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KI-Briefing.de - Ausgabe #42

Revue
 
 

KI-Briefing.de

5. August · Ausgabe #42 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de.
mein Tipp diese Woche ist eine Geschichte der Financial Times über die von Elon Musk und Peter Thiel initiierte Forschungsgruppe OpenAI: The billion-dollar bet to reach human-level AI. OpenAI hat gerade erst eine Finanzspritze von einer Milliarde US-Dollar von Microsoft bekommen.
Und wer keine Zeit hat, die ganze Geschichte zu lesen, sollte wenigstens den Kasten am Ende einmal anschauen: „AI curve steeper than Moores Law“. Darin beschreibt OpenAI-Chairman Greg Brockman die rasante KI-Entwicklung. Heute seien die fortschrittlichsten KI-Systeme 300.000 Mal stärker als die besten Systeme in 2012. Hätte es die gleiche Entwicklung bei Batterien gegeben, würden diese heute nicht mehr nur einen Tag halten, sondern 800 Jahre. Und ginge die Entwicklung noch mal fünf Jahre in der gleichen exponentiellen Kurve so weiter, hätten die Batterien eine Laufzeit von 100 Millionen Jahre.
Schade, dass es die Entwicklung für Smartphone-Batterien nicht gibt. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, Ihr Nikolaus Röttger
Politik
KI-Strategie: Mindestens acht EU-Staaten benötigen mit der Ausarbeitung mehr Zeit als von Brüssel veranschlagt. Kroatien, Zypern, Ungarn, Slowenien und Spanien werden ihre KI-Strategie laut EUobserver statt Mitte 2019 erst Ende des Jahres veröffentlichen können. Die Niederlande im September oder Oktober dieses Jahres, Österreich im Herbst und Irland habe „vom letzten Quartal 2019“ gesprochen. Bei weiteren Ländern wie Italien, Polen, Bulgarien, Griechenland und Malta sei unklar, wann ihre nationalen KI-Pläne abgeschlossen sein werden, heißt es.
Neue Abteilung: Das Wirtschaftsministerium hat seit dem vergangenen Donnerstag eine Stabsstelle Künstliche Intelligenz, berichtet Business Insider. Die neugeschaffene Abteilung werde von Marco-Alexander Breit geführt, einem engen Vertrauten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Für Altmaier sei die Künstliche Intelligenz das wichtigste Wirtschafts- und Wettbewerbsthema der kommenden Jahre, heißt es.
Medizin
Krebs, Nierenversagen, Alzheimer: Künstliche Intelligenz kann Ärzte bei der Diagnose von Krankheiten unterstützen. Wie sie das machen kann und in welchen Bereichen die Technologie am stärksten erforscht wird, hat das Wissenschaftsmagazin New Atlas zusammengetragen. Der Autor schreibt, auch wenn die Zeit der KI-Ärzte komme, werde die Technologie in naher Zukunft vermutlich eher eine ergänzende Rolle spielen.
Intensivmedizin: Deepmind hat ein KI-System vorgestellt, das akutes Nierenversagen vorhersagen kann, schreibt Heise und beruft sich auf einen Beitrag im Fachmagazin Nature. Die KI könne die Störung bis zu 48 Stunden früher als herkömmliche Verfahren und mit einer Genauigkeit von knapp 90 Prozent erkennen. Das System bestehe aus einem Neuronalen Netz, das die Entwickler mithilfe von Deep Learning auf der Basis von elektronischen Gesundheitsdaten von über 700.000 US-Patienten trainierten.
Sport
Fußball und KI: Ein Beratungsunternehmen aus Madrid verwendet Algorithmen für Fußballvereine und deren Spieler, schreibt Forbes. Olocip sei der Name der Firma und mit KI helfe sie dabei, „die besten Entscheidungen“ in Bezug auf Spielstrategie, Spielersuche und Verletzungsprävention zu treffen. Der leitende Datenwissenschaftler der Firma ist der Meinung, dass KI einen Vorteil gegenüber der deskriptiven Datenanalyse beim Aufspüren von Spielern habe.
Wissenschaft
KI und Flugpreise: Forscher der University of Illinois at Urbana-Champaign wollen Fluggesellschaften mit KI unterstützen, um die Preisberechnung für Gepäck und Sitzplatzreservierungen zu verbessern. Da bei günstigen Flügen oft Extras wie zusätzliches Gepäck teuer seien, würden Passagiere denken, dass sich Fluggesellschaften daran bereicherten, so die Forscher bei ScienceDaily. Intelligente Preismodelle könnten dabei helfen, die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen und gleichzeitig die Einnahmen der Fluggesellschaften zu steigern.
Multitasking: Chinesische Forscher haben einen Computerchip entwickelt, der auf zwei KI-Systemen aufbaut, schreibt die FAZ. Die von den Wissenschaftlern verwendeten Ansätze seien Künstliche Neuronale Netze und Gepulste Neuronale Netze. Der Chip könne zwischen beiden Modi umschalten. Ihre Erfolge demonstrierten die Wissenschaftler an einem autonom fahrenden Fahrrad, das Hindernissen ausweichen könne und nebenbei auf Befehle höre.
Unmanned bicycle equipped with Tianjic chip
Gesellschaft
Porträt: Per KI sind bereits Gemälde, Musikalben und Drehbücher entstanden, schreibt der NDR. Ob KI-Systeme wirklich kreativ sein können, wollte NDR-Info-Redakteur Marc Hoffmann herausfinden und hat einen Musiker, der mit Künstlicher Intelligenz arbeitet, in seinem Studio besucht. 
Longread
Buchauszug: „Welche Grenzen setzen wir Künstlicher Intelligenz?“, fragt der Medienpädagoge Michael Brendel in seinem Buch „Künftige Intelligenz: Menschsein im KI-Zeitalter“, aus dem Heise einen Auszug veröffentlicht hat. Die Zeit für die Frage nach den Grenzen dränge. „Denn für eine Positionierung könnte es zu spät sein, wenn in möglicherweise nicht allzu ferner Zukunft starke KI-Systeme am Horizont erscheinen.“ Wenn Maschinen erst einmal so intelligent seien wie Menschen, könnte eine völlige Entgrenzung unaufhaltbar sein.
Mitarbeit: Steve Haak
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