, da eine Künstliche Intelligenz entschieden habe, sei das ein ernstes Problem“, so Brickwedde.
Im Wettbewerb um 50 geplante KI-Professuren in Bayern haben die dortigen Hochschulen 175 Bewerbungen eingereicht, berichtet die dpa laut Kurier. Eine 18-köpfige Expertenkommission werde die Auswahl treffen. Die ersten KI-Professuren sollen bis zum Herbst besetzt werden.
Die Gesichtserkennungs-App des New Yorker Startups Clearview AI soll von dessen Gründern und Investoren auch privat genutzt worden sein. Das berichtet der Spiegel. Demnach habe unter anderem der Milliardär John Catsimatidis die Software verwendet, „um den ihm unbekannten Begleiter seiner Tochter in einem Restaurant zu identifizieren“, heißt es.
Beim schwedischen Möbelhändler Ikea entscheidet künftig eine KI, was mit zurückgegebenen Produkten passieren soll, berichtet das Wall Street Journal in einem Bezahlartikel. Um Kosten zu sparen soll der Algorithmus festlegen, ob Retouren wiederverkauft, gespendet oder an Dritthändler verkauft würden.
Wissenschaftler haben einen Roboter entwickelt, der mit Hilfe von KI, Infrarot und Ultraschall bei Patienten Blut entnehmen oder Katheter einführen kann. Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Fachblatt „Nature Machine Intelligence“ veröffentlicht, schreibt Science Daily. Sie glauben, dass autonome Systeme wie ihr eigener Roboter Pfleger und Ärzte bei einigen komplexen medizinischen Aufgaben übertreffen könnten.
Mitarbeit: Steve Haak
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