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KI-Briefing.de - Ausgabe #23

Revue
 
 

KI-Briefing.de

11. März · Ausgabe #23 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de!
Diese Woche machen wir mit dem KI-Briefing.de erstmals eine Medienpartnerschaft, und Sie, liebe Leserinnen und Leser, erhalten dadurch eine Vergünstigung auf das reguläre Ticket der „Rise of AI“-Konferenz.
Doch zunächst möchte ich Ihnen von meinem Kinobesuch berichten: Am Samstag lief im Berliner Babylon der Film „Hi, A.I. – Liebesgeschichten aus der Zukunft“, in dem es zwar auch um Künstliche Intelligenz geht, aber noch viel mehr um humanoide Roboter, die man ja auch viel besser filmen kann als einen Algorithmus.
Eine der ersten Fragen, die nach dem Film an die anwesende Regisseurin Isa Willinger gerichtet wurde, war, ob ihr Werk nicht auch ein Film über den Mensch sei? Und ja, klar. Ich würde sogar sagen: „Hi, AI“ beschäftigt sich zwar auch mit KI, aber nicht so sehr mit der abstrakten Welt der Algorithmen. „Hi, AI - Liebesgeschichten aus der Zukunft“ ist vor allem eine filmische Studie über die Interaktion des Menschen mit humanoiden Robotern.
Da die Sprech- und Gesprächsmöglichkeiten der Roboter trotz KI noch recht einfach sind, erzählen in dem Film vor allem die Menschen und vertrauen ihren neuen Roboter-Mitbewohnern Details aus ihrem Leben an. So gelingt es der Regisseurin, sehr intime Momente zwischen Menschen und Maschine einzufangen. Momente, die bisher in dieser Form kaum dokumentiert sind (weil es bisher einfach noch nicht so viele Mensch-Roboter-Interaktionen gab). Kein Wunder also, dass Wissenschaftler bereits bei Willinger angefragt haben, ob sie das Rohmaterial des Films auswerten dürfen, um mehr über die Mensch-Maschine-Interaktion zu lernen, wie die Regisseurin nach der Vorführung berichtete.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start in die Woche, bleiben Sie schlau, mit herzlichen Grüßen, Nikolaus Röttger
Medienpartnerschaft mit Rise-of-AI-Konferenz
Kooperation: Am 16. Mai findet in Berlin die Konferenz „Rise of AI“ statt. Für Leserinnen und Leser des KI-Briefing.de gibt es das reguläre Eintrittsticket (Singularity Pass Final - Rise of AI 2019) 25 Prozent günstiger.
Es ist unsere erste Medienpartnerschaft, die wir mit dem KI-Briefing.de machen. Den Gründer der „Rise of AI“-Konferenz kenne ich schon mehrere Jahre, vergangene Woche trafen wir uns wieder. Auf einer IoT-Blockchain-KI-Veranstaltung, die ich moderierte, war Fabian Westerheide als Vortragsredner eingeladen. Westerheide ist einer der KI-Experten in Deutschland, investiert mit seiner Firma Asgard seit Jahren in KI-Startups und hat die „Rise of AI“ von einem kleinen Treffen von Experten zu einer der wichtigsten KI-Konferenzen Deutschlands gemacht. Vielleicht sehen wir uns dieses Jahr ja dort.
Wer über diesen Link bucht, erhält beim Kauf des „Singularity Pass Final - Rise of AI 2019“-Tickets automatisch 25 Prozent Rabatt.
Wirtschaft
Startups: Vier von zehn europäischen KI-Startups nutzen gar keine KI, ist das Ergebnis einer Studie des Londoner Kapitalgebers MMC Ventures. Ein möglicher Grund: Startups, die mit KI werben, bekämen im Vergleich zu anderen Unternehmen zwischen 15 und 50 Prozent mehr Geld, schreibt Forbes. Auch die FT berichtet (paid).
Studie: Weil sich Führungskräfte bei der Bewältigung operativer Aufgaben von Künstlicher Intelligenz vermehrt unterstützen lassen, könnten diese sich mehr auf ihre Mitarbeiter konzentrieren. Das ist ein Ergebnis einer Microsoft-Studie. Das sei eine Erklärung dafür, warum sich Führungskräfte vermehrt für den Einsatz von KI in der eigenen Firma einsetzten.
KI-Studium: Die Johannes Kepler Universität in Linz bietet laut eigenen Aussagen als eine der ersten Universitäten weltweit ein KI-Studium an, das sich mit Machine Learning und Deep Learning auseinandersetzt. Der deutsche Informatiker und KI-Experte Sepp Hochreiter wird die Studierenden in den Fächern unterrichten. Mehr Infos hat das ORF.
Politik
Gastbeitrag: Eine staatliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz fordert Microsofts Deutschland-Chefin Sabine Bendiek in einem Artikel für das Handelsblatt. Nur so könne ihrer Meinung nach ein Missbrauch der Technologie ausgeschlossen werden.
Kommentar 1: Mit Vorurteilen gegenüber der US-KI-Initiative will Mist-Systems-Gründer Sujai Hajela in einem Techcrunch-Beitrag aufräumen. Die Initiative könnte erheblichen Einfluss auf die Forschung haben und Universitäten dazu bringen, interessante KI-Technologien in ihren Laboren zu untersuchen.
Kommentar 2: Das KI-Wettrennen zwischen den USA und China als „Wettrüsten“ zu bezeichnen, sei falsch und gefährlich. Das schreibt Washington-Post-Autor Justin Sherman. Denn das suggeriere, dass es bei der KI-Entwicklung nur einen Gewinner geben könne und gefährde wertvolle politische Verbindungen beider Länder.
Wissenschaft
Alexa: Sprachassistenten und smartes Spielzeug werden in anderen Ländern seltener genutzt als in den USA. Das sagt KI-Forscherin Stefanie Druga in einem Interview mit Spiegel Online. Deshalb sei die Wahrnehmung, das Verständnis und der Umgang mit diesen Geräten unterschiedlich.
Technologie: Apple hat sich die Patente des gescheiterten Startups Lighthouse AI gesichert. Das schreibt unter anderem Engadget. Lighthouse AI entwickelte eine interaktive Überwachungskamera, die Gesichter erkennen und Personen per KI zuordnen konnte.
Roboter: Festo hat eine pneumatische Hand entwickelt, die per Machine Learning Handgriffe erlernen kann. Laut Caschys Blog kann die Hand sowohl fest als auch sensibel zugreifen und ist damit sicherer im Einsatz bei der Mensch-Roboter-Kollaboration.
Gesellschaft
Meinung: Dass KI in ihrem jetzigen Forschungsstand gefährlich ist, stimme nicht, schreibt Leonie Werner von den Netzpiloten. KI scheitere momentan sogar noch an ihrem Sprachverständnis und sei bestenfalls unterhaltsam statt bedrohlich.
Medizin
Arzt vs. KI: Künstliche Intelligenz überzubewerten, kann lebensbedrohlich enden. Das schreibt WIRED-Gastautor Arijit Sengupta. Der Gründer des KI-Startups Aible meint, dass Ärzte schwere Erkrankungen immer noch besser diagnostizieren könnten als KI-Systeme.
Longread
Deep Learning: KI kann der Spieleentwicklung beispiellose Vorteile bringen, schreibt The Verge. Die Technologie könnte Erlebnisse schaffen, die sich ständig verändern und niemals altern.
Mitarbeit: Steve Haak
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