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KI-Briefing.de - Ausgabe #36

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KI-Briefing.de

24. Juni · Ausgabe #36 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de.
Diese Woche möchte ich Ihnen vor allem ein Handelsblatt-Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel empfehlen. Auf die Frage, ob es für sie eine ethische rote Linie in Sachen KI gebe, antwortete die Kanzlerin: „Der Mensch muss immer die Oberhand behalten und im Zentrum der Überlegungen stehen. Insbesondere im Bereich KI müssen wir uns stets fragen: Tun wir etwas, weil es richtig ist oder nur, weil es möglich ist? Dann sind KI-Innovationen möglich, die vielen Menschen nützen.“
Eine Regulierung in ethischen Fragestellungen im Bereich KI müsste aber auf europäischer Ebene ansetzen. Andernfalls gebe es nationale Alleingänge, und damit sei niemandem geholfen, so die Kanzlerin in dem Interview.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, beste Grüße, Nikolaus Röttger
Gesellschaft
Deepfakes 1: Mit KI erstellte Politikervideos bedrohen die Demokratie, schreibt der Guardian. “Wir müssen die Leute aufklären, bevor Deepfakes die Wahlen beeinflussen”, zitiert die Zeitung eine politische Aktivistin. In dem Artikel werden Beispiele für aktuelle Deepfakes gezeigt.
Deepfakes 2: Im vorletzten KI-Briefing ging es unter anderem um eine KI, die Portraits und Gemälde wie das der Mona Lisa in Bewegtbilder umwandeln kann. Jetzt sind Forscher des Samsung AI Centers und des Imperial College London noch einen Schritt weitergegangen, schreibt The Register. Die Wissenschaftler haben per KI Portraits das Sprechen beigebracht. 
KI in der Gastronomie: MIT-Wissenschaftler haben ein neuronales Netzwerk entwickelt, das Lebensmittel erkennt, schreibt unter anderem Futurezone. Dabei erkenne die KI die Zutaten auf einer Pizza durch bloßes Hinsehen und könne sogar den Herstellungsprozess nachvollziehen. In einigen Jahren könne eine Künstliche Intelligenz dann selbst eine Pizza zubereiten, kochen und servieren, so das Magazin.
Störende KI: Künstliche Intelligenzen erleichtern nicht nur das Leben der jeweiligen Nutzerin oder des Nutzers, sie können andere Leute auch nerven. Das schreibt Techcrunch-Autor James Glasnapp in seinem Artikel. Als Beispiel nennt er unter anderem einen KI-Assistenten, der für Terminvorschläge mit mehreren Mitgliedern ständig E-Mails an die Teilnehmer verschickt. „Das Ziel sollte es doch eigentlich sein, diese anderen Nutzer so zu begeistern, dass sie den KI-Assistenten ebenfalls verwenden wollen“, schreibt Glasnapp. Deshalb sollten Entwickler gut überlegen, ob ihre Programme für jeden nützlich seien.
eSport: Eine KI berechnet in Echtzeit, welcher Charakter im Computerspiel DOTA 2 als Nächstes sterben wird. Das berichtet Deutschlandfunk Nova auf seiner Website. Ein Forschungsteam an der Universität York habe die Software entwickelt, die bei eSport-Wettkämpfen helfen könne, die richtigen Kameraeinstellungen zu finden. Auch bei anderen Live-Übertragungen wie bei Formel-1-Rennen könne die KI “den Produzenten und Kommentatoren […] Hinweise darauf geben, wo als nächstes ein Überholmanöver passieren kann.”
Wissenschaft
Bildanalyse: Neurobiologen am Max-Planck-Institut haben neuronale Netzwerke darauf trainiert, Nervenzellen anhand von Mikroskopbildern erkennen und voneinander unterscheiden zu können. Die KI könne die Zellen je nach ihrem Aussehen unterschiedlichen Zelltypen zuordnen, schreiben die Forscher. Mit Hilfe der KI könnten Bilddaten schneller verarbeitet werden.
Machine Learning: Um die Gefahr durch Erdbeben einzuschätzen, verwenden Seismologen Unmengen an historischen Erdbeben- und Bodenbewegungsdaten. Diese seien oft nicht vollständig, schreibt der Datenwissenschaftler Sabber Ahamed auf Towards Data Science. In seinem Artikel zeigt er auf, wie mit Hilfe von Algorithmen und Machine Learning die Daten vervollständigt werden können.
Startups
Navigator: Die ehemaligen Mailbox-Entwickler haben eine neue App vorgestellt, die die Organisation von Team-Meetings per KI vereinfachen soll. Das schreibt Caschys Blog. Der intelligente Assistent heißt Navigator. In ihrer Series-A-Runde nahmen die Entwickler 12 Millionen US-Dollar ein, berichtet Techcrunch.
Medizin
Neurologie: Forscher des MIT haben eine Methode entwickelt, um neurologische Erkrankungen per KI besser als bisher erkennen zu können. Dafür nutzen die Wissenschaftler Bilder des Gehirns von Patienten, die per MRT erstellt wurden und trainieren damit die Künstliche Intelligenz. So ließen sich Erkrankungen und Störungen wie Alzheimer und Multiple Sklerose vorhersagen.
Malaria: Mit einer vorgefertigten Modellkomponente für Tensorflow demonstriert der Wissenschaftler Satsawat Natakarnkitkul, wie das ML-Framework für das Erkennen von Malaria verwendet werden kann. In seinem Artikel auf der Wissenschaftsplattform Towards AI schreibt er, so könne die Arbeitsbelastung von Laboranten in Regionen mit begrenzten Ressourcen verringert und die diagnostische Genauigkeit verbessert werden.
Mitarbeit: Steve Haak
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