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KI-Briefing.de - Ausgabe #43

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KI-Briefing.de

12. August · Ausgabe #43 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Guten Tag zum neuen KI-Briefing.de.
Mehr als 7,4 Milliarden US-Dollar sind allein im zweiten Quartal dieses Jahres in KI-Unternehmen investiert worden. Das ist ein neuer Rekord, wie CB Insights in einer Studie festgestellt hat. Das Research-Unternehmen hat auch die 41 wertvollsten KI-Startups zusammengestellt, also alle, die mindestens eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar haben. Businessinsider hat die Liste veröffentlicht, allerdings hinter einer Paywall. Auffällig, aber nicht überraschend: Die meisten Unternehmen in dem Bereich kommen aus den USA und China. Aus Deutschland ist kein Unternehmen in der Liste.
Besonders boomt die Healthcare-Branche, laut CB Insights „the hottest area of AI investments“. AI-Startups im Gesundheitsbereich haben in den vergangenen sechs Jahren mehr Geld eingesammelt als beispielsweise KI-Unternehmen aus dem Finanzsektor oder Retail, berichtet Business Insider.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, Ihr Nikolaus Röttger
Wissenschaft
Karriere: Bis zu 30 zusätzliche Humboldt-Professuren sollen bis zum Jahr 2024 auf dem Gebiet der KI besetzt werden, schreibt das Fachmagazin Forschung & Lehre. Jährlich könnten damit „sechs Professorinnen und Professoren speziell für dieses Gebiet nach Deutschland kommen“. Gesucht würden international führende Forscher. Die Alexander von Humboldt-Stiftung wolle damit zur nationalen KI-Strategie der Bundesregierung beitragen.
Weltraum: Eine Künstliche Intelligenz zur Erkennung und Untersuchung von „mysteriösen“ Signalen aus dem All hat ihre erste Entdeckung gemacht, schreibt die britische Zeitung Metro. Ein australischer Astronom der Swinburne University habe das automatisiertes System zum Auffinden von sogenannten Funkstößen gebaut. Was diese Impulse verursacht, darüber rätseln Wissenschaftler seit langem. Es könne sich zum Beispiel um Schwarzen Löcher handeln, heißt es.
Politik
Kriminalität: KI soll Ermittlern in NRW helfen, die Datenflut an Kinderpornografie zu bewältigen, schreibt die dpa. Justizminister Peter Biesenbach habe dazu in Düsseldorf ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Microsoft vorgestellt. Kinderpornografie sei neben Waffen und Drogen das Hauptkriminalitätsfeld im Darknet.
Gesellschaft
Interview: Künstliche Intelligenz generiert unendlich viel neue Arbeit, sagt die Buchautorin und Microsoft-Mitarbeiterin Mary Gray im Gespräch mit der NZZ. Die wenigsten wüssten, dass KI den Menschen braucht, um zu lernen – zum Beispiel bei der Zuordnung von Bildern. Und das werde sich auch niemals ändern, so Gray.
Porträt: Der Software-Hersteller Zynaptiq aus Hannover nutzt KI-Tools, um audiovisuelle Daten zu untersuchen und zu verarbeiten. Die Produkte der Firma könnten nicht nur Musikproduzenten, sondern auch Forensikern neue Möglichkeiten eröffnen, schreibt Heise in einem Artikel für seine Plus-Abonnenten.
Startups
Expertenmeinung: Fintechs könnten Künstliche Intelligenz viel mehr nutzen, als sie es bisher machen, schreibt Joe DeCosmo in einem Fachbeitrag für Forbes. DeCosmo ist Chief Analytics Officer beim US-Analyse-Unternehmen Eonova. Seiner Meinung nach sind sich die meisten Fintechs der Vorteile von KI bewusst und experimentierten zum Beispiel bei Chatbots damit. Aber sie seien noch weit davon entfernt, ganze Geschäftsprozesse systematisch zu transformieren.
Seedfunding: Das US-Startup Voxel51 hat in einer Finanzierungsrunde zwei Millionen US-Dollar von Investoren eingesammelt. Laut Techcrunch entwickelt das Startup eine KI, die zum Beispiel Menschen und Fahrzeuge in Videos identifizieren kann. Dabei nutze das System nicht nur eine einfache Bilderkennung, sondern untersuche auch die Bewegungen der Objekte in einem bestimmten zeitlichen Verlauf.
Dating und KI: Ein US-Startup will die Partnersuche im Internet mit Hilfe von KI und Sprachtechnik verbessern, schreibt Heise. Dafür habe die Firma AIMM eine Dating-App entwickelt. Dazu gehöre ein Assistent mit weiblicher Stimme, der Informationen der Nutzer abfragt und Tipps gibt, „wie man das erste Telefonat mit dem potenziellen neuen Partner führen und wie das erste Treffen aussehen sollte“.
Medizin
Forschung: Die Universitäten Hamburg, Lübeck, Kiel und Bremen planen ein gemeinsames Kompetenzzentrum für KI in der Medizin, schreibt das Ärzteblatt. Zusammen mit dem Uniklinikum Schleswig-Holstein und den jeweiligen Landesregierungen solle an intelligenten Gesundheitssystemen geforscht werden. In diesen Tagen wolle der Forschungsverbund den Hauptantrag für einen Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie einreichen, um das Projekt zu fördern.
Gesundheit: Der National Health Service in Großbritannien richtet ein KI-Forschungslabor ein. Das bericht die BBC. Mit Hilfe der Einrichtung solle die Versorgung von Patienten verbessert werden. Der britische Gesunheitsminister Matt Hancock habe angekündigt, 250 Millionen Pfund (266 Millionen Euro) für KI im Gesundheitswesen ausgeben zu wollen.
Longread
Gesichtserkennung: Wenn die Kamera im Supermarkt einen Kunden als verdächtig identifiziert, geht ein Mitarbeiter auf die Person zu und bittet sie hinaus – so funktioniert das System eines britischen Supermarktbesitzers, über den der Guardian berichtet. Ladendiebstahl werde in Großbritannien kaum noch verfolgt, die Polizei habe zu wenig Kapazitäten, Shopbetreiber zeigten viele Fälle gar nicht mehr an, womöglich sei das ein Grund für die steigende Nachfrage nach Gesichtserkennung, so der Guardian.
Mitarbeit: Steve Haak
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