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KI-Briefing.de - Ausgabe #37

Revue
 
 

KI-Briefing.de

1. Juli · Ausgabe #37 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de.
wie sieht Künstliche Intelligenz in Ihrer Vorstellung aus? Die Gesellschaft für Information wollte in einer repräsentativen Allensbach-Umfrage wissen, welche Science-Fiction-Figur unsere Vorstellung von KI geprägt hat. Auf Platz eins landete R2-D2, 20 Prozent der Befragten sehen den putzigen Star-Wars-Droiden als prägend an. Dann erst folgen der Terminator und Commander Data aus Star Trek mit je 17 Prozent, das sprechende und selbst fahrende Auto K.I.T.T aus Knight Rider entspricht der KI-Vorstellung von 16 Prozent der Befragten.
Schlaue Autos wie K.I.T.T. haben auch drei Bundesministerien jetzt in den Vordergrund gerückt und am Freitag einen Aktionsplan verabschiedet: „Forschung für autonomes Fahren“ heißt der Plan des Forschungs-, Wirtschafts- und Verkehrsministeriums. Das berichtet Heise.
Ich hoffe sehr, dass aus dem gemeinsamen Ansatz etwas wird, und es nicht nur beim Planen bleibt. Konkret mit Maßnahmen ausgestaltet werden soll die Idee nämlich erst in den nächsten Monaten, heißt es. Meine Sorge: Das kann dann auch schnell wieder verpuffen, sieht man ja an anderen KI-Ideen der aktuellen Bundesregierung. Im Herbst noch wollte sie 3 Mrd. Euro bis 2025 in eine neue KI-Strategie investieren, jetzt sind es offenbar nur noch 1 Mrd. Euro bis 2023, wie Netzpolitik berichtet, s.u. Das ist einfach viel zu wenig Geld, die Wahrheit ist: Wir können uns hierzulande diese Zögerlichkeit nicht leisten. Wir brauchen eine zukunftsfähige Vision von KI.
Ich hoffe, Sie starten dennoch beherzt in die Woche, bleiben Sie schlau. Ihr Nikolaus Röttger
Politik
Überwachung: Das Expertengremium der Europäischen Kommission für KI hat einen weiteren Bericht über die Entwicklung und den Einsatz der Technologie veröffentlicht, schreibt Jurist.org. Das Ziel der 33 Empfehlungen sei es, den Nutzen durch KI zu steigern und gleichzeitig die Risiken zu verringern. Die Experten mahnen in ihrem Bericht zur Vorsicht hinsichtlich der “Massenüberwachung von Personen”.
Weniger Geld: Im Haushaltsplan der Bundesregierung, der vergangene Woche vorgestellt wurde, sind Mittel für die KI-Förderung und zur Umsetzung der KI-Strategie beschlossen worden, schreibt Netzpolitik. Ursprünglich seien drei Milliarden Euro bis 2025 für KI vorgesehen gewesen. Jetzt plane die Regierung nur noch eine Milliarde Euro bis 2023. 500 Millionen Euro seien bereits im aktuellen Budget vorgesehen, “der Rest soll in 125-Millionen-Häppchen über die kommenden Jahre verteilt ausgeschüttet werden”.
Wirtschaft
Fachkräftemangel: Unternehmen weltweit suchen verzweifelt nach KI-Experten, schreibt Bloomberg. Vor allem Machine-Learning-Entwickler seien gefragt. Dieser Beruf führt demnach auch die Liste der bestbezahlten Gehälter im KI-Bereich an. Ein ML-Programmierer verdiene im Schnitt rund 143.000 US-Dollar pro Jahr.
KI im Marketing: KI hat sich beim Schreiben von bestimmten Werbeinhalten als äußerst effektiv erwiesen, schreibt Alp Mimaroglu in einem Gastbeitrag für Entrepreneur Europe. Mimaroglu hat Unternehmen wie Salesforce und Symantec bei der Umgestaltung des digitalen Marketings unterstützt. In seinem Artikel nennt er drei Beispiele, wie KI den Vertrieb und das Marketing von Unternehmen grundlegend verändert hat
Gesellschaft
KI im Alltag: Künstliche Intelligenz wird nicht nur in der Industrie eingesetzt, sie begegnet uns auch immer mehr im täglichen Leben, schreibt Telekom-Service-Geschäftsführer Ferri Abolhassan in einem Gastbeitrag für Der Bank Blog. Die Technologie mache unser Leben in vielen Bereichen einfacher und komfortabler, so Abolhassan. In seinem Artikel nennt er acht Beispiel.
Zitate: “KI wird wahrscheinlich zum Ende der Welt führen, aber in der Zwischenzeit wird sie großartige Unternehmen hervorbringen”, lautet eine Aussage von OpenAI-Chef Sam Altman. Auch Stephen Hawking hatte sich darüber Gedanken gemacht, wie wir mit Künstlichen Intelligenzen zusammenleben werden. Noch mehr KI-Zitate von bekannten Personen gibt es auf Forbes.
Wissenschaft
KI packt Kisten: Forscher der Rutgers University in New Jersey haben einer KI beigebracht, einen Roboterarm zu steuern, der Produkte in Kisten packt. Das System verwende visuelle Daten und einen einfachen Saugnapf zum Aufnehmen und Verschieben von Objekten. Mit der Technologie könnten Unternehmen Zeit und Geld sparen, schreiben die Wissenschaftler.
Robust Product Packing for Warehouse Automation
Startups
Minifabriken: Das US-Startup Bright Machines hat seinen ersten Fertigungsroboter auf den Markt gebracht, schreibt Techcrunch. Das System ist etwas größer als ein Kühlschrank und kann elektronische Bauteile per KI automatisch auf Leiterplatten montieren. Das Startup aus San Francisco hatte im vergangenen Jahr in einer Finanzierungsrunde 179 Millionen US-Dollar eingenommen.
Medizin
KI-Doktor: Den Einsatz von KI in der Medizin sollten Ärzte als das sehen, was er ist: eine Chance, keine Bedrohung, schreibt Zeit-Autor Jan Schweitzer. Denn Computer könnten die Mediziner entlasten und ihnen mehr Zeit für ihre Patienten verschaffen. US-amerikanische Radiologen hatten prognostiziert, dass sich ihr Fachbereich in den nächsten Jahren entscheidend verändern werde, weil Computer den Medizinern Arbeit abnähme.
Entwicklung
Programmierung: Google hat ein neues Angebot veröffentlicht, das den Einsatz von Machine-Learning-Projekten in der Google Cloud vereinfachen soll, schreibt Heise. Das Projekt heiße Deep Learning Containers und befinde sich in der Betaphase. Entwickler könnten auf vorinstallierte und fertig konfigurierte Umgebungen zugreifen, offline bearbeiten und anschließend in der Cloud laufen lassen.
Mitarbeit: Steve Haak
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