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KI-Briefing.de - Ausgabe #35

Revue
 
 

KI-Briefing.de

17. Juni · Ausgabe #35 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de.
„Was hast du denn nur?“ Wer gerade erst Mutter oder Vater geworden ist, hat diese Frage vielleicht schon das ein oder andere Mal seinem Neugeborenen gestellt.„Warum weinst du denn? Tut dir etwas weh? Hast du Hunger? Bist du müde?“
Erfahrenere Eltern kennen die richtige Antwort meist, allen anderen kann dabei bald auch KI helfen: US-Forscher von der Northern Illinois University haben eine Software entwickelt, die zwischen normalem und abnormalem Weinen von Babys unterscheiden kann. Die Spracherkennung kann also erkennen, ob es einem Kind gut geht oder nicht, wie unter anderem Newsweek berichtet.
Ob es der KI-Strategie in Deutschland gut geht, diskutiert die Kanzlerin am heutigen Montag mit den Sozialpartnern beim 10. „Zukunftsgespräch“ auf Schloss Meseberg. Die Arbeitgeber haben schon mal im Vorfeld eine schnellere Umsetzung der Strategie gefordert, wie das Handelsblatt berichtet. Beim Treffen geht es um Fragen wie: Welche Auswirkungen hat KI auf Unternehmens- und Arbeitsprozesse? Welche Chancen bietet die Technologie? Wie können die Tarifpartner die Einführung von KI-Technologie mitgestalten?
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche, bleiben Sie schlau,
Ihr Nikolaus Röttger
Politik
China: Das Land hat Richtlinien für den Einsatz von KI beschlossen, berichtet Heise. Darin werde gefordert, dass “menschliche Privatsphäre, Würde, Freiheit, Autonomie und Rechte ausreichend respektiert” würden. Die Richtlinien zeigten, dass China eine Gesprächsbereitschaft zu diesen Themen zeige, schreibt das Magazin. 
Forderung: In Deutschland gibt es keine klare KI-Strategie, kritisiert der Vorsitzende des KI-Bundesverbands Jörg Bienert. Es gebe zwar mehr als 77 Einzelmaßnahmen, aber deren Umsetzungen seien unklar. Die Koordinierung der Aktivitäten sei entscheidend. Darum habe Bienert einen nationalen Datenspeicher vorgeschlagen, der allen Beteiligten bereitgestellt werden sollte. Mehr dazu bei Heise.
Beschränkungen: Die Grünen fordern klare Grenzen für den Einsatz von KI, schreibt die FAZ. Der Hamburger Justizsenators und Grünen-Politiker Till Steffen fordere in einer Beschlussvorlage für die in Lübeck-Travemünde stattfindende Justizministerkonferenz, dass “die Festlegung von ‘roten Linien’ Bestandteil der Regulierung von KI durch die EU-Kommission wird”. Konkret geht es laut FAZ unter anderem um Beschränkungen beim Einsatz autonomer Waffen.
Wirtschaft
KI in der Industrie: Natürlich gehören zu den führenden Unternehmen in der KI-Forschung vor allem Unternehmen wie Google und Microsoft, aber Bosch holt auf. „Bosch habe vielleicht die besten Chancen, sich unter den besten Arbeitgebern in der KI-Forschung zu etablieren", sagt ein nicht namentlich genannter KI-Professor der FAZ .
Internationaler Vergleich: Passend dazu hat das Magazin Elektronik Praxis einen Beitrag einer Fachkonferenz übersetzt und veröffentlicht, der die KI-Technologien aus Deutschland mit denen anderer Länder vergleicht. Der Autor kommt zu dem Ergebnis: Deutschland liege beim Thema KI und Machine Learning zurück. Um aufzuholen, sollten KI-Startups stärker unterstützt werden.
Interview: An der KI-Entwicklung sind kaum schwarze Menschen beteiligt. Das sagte die KI-Forscherin Mutale Nkonde in einem Interview mit SPON. Die Quoten schwarzer Mitarbeiter bei Tech-Unternehmen seien gering. Um das zu ändern, entwickle sie derzeit ein Tool, das in Unternehmen messen soll, ob es dort eine konkrete Strategie gibt, gegen Rassismus vorzugehen.
Digitalisierung: Eine KI hilft beim Werkstoffhändler Thyssenkrupp Materials Services künftig dabei, “Transportwege besser zu planen und den Transport Tausender Tonnen Material pro Jahr damit einzusparen”. Das schreibt t3n. Die KI unterstütze die Mitarbeiter dabei, die “rund 14 Millionen Auftragspositionen” weltweit effizienter zu verarbeiten und zu analysieren als bisher.
KI für die Bahn: Der Hardware-Hersteller Syslogic hat den laut eigenen Angaben ersten KI-Computer für die Bahnindustrie auf den Markt gebracht. Der Rechner könne unter anderem zur Unterstützung von teilautonomem Fahren von Zügen und zur technischen Überwachung genutzt werden.
KI in der Versicherung: Der Rückversicherer Munich Re erwartet einen bedeutenden Umbruch durch KI in der Branche, schreibt die Süddeutsche. Der Chef des Segments KI bei dem Unternehmen sagte: “Das wird schneller kommen als angenommen und es wird die gesamte Wertschöpfungskette beeinflussen.” Die Munich Re nutzt die Technologie laut Süddeutsche in der Schadensbearbeitung und der Risikoanalyse. 
Ethik: Die G20-Staaten haben sich auf Prinzipien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz verständigt. Das schreibt unter anderem Zeit Online. Wer KI einsetze oder entwickele, “sollte die Rechtsgrundsätze, Menschenrechte und demokratische Werte respektieren”, heiße es in einer Erklärung. KI-Systeme dürften keine unzumutbaren Sicherheitsrisiken darstellen.
Gesellschaft
Fake News: Wie leicht KI zur Verbreitung von Falschnachrichten eingesetzt werden kann, hat die New York Times getestet. Dafür haben die Redakteure Textgeneratoren von OpenAI und des Allen Institute for AI mit einem einfachen Satz gefüttert. Die KI hat dann ergänzt. “Die Ergebnisse reichten von unsinnig bis wenig glaubwürdig”, schreibt die Zeitung. Es sei jedoch leicht vorstellbar, dass sich die Systeme schnell verbessern werden.
Cyber-Angriffe: Wir sind weit davon entfernt, KI als Allheilmittel gegen Angriffe aus dem Internet bezeichnen zu können. Das schreibt Amit Sinha, CEO des IT-Sicherheitsunternehmens Zscaler, in der Forbes. Dennoch könne KI eine wichtige Ergänzung bei der Abwehr von “Cyber-Bedrohungen” sein. Denn bei Angriffen zum Beispiel durch Phishing sei eine KI gut geeignet, weil die Bilderkennung dabei eine Rolle spiele.
Mitarbeit: Steve Haak
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