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KI-Briefing.de - Ausgabe #32

Revue
 
 

KI-Briefing.de

20. Mai · Ausgabe #32 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hi zum KI-Briefing.de.
Zwei Dinge sollte man regelmäßig tun, wenn man sich mit Technologien wie Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Zum einen, das ist ziemlich klar: mit Experten sprechen, Vorträge hören, sich weiterbilden, die Entwicklungen verfolgen. Zum anderen sollte man zwischendurch genau das Gegenteil tun und mit Nicht-Experten sprechen, also die Tech-Filterblase und den KI-Elfenbeinturm auch mal verlassen, um zu verstehen, was jene umtreibt, die sich nicht täglich mit KI auseinandersetzen.
Ja, ich halte letzteres für wichtig und bin am Sonntag darum zu einer solchen KI-Info-Veranstaltung gegangen. Seither denke ich über die Widersprüchlichkeit nach, die uns Menschen inne wohnt. Einerseits haben wir Angst vor Datensammelwut, andererseits hoffen wir, dass ein Daten auswertender Algorithmus besser Krankheiten erkennen kann als unser Arzt. Einerseits wollen wir unser Schicksal nicht in die Hände von Algorithmen legen, andererseits googeln wir nach Antworten. Einerseits hören wir von Sicherheitslücken wie bei WhatsApp, andererseits nutzen wir den Messenger einfach weiter.
Mit WhatsApp beschäftigt sich diese Woche auch Sebastian Matthes, Digitalchef und Stellvertreter des Chefredakteurs beim Handelsblatt, in seinem neuen, sehr empfehlenswerten Podcast Handelsblatt Disrupt. Mit dabei in der ersten Ausgabe ist Daniel Wiegand, Gründer des Flugtaxi-Unternehmens Lilium aus Bayern. Genauso wie Getyourguide-CEO Johannes Reck. Beides erfolgreiche Startup-Gründer, die zeigen, dass auch aus Deutschland digitales Unternehmertum kommt.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dem neuen KI-Briefing.de. Bleiben Sie schlau, einen guten Start in die Woche, Ihr Nikolaus Röttger
KI in Zahlen
70 Millionen: So viele verschiedene Whisky-Rezepte soll eine KI erzeugen können, die das finnische IT-Unternehmen Fourkind und Microsoft entwickelt haben. Laut t3n arbeite eine schwedische Brennerei mit den beiden Firmen zusammen. Die wolle ein erstes von der KI kreiertes Produkt im Herbst 2019 auf den Markt bringen.
Gesellschaft
We need to talk, AI: Mit ihrem gleichnamigen Comic wollen die beiden Autorinnen den Zugang zum Thema KI vereinfachen, schreibt die Süddeutsche. Die Daten-Wissenschaftlerin Julia Schneider und die Grafikerin Lena Kadriye Ziyal beantworteten auf 56 Seiten, was KI sei und welche Chancen und Gefahren von ihr ausgehe.
Wirtschaft
Automatisierung: Der Einsatz von KI in deutschen Unternehmen hat in den vergangenen 12 Monaten weiter zugenommen, schreibt Elektronik Praxis. Das Fachmagazin beruft sich auf eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC. Die drei häufigsten Einsatzszenarien von KI seien bei der Automatisierung von IT-Prozessen, im Bereich Sales- und Marketing sowie in der Personalplanung. Deutschland schließe beim KI-Einsatz zu anderen westeuropäischen Ländern auf, heißt es.
China 1: Microsoft hat am vergangenen Mittwoch sein KI-Forschungszentrum in Shanghai eröffnet. Laut der chinesischen Tageszeitung Globaltimes hat der Konzern fast 300 Bewerbungen von Unternehmen erhalten, die in dem Labor forschen wollen. Microsoft habe sich für 21 Startups aus Shanghai entschieden.
Aus- und Weiterbildung: Microsoft will in den nächsten drei Jahren bis zu 15.000 seiner Mitarbeiter weltweit mit KI-Kenntnissen ausstatten. Dafür ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit der Bildungsorganisation General Assembly (GA) eingegangen. Der Konzern will laut eigenen Aussagen Qualifikationslücken in den schnell wachsenden Bereichen KI, Cloud-Computing und Maschinelles Lernen schließen.
Smart Home: Der südkoreanische Tech-Konzern LG hat einen eigenen AI-Chip für seine IoT-Produkte entwickelt. Laut Techcruch enthalte der Prozessor Komponenten, die Deep-Learning-Algorithmen in Smart-Home-Geräten des Herstellers verbessern werde – darunter in Geräten wie Staubsaugerroboter, Waschmaschinen, Kühlschränke und Klimaanlagen.
Startups
Barrierefreiheit: Sieben Startups bekommen eine Förderung im Rahmen des Microsoft-Programms AI for Accessibility, schreibt Techcrunch. Jedes der Unternehmen erhalte Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Produkte zur Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen und Bargeld. Das Fünfjahresprogramm sei mit einem Volumen von 25 Millionen US-Dollar 2018 gestartet.
Gesundheitswesen: Das US-Medizin-Startup Health at Scale hat in seiner Series-A-Runde 16 Millionen US-Dollar erhalten. Einziger Investor ist laut Techcrunch Optum, eine Tochter des Versicherers UnitedHealth Group. Health at Scale will mit Algorithmen Patienten an Ärzte vermitteln, um eine bestmögliche Behandlung sicherzustellen.  
China 2: Das Startup YITU Technology hat eine Gesichtserkennungs-Software entwickelt, mit der Personen innerhalb weniger Sekunden identifiziert werden können. Das KI-System nutze eine Datenbank, in der mehrere Milliarden Personen registriert seien, schreibt CNBC. Das Unternehmen, das mit 2 Milliarden US-Dollar bewertet werden, wolle sein Produkt jetzt in andere Länder verkaufen.
Wissenschaft
Kommunikation: Ein Student der Brown University hat einen Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe Roboter Handschrift nachahmen können. Der Algorithmus verwende Deep-Learning-Netzwerke, schreibt die Universität auf ihrer Webseite. Das ermögliche Robotern, Buchstaben mit Strichmustern zu schreiben, die denen menschlicher Handschriften ähneln.
Teaching Robots To Draw
6G: Während der Start der 5G-Netze vorbereitet wird, untersuchen Forscher die Faktoren hinter dem Mobilfunkstandard der sechsten Generation, schreibt Heise. Der geplante Nachfolgestandard von 5G werde verstärkt auf Maschinelles Lernen setzen.
Feldroboter: Die Fachhochschule Aachen entwickelt einen KI-gestützten Roboter, der Unkraut vernichten soll. Laut Deutschlandfunk könne der Roboter über Felder fahren und das Unkraut mithilfe von Elektroschocks abtötet. Per KI könne das System schädliche Pflanzen von Nutzpflanzen unterscheiden.
Origami: Forscher haben in den Knickmustern von zerknüllter Folie mit Hilfe von KI eine Systematik erkannt. Das schreibt die FAZ in einem Artikel. Die Erkenntnisse könnten helfen, Faltungsprozesse in der Natur besser als bisher zu verstehen – etwa bei Proteinen und DNA-Molekülen.
Longread
Portrait: Facebook-CTO Mike Schroepfer entwickelt mit seinem Team KI-Tools, um das Soziale Netzwerk von Hass-Posts und Fake-News zu befreien. Die New York Times hat ein Portrait Schroepfers veröffentlicht. Darin beschreibt die Zeitung unter anderem, wie mühsam die Suche nach KI-Experten für den Facebook-CTO war. 
Mitarbeit: Steve Haak
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