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KI-Briefing.de - Ausgabe #48

Revue
 
 

KI-Briefing.de

30. September · Ausgabe #48 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de
das menschliche Gesicht und Künstliche Intelligenz - in den vergangenen Tagen habe ich mehrere Artikel zu diesem Thema gelesen.
Andrian Kreye etwa schreibt auf Sueddeutsche.de über die Porträt-Datenbank Image-Net und eine KI, die die Bilder durchforstet und verschlagwortet hat. So ist eine riesige Vorurteilsmaschine entstanden, wie Kreye sie nennt.
Parallel dazu berichtet zum Beispiel The Verge vom Projekt generated.photos - einer Datenbank mit 100.000 Gesichtern, die von einem Algorithmus entwickelt wurden. Deutschlandfunk Nova zitiert dazu Lars Bauernschmitt, Fotojournalismus-Experte an der Hochschule Hannover: „Das sind sehr hübsche Menschen. Faltenlos. Man kann es auch ganz brutal sagen: kein Profil, keine Ecken, keine Kanten. Bilder, die also keinen Inhalt und keine Emotion transportieren.“
Das Google Watchblog wiederum berichtet, wie der Suchkonzern daran arbeitet, solche Fake-Fotos oder -Videos zu erkennen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, Nikolaus Röttger
Wirtschaft
Neue Jobs – KI sei dank? Die Protagonisten dieses Artikels des Wirtschaftsmagazins Bilanz glauben jedenfalls, Künstliche Intelligenz könne dazu beitragen, dass neue Jobs entstehen. Zumindest seien die Sorgen, dass KI Jobs vernichtet, einfach nur „Kaffeesatzleserei“, behauptet etwa Aljoscha Burchardt vom DFKI.
Oder ist KI doch ein Jobkiller? Nun, die Financial Times kommt in diesem Artikel dann doch zu einem anderen Schluss als der eben zitierte Bilanz-Text: Fortschritte im maschinellen Lernen führen dazu, dass manche Bürojobs verschwinden werden.
Was kommt ins Regal? Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann will eine KI künftig mitentscheiden lassen, was ins Sortiment kommt. Das Computerprogramm soll dafür die Verbrauchertrends für die kommenden 1,5 Jahre voraussagen - und wird dafür mit Daten aus den vergangenen 12 Jahren gefüttert. Das berichtet Business Insider unter Berufung auf die Lebensmittelzeitung.
Zalando: Bei dem Online-Modehändler arbeiten 120 Leute daran, wie Maschinelles Lernen dem Unternehmen beim Verkauf seiner Produkte helfen kann, schreibt Forbes. KI soll ein personalisiertes Einkaufserlebnis für Kunden schaffen und den Geschäftsbetrieb von der Logistik bis hin zur Betrugsbekämpfung verbessern.
Gesellschaft
Wer warnt mal wieder vor KI? Elon Musk, richtig, wie sollte es auch anders sein: Falls noch nicht geschehen, könne fortschrittliche KI die sozialen Netzwerke übernehmen, so Musk. Schnell ist man da versucht zu denken: Ein bisschen Intelligenz könnte vielen Debatten in den sozialen Medien nicht schaden. Aber man weiß ja dann doch, was Musk meint. Der Fake-News-Kampf tobt ja jetzt schon durchs Netz.
Vatikan: Auch Papst Franzsikus hat diese Woche vor KI gewarnt. Im Vatikan hatten sich Vertreter der Kirche und des Silicon Valley getroffen, um über die ethischen Herausforderungen neuer Technologien zu sprechen. Technologischer Fortschritt dürfe nicht zu einem neuen Barbarismus führen, in dem nur das Recht des Stärkeren gelte, so der Papst laut NBC.
Noch mal KI und Gesichter: Der Einsatz von KI für die Massenüberwachung hat weltweit zugenommen, schreibt Heise und beruft sich auf eine Studie der US-Denkfabrik Carnegie Endowment for International Peace. Demnach nutzen „mindestens 75 von 176 untersuchten Staaten“ diese Technologie zur Überwachung. 64 Länder verwendeten Videoüberwachung mit biometrischer Gesichtserkennung und 52 Länder setzen auf intelligente Unterstützung der Polizeiarbeit.
Rache-Pornos: Eine Web-Entwicklerin hat einen KI-Filter für pornografische Inhalte programmiert, schreibt der Guardian. Weil die 28-Jährige ihre Künstliche Intelligenz innerhalb kurzer Zeit entwickelt habe, frage man sich, warum große Tech-Unternehmen nicht bereits effektive „Anti-Belästigungs-Software“ einsetzen. Eine Antwort: Plattformen wie Twitter und Facebook werden noch nicht ausreichend verpflichtet, ihre Nutzer zu schützen. 
Alexa, bist du jetzt überall? So lautet die Überschrift bei Spiegel Online zur Ankündigung von Amazon, Alexa in noch mehr Geräte zu integrieren. Brillen, Backöfen, Ringe und noch mehr Geräte dürfen bald zuhören, was wir wir so zu sagen haben. Übrigens: Alexa spricht jetzt auch Hindi. Das hat Amazon auf einer Pressekonferenz in Neu-Delhi bekanntgegeben, schreibt Techcrunch. Die Sprachunterstützung für Alexa sei seit mehr als einem Jahr vorbereitet worden, heißt es. Mit der Funktion hoffe Amazon, seine Reichweite in Indien ausweiten zu können.
Politik
Bayern: Ministerpräsident Markus Söder will mit einem Milliardenprogramm das Bundesland etwa bei Künstlicher Intelligenz an die Spitze führen, schreibt die Augsburger Allgemeine. „Bayernweit sollen an allen Hochschulen in den nächsten fünf Jahren rund tausend neue Professoren-Stellen in Hightech-Bereichen geschaffen werden.“ Allein das würde Bayern einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr kosten. Gleichzeitig sollen rund 10.000 neue Studienplätze in dem Bereich entstehen.
Medizin
Digitalisierung: Auch wenn KI im Gesundheitsbereich noch nicht allzu weit fortgeschritten sei, bestehe darin ein großes Potenzial, schreibt t3n in einem Artikel mit der Überschrift „Wie verändert künstliche Intelligenz unsere Gesundheitsbranche?“. Mit KI ließen sich Kosten einsparen, Behandlungen qualitativ besser durchführen und die Technologie sei im Gegensatz zu Ärzten immer einsatzbereit. 
Hardware: Einen Bastelrechner für KI-Projekte? Gibt es. Die Beagleboard Foundation hat mit dem BeagleBone AI ein Board vorgestellt, mit der sich KI-Projekte realisieren lassen, schreibt Heise. Der Einplatinenrechner enthalte eine Reihe Co-Prozessoren. Außerdem seien Software-Tools installiert, um Nutzerinnen und Nutzern den Einstieg ins Maschinelle Lernen zu vereinfachen.
Wissenschaft
Natur: Ein Team aus Geophysikern hat eine KI getestet, um Erdbeben vorherzusagen, berichtet das Fachportal Quantamagazine. Andere Wissenschaftler seien von den Ergebnissen der Forscher „verblüfft“ gewesen. Der Algorithmus könne den Beginn eines Erdbebens Tage im Voraus vorhersagen.
Mitarbeit: Steve Haak
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