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KI-Briefing.de - Ausgabe #3

Revue
 
 

KI-Briefing.de

12. Oktober · Ausgabe #3 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Guten Tag und herzlich Willkommen!
Seinen Blick auf die leise Revolution der Künstlichen Intelligenz schildert Google-Chef Sundar Pichai in der aktuellen WIRED. Und wenn Sie nur eine KI-Geschichte diese Woche lesen wollen, dann bitte diese.
Zum einen wollen Sie als KI interessierte Leserin oder Leser vermutlich wissen, wie der Chef einer der mächtigsten KI-Firmen die Zukunft sieht. Zum zweiten erklärt die Geschichte, was KI in der Medizin leisten kann, vor allem in Regionen, in denen nicht an jeder Ecke ein Arzt sitzt. Und zum dritten piekst der Text, jedenfalls bei mir, sofort das Einerseits-Andererseits-KI-Dilemma an. Das geht so: Ja, einerseits, was für eine großartige Vision, dass eine KI beim Blick ins Auge sowohl Diabetes diagnostizieren als auch das Risiko für Herzinfarkte ausrechnen kann. Andererseits aber, ohgottohgottohgott, die KI erkennt im Auge auch, ob jemand raucht, welches Geschlecht er oder sie hat - und was überwacht sie denn noch alles?
Wir müssen dieses Dilemma leider aushalten. Künstliche Intelligenz geht nicht mehr weg; sie ist wie Elektrizität, einfach da. Sie wird unser Leben und unsere Gesellschaft verändern. Sie wird uns vor Herausforderungen stellen, aber sie wird uns auch helfen, indem Sie etwa Krankheiten erkennt. Wir müssen und wir können entscheiden, wie wir die neuartige Technologie nutzen. Lassen Sie uns das diskutieren und darüber nachdenken. Ich freue mich auf Ihre Gedanken dazu und wünsche Ihnen ein philosophisches Wochenende. Bleiben Sie schlau, herzlich,
Ihr Nikolaus Röttger
Na, Logo!
Noch ein PS: Vergangene Woche habe ich Ihnen das Startup vorgestellt, das mit Hilfe von KI automatisch Logos erstellt. Wir haben Logoshuffle einmal angeschmissen und sieben Entwürfe für das KI-Briefing.de gemacht. Welcher gefällt Ihnen am besten? Bitte stimmen Sie hier ab.
Social Media
Filter: KI soll nun eine der letzten Glitzer-Glamour-Wohlfühl-Welten des Internets retten. Instagram, das Social-Media-Disneyland, in dem offiziell alles Herzchen ist. Dabei sieht es, wie in jedem Vergnügungspark, hinter der Fassade häufig anders aus: auf Instagram wird gehasst und gemobbt wie anderswo im Netz. Darum soll eine schlaue KI jetzt nicht mehr nur fiese Kommentare, sondern auch Bösartigkeiten auf Bildern erkennen, wie The Verge berichtet. (t3n.de, stern.de)
Mobilität
Robotertaxis: Der Grafikkartenhersteller Nvidia arbeitet mit den großen Autoherstellern zusammen; Gründer Jensen Huang glaubt, bereits 2020 würden tausende autonome Taxis durch unsere Städte fahren. Die FAZ stellt den Nvidia-CEO und seine KI-Vision in einem Porträt vor.
Wissenschaft
Millioneninvestition: Berlin bekommt ein Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Mit 8,5 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Aufbau eines Berliner Kompetenzzentrums für Maschinelles Lernen. Weitere Zentren entstehen in Dortmund/St. Augustin, München und Tübingen. Mehr dazu in der Mitteilung der TU Berlin.
Rahmenbedingungen: Die Initiative appliedAI der TU München fordert von der Bundesregierung eine bessere Förderung der KI-Technologie. Dazu hat appliedAI ein Vorschlags- und Positionspapier zur Anwendung Künstlicher Intelligenz in Deutschland und Europa veröffentlicht. Partner der Initiative sind unter anderem Google, Porsche und SAP. Hier geht es zum Positionspapier.
Korrektur: Quantencomputer könnten künftig komplexe Aufgaben lösen - aber nur, wenn die empfindlichen Quantenzustände der Rechner nicht gestört werden. Darum arbeitet Florian Marquardt, Direktor am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, an einer sogenannten Quantenkorrektur. Was es mit dieser durch KI lernfähigen Technologie auf sich hat, berichtet die Branchenseite Industrie.de.
Denkaufgabe: US-Wissenschaftler wollen mit neuronalen Netzwerken herausgefunden haben, wie wir abstrakt denken. Die Künstliche Intelligenz half ihnen, zu erkennen, wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden. Den Artikel dazu finden Sie im Magazin The Week.
Wirtschaft
Algorithmen 1: Künstliche Intelligenz birgt überdurchschnittlich gute Anlagechancen, schreibt Mikko Ripatti, Senior Client Portfolio Manager bei DNB Asset Management. In seinem Artikel bei E-FundResearch berichtet er, bei welchen Unternehmen sich der KI-Hype in den Aktienbewertungen widerspiegelt.
Algorithmen 2: Und noch eine Expertenmeinung: Das COM-Magazin hat die ehemalige Union-Investment-Technikchefin Edeltraud Leibrock interviewt. In dem Gespräch erklärt sie, warum KI-basiertes Risikomanagement keine Magie ist, sondern ein technisches Tool.
Medizin
Früherkennung: KI-Systeme könnten Ärzte “in einigen Jahren” bei der Darmkrebsvorsorge unterstützen. Das schreiben die Internisten im Netz auf ihrer Seite. Eine erste klinische Studie habe eine Genauigkeit von 93 Prozent bei der Erkennung von bösartigen Wucherungen ergeben.
Fruchtbarkeitsbehandlung: Ein weiteres Einsatzgebiet von Künstlicher Intelligenz ist die Geburtsmedizin. In einer Studie haben Wissenschaftler laut der britischen Tageszeitung The Telegraph herausgefunden, dass KI dabei helfen kann, die Fehlgeburtenquote zu verringern. Außerdem könne sich die Erfolgsrate bei Künstlicher Befruchtung massiv verbessern, schreibt die Zeitung in ihrem Artikel.
KI-Bildanalyse: Auch in der Augenheilkunde wird KI eingesetzt. Das französische Technologieunternehmen Keen Eye beliefert das Forschungsinstitut Iris Pharma künftig mit KI-Anwendungen. Das Ziel: Die Technik zur Behandlung von Augenerkrankungen zu verbessern, schreibt Businesswire.com.
Longread
Deep Learning: Unter dem Titel “The new Ghost in the Machine” berichtet Engineering and Technology über die Risiken und Fehleranfälligkeiten von Künstlichen Intelligenzen. Das Problem liege in vielen Fällen bei uns Menschen: Wir interpretierten die Ergebnisse von Deep-Learning-Netzwerken falsch.
Mitarbeit: Steve Haak
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