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KI-Briefing.de - Ausgabe #40

Revue
 
 

KI-Briefing.de

22. Juli · Ausgabe #40 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Herzlich Willkommen zum neuen KI-Briefing.de.
Nutzen Sie FaceApp, die App, mit deren Hilfe Sie Ihr Gesicht altern lassen können? Dann haben Sie vielleicht auch die Warnungen vor dem Programm mitbekommen: Datenschützer kritisieren die App scharf, weil User die Rechte an Ihren Fotos abgeben würden. Einen Artikel von Zeit Online dazu finden Sie unten in den Nachrichten. Zusätzlich möchte ich Sie auf einen Text in der WIRED aufmerksam machen: Think FaceApp is scary? Wait till you hear about Facebook.
Einen der besten Texte zu Elon Musks Firma Neuralink, die an einem Gehirn-Computer-Interface arbeitet, finden Sie übrigens auch bei WIRED. Autor Adam Rogers erläutert unter anderem, wer noch an solchen Interfaces arbeitet und warum die Hardware von Neuralink beeindruckend sei. Sein Fazit: „The hardware could indeed be a leap forward for research.“ 
Einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, Ihr Nikolaus Röttger
Politik
Ursula von der Leyen: Die neue EU-Kommissionspräsidentin will in den ersten 100 Tagen in ihrem Amt eine KI-Strategie erarbeiten. Dabei wolle sie Regeln zu menschlichen und ethisches Akpekten beim Umgang mit Künstlichen Intelligenzen erarbeiten, schreibt Netzpolitik-Autorin Anna Biselli. Auch wenn die EU-Kommission bei einer Expertengruppe bereits Empfehlungen in Auftrag gegeben habe, die im Juni vorgestellt wurden, sei das Vorhaben von der Leyens ambitioniert.
KI und Arbeitsplätze: Die britische Regierung investiert 100 Millionen Pfund in die Umschulung von Arbeitnehmern, deren Job durch KI wegfällt. Laut Forbes soll das Programm den Menschen helfen, neue Fähigkeiten zu erlernen, die im digitalen Zeitalter benötigt würden.
Asylpolitik und KI: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge führt ein Pilotprojekt zur Suche nach auffälligen Geflüchteten per KI durch. Laut Netzpolitik wird das System mit anonymisierten Anhörungsprotokollen aus Asylverfahren trainiert. „Derzeit mag die Software Ausländer nur nach ‘Sicherheitshinweisen’ rastern“, schreiben die Autoren. Der Einsatzzweck lasse sich aber leicht erweitern. So bestehe die Gefahr, dass Entscheidungen über die „Bleibeperspektive“ von Menschen künftig Maschinen überlassen werde.
Wirtschaft
Selbstfahrende Autos: BMW und der Tencent wollen ein Datenzentrum für autonome Fahrzeuge in China bauen, schreibt unter anderem die FAZ. Dafür haben beide Unternehmen ein Abkommen über die Kooperation vereinbart. China eigne sich besonders für die Entwicklung des autonomen Fahrens, sagte BMW-China-Chef Jochen Goller. Die chinesische Regierung gebe einen klaren Kurs vor, und es werde viel Geld in KI-Technologien investiert.
KI und Banken: Künstliche Intelligenz spielt in der Finanzdienstleistungsbranche eine immer größere Rolle, schreibt das Fachmagazin Marketing-Börse. Das liege an höherer Rechenleistung, der Verfügbarkeit von Daten und geringeren Kosten zur Datenspeicherung bei KI-gestützten Anwendungen. Das Magazin hat eine Studie zum Einsatz von KI in der Finanzdienstleistung ausgewertet.
Gesellschaft
Faceapp: Die Datenschutzbedingungen des russischen Bildbearbeitungsprogramms sind problematisch, schreibt Zeit Online. Wer die App nutzt, erlaube den Machern, „die dort erstellten Inhalte unbefristet, unwiderruflich, gebührenfrei und weltweit zu verwenden“. US-Politiker forderten jetzt sogar das FBI auf, zu prüfen, ob die Nutzung der App eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellt.
Interview: Die KI-Forschung braucht nicht nur mehr Frauen, sondern insgesamt mehr Diversität. Das sagt der australische Forscher Toby Walsh in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Man könne nicht einfach die Hälfte der Menschheit bei der Zukunftsgestaltung ausklammern, so Walsh. „Wenn nur weiße Männer daran arbeiten, werden bestimmte Fragen erst gar nicht gestellt.“ Die Daten, mit denen Computer heutzutage gefüttert werden, seien nicht neutral, sondern von Vorurteilen, Sexismus und Rassismus geprägt.
KI und Kunst: Künstliche Intelligenz wird immer öfter auch in Kunstateliers eingesetzt, schreibt Lead Digital. Durch KI ergäben sich für Künstler und Betrachter zwar neue Perspektiven. Gleichzeitig werfe die Technologie aber Fragen nach dem Urheber auf.
Wissenschaft
Klimawandel: Für den Kampf gegen den Erderwärmung wird nach jeder möglichen Lösung gesucht, schreibt die National Geographic. Das schließe auch Technologien wie KI ein. Wissenschaftler haben laut des Magazins kürzlich einen Fachartikel mit dem Titel „Bekämpfung des Klimawandels mit maschinellem Lernen“ veröffentlicht. In dem Bericht zeigten die Forscher dreizehn Felder auf, in denen Maschinelles Lernen eingesetzt werden könne - darunter Energieerzeugung, Verringerung von CO2, Solar-Geo-Engineering und Finanzen.
Startups
Arabesque S-Ray: Das britische Fintech-Startup bekommt prominente finanzielle Unterstützung aus Deutschland. Die Allianz, die Commerzbank, das Land Hessen und die Deutsche Bank haben laut Handelsblatt 18 Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt, das auch in Frankfurt am Main einen Sitz hat. Derzeit analysiere S-Ray mithilfe von Big Data und Künstlicher Intelligenz weltweit 7000 Firmen.
Japan und KI: Das asiatische Land sei eine KI-Entwicklungsland, sagte Softbank-Chef Masayoshi Son laut der Nikkei Asian Review. Im KI-Wettrennen liege Japan sogar hinter Indien und Südostasien. Ein Grund dafür könnte der demographische Wandel sein, schreibt das Magazin. Weil die Bevölkerung in Japan immer älter werde, fehle es an Jungunternehmen, die sich mit KI auseinandersetzten.
Mitarbeit: Steve Haak
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