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KI-Briefing.de - Ausgabe #57

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KI-Briefing.de

24. Januar · Ausgabe #57 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr KI-Briefing.de mit News und Analysen zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz

Liebe Leserinnen, liebe Lesern.
nach einer Pause ist das KI-Briefing.de zurück und kommt mitten in einer Januar-Woche, in welcher der Ruf nach der Regulierung von Künstlicher Intelligenz lauter wird. Die Forderungen kommen sowohl aus der Politik als auch von Tech-Konzernen selbst. Ein wichtiges Thema dabei sind die Gefahren der automatisierten Gesichtserkennung; sie finden entsprechende News samt Links weiter unten im Newsletter.
Vor allem lesen sollten Sie diese Woche aber die Hintergründe zum Entwurf des KI-Weißbuchs der EU. Zum Beispiel diesen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, der eine gute Zusammenfassung über die europäischen Ideen gibt, wie KI künftig reguliert werden könnte. Ursula von der Leyen hatte zum Amtsantritt als Kommissionschefin deutlich gemacht, wie wichtig ihr es ist, das Thema KI schnell anzugehen. Sie scheint es – zum Glück – sehr ernst zu meinen.
Bleiben Sie schlau, herzliche Grüße, Nikolaus Röttger
PS. Ach, und lesen Sie in der Süddeutschen doch bitte auch die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fall Clearview: Warum automatisierte Gesichtserkennung so gefährlich ist.
KI in Zahlen
18 Millionen Euro. So viel will der Bund zusätzlich in die KI-Forschung in Berlin stecken. Das wurde anlässlich der Zusammenlegung von zwei KI-Forschungszentren in der Hauptstadt bekannt, wie unter anderem Die Welt schreibt. Mit der bestehenden Förderung kämen damit 32 Millionen Euro im Zeitraum 2019 bis 2022 aus dem Bundeshaushalt. Das Ziel des Projekts sei „Forschung auf Weltniveau, das Anlocken führender KI-Spezialisten und die Ausbildung des Nachwuchses“.
Meinung
KI habe das Potenzial, Milliarden von Menschenleben zu verbessern, schreibt Google-Chef Sundar Pichai in einem Gastartikel für die Financial Times. FT-Abonnenten können hier das Original lesen, in dem Pichai aber gleichzeitig schreibt, dass es gerechtfertigte Bedenken hinsichtlich der möglichen negativen Folgen von KI gebe. Deshalb wolle Google ein „hilfreicher und engagierter Partner für die Aufsichtsbehörden sein, die sich mit den unvermeidlichen Spannungen und Kompromissen“ bei der Regulierung auseinandersetzten.
Ungewohnt versöhnliche Worte des Google-Chefs, dessen Unternehmen eine Interesse daran hat, KI in allen Bereichen genau zu erforschen – ohne Einschränkungen. Techcrunch-Autorin Natasha Tomas kommentiert den Kuschelkurs des Google-Chefs mit der EU in ihrem Artikel so: Ein Verbot bestimmter KI-Anwendungen durch Regulierungsbehörden wäre für Unternehmen wie Google weitaus schwieriger, „als sich einfach ihrem Willen zu beugen“.
Weitere Meldungen
EU-Parlamentarier verabschieden eine Resolution, dass KI nur erklärbare und unvoreingenommene Algorithmen einsetzen dürfe, berichtet Heise.
Die EU erwägt ein Verbot von öffentlichen Gesichtserkennungssystemen, berichtet Golem. Damit würde sich Brüssel gegen Pläne der Bundesregierung stellen, solche Systeme an Bahnhöfen und Flughäfen einzuführen.
Niedersachsen setzt im Kampf gegen Kinderpornografie eine selbstentwickelte Software ein, schreibt der NDR. Ab kommenden Monat stehe das Programm allen Polizeiinspektionen in dem Bundesland zur Verfügung, um Dateien auf kinderpornografisches Material prüfen zu können.
Gesichtserkennung versage „auffallend oft etwa bei schwarzen Frauen“, zitiert Heise die Computerwissenschaftlerin Joy Buolamwini. Das könne bestehende Vorurteile festigen, sagt sie.
Führungskräften geht die Einführung von KI in ihrer Branche nicht schnell genug, schreibt Forbes. Laut einer Umfrage wünschen sich mindestens sieben von zehn Managern, dass ihre Unternehmen engagierter bei der Einführung von KI seien.
Apple hat das KI-Startup Xnor.ai gekauft, schreibt Forbes. Das Unternehmen wurde von Microsoft-Mitgründer Paul Allen ins Leben gerufen und entwickelt eine Technologie, mit der KI direkt auf Geräten statt in der Cloud arbeitet.
KI hilft Tierschützern in der Antarktis, berichtet der Tagesspiegel. Die Intel-Tochter Gramener haben nach eigenen Angaben eine Künstliche Intelligenz mit Satellitenaufnahmen der Antarktis gefüttert, um Pinguine entdecken und zählen zu können.
Amazon geht nicht davon aus, dass KI demnächst ohne menschliche Hilfe funktioniere, schreibt CIO.de. Lernende Computer würden noch lange auf menschliche Hilfe angewiesen sein, sagte Amazons Technikchef Werner Vogels dem Magazin. Das gelte sowohl für die Spracherkennung als auch maschinelles Lernen insgesamt.
Mitarbeit: Steve Haak
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