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KI-Briefing.de - Ausgabe #5

Revue
 
 

KI-Briefing.de

26. Oktober · Ausgabe #5 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es geht an unsere Sinne, wir riechen, hören, sehen Künstliche Intelligenz.
Geruch: IBM Research und Parfüm-Hersteller Symrise haben eine KI einen Duft kreieren lassen.
Hören: Studien sagen voraus, dass in den nächsten zehn Jahren bis zu einem Drittel aller Top-40-Hits von KI geschrieben, vertont und performt werden (dazu auch die Guardian-Geschichte weiter unten).
Sehen: Schauen Sie sich das Bild einfach an, das bei Christie’s gestern versteigert wurde. “Edmond de Belamy”, so heißt das Werk, ist von einer Machine-Learning-Software gemalt worden und das erste KI-Kunstwerk, das von einem Auktionshaus verkauft wurde.
“min G max D Ex[log(D(x))]+Ez[log(1-D(G(z)))]” steht als Künstlersignatur auf dem Bild. Damit ist die Software gemeint, die das Kollektiv Obvious entwickelt hat. Das Programm besteht aus zwei Teilen; der erste versuchte aus 15.000 historischen Bildern zu lernen, wie ein solches Gemälde aussehen muss, der andere Teil überprüfte die Ergebnisse und entschied, ob das Ergebnis passt oder noch nach dem Werk einer Maschine aussieht.
Für Christie’s und Obvious hat es jedenfalls gepasst, das Bild ging am Donnerstag für 432.500 US-Dollar an einen neuen Besitzer. Der Preis war um ein Vielfaches höher als erwartet. Im Februar hatte Obvious bereits ein anderes Werk der eigenen KI an einen Sammler verkauft. Der dürfte sich ob der Wertsteigerung, die auch sein Bild betreffen dürfte, freuen: Er hatte nur 10.000 Euro gezahlt.
Einen erfolgreichen Freitag, genießen Sie die Kunst des Wochenendes und bleiben Sie schlau.
Herzlich, Ihr Nikolaus Röttger
Politik
Zensur: Staaten und Firmen sollten KI-Systeme stärker kontrollieren. Zu dem Ergebnis kommt ein Bericht des UN-Sonderbeauftragten für den Schutz der Meinungsfreiheit, David Kaye. Er befürchtet, dass die KI-Technologie von wenigen großen Unternehmen zur Meinungsbildung genutzt werde. Netzpolitik.org hat dazu einen Artikel verfasst.
Wissenschaft
Superhirn: Der Informatiker Sepp Hochreiter ist nicht nur absoluter Auskenner beim Thema KI, er hat die Technologie mit erschaffen. Mitarbeiter von Tesla-Chef Elon Musk rufen bei ihm an und fragen nach seinem Rat. Er denkt, dass das gegenwärtige Aufheben um intelligente Maschinen zwar wieder abflauen werde, die Technologie aber bleibt. ZEIT Online hat ein Portrait über Hochreiter veröffentlicht.
Wirtschaft
Unicorn: Das KI-Startup Afiniti bereitet seinen Börsengang vor und hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 130 Millionen US-Dollar geholt, wie Techcrunch berichtet. Das Unternehmen will mit Hilfe von KI den Umsatz von Unternehmen steigern. Im Frühjahr wurde Afiniti mit 1,6 Millionen US-Dollar bewertet. 
Übernahme: Oracle hat in dieser Woche das KI-Startup DataFox gekauft. DataFox besitzt eine Unternehmensdatenbank und stellt die Informationen anderen Firmen zur Verfügung. Die Daten werden KI-gestützt ausgewertet. Details zur Übernahme von DataFox durch Oracle hat Techcrunch aufgeschrieben.  
Datenschutz: Apple-Chef Tim Cook hat auf einer Konferenz in Brüssel vor der Datensammelwut von großen Tech-Unternehmen gewarnt. Künstliche Intelligenz durch das Sammeln von persönlichen Daten voranzutreiben, sei Faulheit und keine Effizienz, sagte Cook mit Blick auf Facebook. Der Business Insider berichtet über Cooks Rede.
Gesellschaft
Chatbot: Künstliche Intelligenz trifft auf erfolgreiche Krimiserie. Im Tatort aus München ging es am vergangenen Sonntag um eine KI, die bei der Aufklärung eines Falls half. Utopie oder Realität? Die FAZ hat Professor Andreas Dengel vom Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz dazu befragt und das Interview unter der Überschrift “Wie weit sind K.I. und Biohacker?” veröffentlicht.
KI-Komponist: KI wird von Musik-Streaming-Diensten wie Spotify verwendet, um uns neue Songs aufgrund unseres Hörverhaltens zu empfehlen. Doch auch das Erstellen neuer Musik übernehmen mehr und mehr Algorithmen. Der Guardian geht der Frage nach, wie Künstliche Intelligenzen die Musik verändern.
Longread
KI-Wettrüsten: Der Wettstreit zwischen den USA und China um Künstliche Intelligenz hat längst begonnen. Welchen Einfluss hat Donald Trumps aggressive Politik auf die Entschlossenheit der Chinesen, eine KI-Supermacht zu werden? Dieser Frage geht US-WIRED-Chefredakteur Nicholas Thompson zusammen mit Politikwissenschaftler Ian Bremmer nach. Der Titel des Artikel “The AI Cold War that could Doom us all” könnte nicht treffender gewählt sein. Ein wirklich lesenswertes Stück.
Mitarbeit: Steve Haak
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