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KI-Briefing.de - Ausgabe #45

Revue
 
 

KI-Briefing.de

2. September · Ausgabe #45 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Liebe Leserinnen, liebe Leser.
diesmal startet das KI-Briefing.de mit einem Video-Tipp: Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar besucht einen Amazon-Go-Supermarkt, trifft Forscher, die an autonomen Autos arbeiten, und geht den jüngsten KI-Entwicklungen in China nach. Den fast 1,5-stündigen Film über die Chancen und Risiken der neuen Technologie gibt es in der WDR-Mediathek.
Außerdem diese Woche im KI-Briefing.de: Elon Musk zankt sich mit Jack Ma über die Gefahren von KI; sowie eine Übersicht über wichtige Begriffe unter der Überschrift „KI für Anfänger“.
Einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, Ihr Nikolaus Röttger
Gesellschaft
Debatte: Elon Musk hat mit Alibaba-Gründer Jack Ma über Künstliche Intelligenz gestritten. Während der Tesla- und SpaceX-Gründer vor den Gefahren von KI warnt, sieht Ma keine Bedrohung für die Menschheit. Der Mensch habe schließlich den Computer erfunden, und er habe noch keinen Computer gesehen, der einen Mensch erfunden hat, sagte Ma in der Debatte in Singapur. „Jack Ma saves us from Elon Musk’s A.I. Dystopia“, schreibt Bloomberg dazu. Auch heise.de berichtet. Und das Handelsblatt hebt Jack Mas Aussage hervor, dass wir alle vielleicht nur noch 12 Stunden pro Woche arbeiten werden.
Energiefresser: Wirkt KI als nächster Klimaschocker?, fragt Technology Review in einem aktuellen Artikel. Aktuell verbrauchen Rechenzentren, in denen KI-Anwendungen laufen, nach Schätzungen von Experten zwar nur 0,1 Prozent des weltweiten Strombedarfs. Aber schon in sechs Jahren könnten es bis zu zehn Prozent sein.
Politik
Kommentar: Die KI-Initiative der US-Regierung ist ein guter erster Schritt, um bei deren Erforschung weltweit mithalten zu können. Das schreibt IPsoft-Berater und Autor Mark Minevich in einem Gastartikel bei Techcrunch. Durch die Initiative würden Gelder freigegeben, um KI-Forschung zu betreiben und gleichzeitig US-geführte Standards weltweit einsetzen zu können. Außerdem würden Forschungsmaßnahmen zur Verbesserung der KI-Kenntnisse bei US-Arbeitnehmern gefordert, so Minevich.
Schleswig-Holstein: Das Bundesland will nun auch mehr in KI investieren, das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther in der vergangenen Woche im Landtag an. Noch in diesem Jahr soll dafür ein Sondervermögen von 4,5 Millionen Euro eingerichtet werden. Die Opposition kritisiert laut NDR.de das Vorhaben, denn eine richtige Strategie sei nicht erkennbar, so die SPD.
Wirtschaft
Studie: Unternehmen wie Amazon und Microsoft entwickeln gefährliche autonome Systeme, die als Bestandteil tödlicher Waffen genutzt werden können. Das schreibt die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich auf eine Studie der niederländischen Nichtregierungsorganisation Pax. Pax habe die 50 wichtigsten Technologieentwickler aus zwölf Ländern über ihre Haltung zu autonomen Waffensystemen befragt. Demnach handelten 21 Unternehmen „stark gefährdend“.
Umfrage: Drei von vier deutsche Energieunternehmen sehen erhebliche Chancen beim Einsatz von KI. Das hat die Deutsche Energie-Agentur in einer Umfrage herausgefunden. Die Studie zeige aber auch, dass die Branche noch am Anfang stehe, heißt es. Ein Haupthindernis sei mangelndes Wissen über KI-Technologien, mögliche Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle.
Kostensenkung: Airbus will KI zur Prüfung von Spesenabrechnungen seiner Mitarbeiter nutzen, berichtet das Wall Street Journal. Der Flugzeughersteller habe Untersuchungen gestartet und herausgefunden, dass er mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz jährlich Millionen von US-Dollar einsparen kann.
Riesen-Chip: Das Startup Cerebras hat einen KI-Prozessor entwickelt, der größer als ein iPad ist. Laut Wired deckt der Chip mehr als das 56-fache der Fläche der leistungsstärksten Server-GPU von NVIDIA ab. Der Prozessor soll das Training komplexer Deep-Learning-Software ermöglichen.
Wissenschaft
Ethik: Wie muss KI konzipiert sein, dass sie ethisch korrekt funktioniert? Daran arbeiten unter anderem die Macher von AI Now. Sie haben vier Kategorien bestimmt, in denen sie Herausforderungen sehen: Rechte und Freiheiten, hier geht es zum Beispiel um Gesichtserkennung im öffentlichen Raum; Arbeit und Automation, also wie beeinflusst KI etwa Jobprofile und den Recruiting-Prozess; Vorurteile und Inklusion, d.h., wie lässt sich KI bauen, die frei von Diskriminierung ist ; Sicherheit und kritische Infrastruktur wie etwa im Energiesektor. Das Time-Magazin stellt die Macher von AI Now vor.
Beirat: Ebenfalls mit ethischen Fragen soll sich der neue Beirat des Cyber Valley beschäftigen. Das Cyber Valley in Baden-Württemberg gilt als Europas größte Forschungskooperation auf dem Gebiet der KI. Der Beirat solle ein ethisches und gesellschaftliches Leitbild für die KI-Forschung entwickeln, so die grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer laut Stuttgarter Nachrichten.
KI und alte Texte: Algorithmen sollen künftig antike Texte auf Tonscherben entschlüsseln, schreibt das ZDF. Mit KI wolle ein Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität seine Arbeit erleichtern. Der Professor arbeite an einer Datenbank und einem Algorithmus, der Textsequenzen auf Tonscherben abgleichen und andere Fragmente finden könne, die zusammenpassten.
KI für Anfänger: Unter dieser Überschrift hat der Tagesspiegel einen Text veröffentlicht, der die wichtigsten KI-Begriffe wie „Maschinelles Lernen“ oder „Neuronale Netze“ erklärt.
Longread
Kolumne: Werden wir irgendwann genug Vertrauen in Künstliche Intelligenzen haben, um in autonomen Fahrzeugen während der Fahrt schlafen zu können? Der renommierte KI-Wissenschaftler Lance Elliot hofft es. In einem unterhaltsamen Artikel bei aitrends schreibt der Schriftsteller und Autor bei Forbes über die Herausforderungen für Forscher, das notwendige Vertrauen in KI zu schaffen, damit wir „ohne zu zögern einschlafen, während wir auf der Autobahn mit 130 km/h fahren“.
Mitarbeit: Steve Haak
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