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KI-Briefing.de - Ausgabe #24

Revue
 
 

KI-Briefing.de

18. März · Ausgabe #24 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Was bleibt einem eigentlich anderes übrig, als laut zu seufzen, wenn man liest, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz – KI-Strategie hin oder her – gar keine zusätzlichen Mittel für die KI-Forschung bereitstellen will? Im Herbst hatte die Bundesregierung verkündet, dass sie bis 2025 drei Milliarden Euro in KI investieren will. Jetzt finden sich im Haushaltsplan des Bundesfinanzministers nur 500 Millionen Euro, die bis 2023 ausgegeben werden sollen, berichtet das Handelsblatt. Das Geld für die KI-Strategie gibt es also nicht zusätzlich, sondern soll aus den bestehenden Haushalten der Ministerien kommen. Das bedeutet: Es muss woanders gespart werden, um die KI-Strategie anzuschieben. Das zarte Aufbruchspflänzchen aus dem Herbst scheint schon wieder zu verkümmern.
Hoffentlich kommt mehr raus, wenn die Kanzlerin diese Woche zum EU-Gipfel reist. Sie hatte im Vorfeld eine europäische KI-Strategie gefordert.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche, bleiben Sie schlau, Nikolaus Röttger
Kooperation zu KI-Report von Gründerszene
Vorteil für KI-Briefing.de-Leser: Die Kollegen von Gründerszene.de haben einen KI-Report veröffentlicht, den Sie hier kaufen können. Mitgearbeitet hat auch mein KI-Briefing.de-Kollege Steve Haak, der als Redakteur bei Gründerszene arbeitet. Der Report beantwortet die drängendsten Fragen rund um das Thema. Was leistet KI heute wirklich? Was müssen Unternehmen in Sachen KI besonders beachten? Wo sind die KI-Hotspots in Deutschland? Und vor allem: Was kann KI einem Unternehmen bringen – und was nicht? Für Abonnenten des KI-Briefing.de gibt es den Gründerszene-KI-Report 20 Prozent günstiger. Geben Sie beim Kauf einfach den Code ki-briefing-20 ein.
Wirtschaft
USA und China: Im KI-Wettrennen zwischen den beiden Ländern holt China immer mehr auf, schreibt WIRED. Eine Studie des Allen Institute for AI zeige, dass die Zahl an Forschungsarbeiten in China sich denen der USA näherten.
Studie: Deutsche Firmen setzen KI vorwiegend mithilfe von Drittanbietern ein, schreibt t3n. Das Magazin beruft sich auf eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Deloitte. Selbstentwickelte KI-Lösungen gebe es demnach nur bei 15 Prozent der befragten deutschen Unternehmen.
Kreatives Arbeiten: Das KI-Unternehmen DeepMind will kommendes Jahr in London in ein neues Gebäude mit Dachgarten und Hörsaal umziehen. Laut WIRED UK werde das elfstöckige Haus den Ruf des Kings-Cross-Gebiets als sogenanntes “Wissensquartier” in London stärken.
On Demand: Mitsubishi will ein KI-System für Busse auf Abruf in Japan entwickeln. Laut CNBC soll die KI dazu verwendet werden, Routen automatisch basierend auf Passagieranfragen zu erstellen.
ZF Friedrichshafen: Der Automobilzulieferer hat in Saarbrücken ein Technologiezentrum für KI und Datensicherheit gegründet. Laut Handelsblatt sei die Einstellung von 100 KI-Experten in direkter Nachbarschaft der Universität geplant.
Politik
Interview: Ein Forscher der Technischen Hochschule Nürnberg kritisiert das KI-Papier der Bundesregierung. Das Konzept sei nicht weitsichtig genug, sagte er in einem Interview mit T-Online. Außerdem seien die Vorschläge veraltet und spielten in der modernen KI-Forschung international praktisch keine Rolle mehr.
EU-Strategie: Bundeskanzlerin Merkel will beim EU-Gipfel kommende Woche auf eine stärkere Zusammenarbeit bei der KI-Entwicklung dringen. Wir bräuchten eine europäische Strategie, sagte die Kanzlerin. Die Zeit berichtet.
Medizin
Buch: Wie kann Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen sinnvoll eingesetzt werden? Dieser Frage geht der US-Medizinforscher Eric Topol in seinem Buch “Deep Medicine: How Artificial Intelligence Can Make Healthcare Human Again” nach. WIRED hat einen Auszug aus dem Werk veröffentlicht, in dem der Autor beschreibt, wie KI in der Palliativmedizin hilfreich sein könnte.
Einsparungen: Der weltweite Markt für Gesundheits-KI könnte bis 2021 auf 6,7 Milliarden Dollar wachsen. Das schätzt die Berateragentur Frost & Sullivan laut eines Berichts der Capital. Das sei mehr als das Zehnfache des Volumens im Jahr 2014. Accenture vermute, dass allein das US-Gesundheitssystem durch KI fast 150 Milliarden Dollar jährlich sparen würde.
Gesellschaft
Social Media: Facebook hat ein KI-Tool vorgestellt, das sogenannte Rache-Pornos auf dem Netzwerk erkennen soll. Die Technologie werde laut Techcrunch verwendet, um Bilder oder Videos von nackten Personen zu entdecken, die ohne deren Erlaubnis auf Facebook und Instagram geteilt wurden.
Wissenschaft
Studie: Künstliche Intelligenz kann uns dabei helfen, die Rätsel der Quantenphysik zu lösen. Laut der Wissenschaftsplattform Phys.org haben israelische Forscher mathematisch nachgewiesen, dass Algorithmen für Gesichts- und Spracherkennung dafür genutzt werden könnten.
Schulungsprogramm: Einen europäischen Führerschein für Robotik und Künstliche Intelligenz bietet die TU Graz an. Das Zertifikat soll laut Der Standard insbesondere junge Menschen fit für die digitale Zukunft machen und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
Mitarbeit: Steve Haak
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