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KI-Briefing.de - Ausgabe #18

Revue
 
 

KI-Briefing.de

1. Februar · Ausgabe #18 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.
Lassen Sie uns heute einmal - anstatt wie sonst in die große weite KI-Welt der USA oder Chinas - in eine eher kleine, deutsche Universitätsstadt mit nicht einmal 90.000 Einwohnern blicken. Nach Tübingen. Seit dem 15. Jahrhundert wird an der dortigen Eberhard-Karls-Universität geforscht.
Heute gehört die Hochschule zu den Partnern des so genannten Cyber Valley, einem Verbund zur Forschung und Förderung intelligenter Systeme. Auch Amazon ist einer der Partner und möchte nun ein eigenes Forschungszentrum bauen; diese Woche hat der Konzern seine Pläne vorgestellt.
Amazon sieht Tübingen als einen der KI-Top-Standorte weltweit. Aber es gibt Proteste gegen die Pläne des Konzerns, schon im Dezember hatten Gegner Hörsäle besetzt und demonstriert; die Sorgen: unter anderem Amazons Übermacht als nicht kontrollierbare Datenkrake. Die Uni will nun eine Ethik-Kommission gründen. Das Gelände, auf dem Amazon bauen will, soll nur verkauft werden, wenn es einen Ethik-Kodex gibt. Entschieden wird im Herbst. Kurzum: In der Situation in Tübingen spiegelt sich der aktuelle Stand der Technologie-Debatte in Deutschland: schlaue Forscher einerseits, Sorge vor Ablehnung von KI oder großen Tech-Konzernen andererseits, plus Forderungen nach Ethik-Kommissionen. Einen ausführlichen Bericht und ein Video (ca. 2:40 Minuten) finden Sie hier beim SWR.
Bleiben Sie schlau, herzlichen Gruß,
Nikolaus Röttger
Wirtschaft
Zuwachs: Bosch will in den kommenden Jahren 3.000 Experten für Künstliche Intelligenz einstellen. Das berichtet das Handelsblatt. Aus Sicht des Autozulieferers sei Künstliche Intelligenz der Schlüssel für die Zukunft.
Erfindungen: Die Patentanmeldungen für KI-Anwendungen sind stark gestiegen. Das berichtet der Tagesspiegel und beruft sich auf Angaben der Weltorganisation für Geistiges Eigentum. In der Top 20 der aktivsten Unternehmen seien Siemens und Bosch vertreten.
Frauen in der IT: Mehr Programmiererinnen würden dem KI-Bereich hierzulande guttun. Das sagt die Philosophin Manuela Lenzen in einem Interview mit Zeit Online. Forschungsprojekte richteten sich generell nach den Interessen der Forschenden. Frauen würden mehr Vielfalt in die Forschungslandschaft bringen.
Deep Learning: Steht uns der nächste KI-Winter bevor? Gut möglich, schreibt t3n. Der Informatiker und Kognitionswissenschaftler Rodney A. Brooks gehe davon aus, dass wir spätestens 2020 die Schlagzeile “Die Ära des Deep Learnigs ist vorbei” lesen werden.
Gesellschaft
Porn Filter: “Einer KI das Filtern von pornographischen Inhalten anzutrainieren ist so, als würde man einem Kleinkind eine Menge Sexvideos zeigen.” The Verge beschreibt anhand von Tumblr, warum es so schwer ist, einer KI das Filtern von anstößigem Content beizubringen.
Interaktiv: Filmemacher experimentieren immer mehr mit KI: Auf dem diesjährigen Sundance Film Festival zeigt sich, dass der langjährige Trend von VR-Filmen in eine neue Phase geht, schreibt WIRED.com, eine neue Art des interaktiven Geschichtenerzählens entsteht.
Wissenschaft
Medizin: Mit Hilfe von Gehirnscannern, KI und Sprachsynthesizern haben Wissenschaftler Gehirnmuster in Sprache umgewandelt. Das könnte künftig dazu genutzt werden, stummen Menschen eine Stimme zu geben, schreibt Gizmodo.
KI-Archäologie: Eine Künstliche Intelligenz hat Spuren einer unbekannten Spezies in der menschlichen DNA gefunden. Vermutlich weisen die genetischen Spuren auf einen Hybrid aus Neandertaler und Denisovan hin, schreiben Wissenschaftler im Wissenschaftsmagazin Nature
Games: Googles DeepMind-KI hat einen Wettbewerb gegen Profi-Spieler im Computerspiel Starcraft 2 gewonnen. Es sei das erste Mal, dass eine KI Profi-Spieler in Starcraft 2 besiegt, schreibt unter anderem Heise in einem Beitrag.
Medien
KI-Reporter: Der Einsatz Künstlicher Intelligenz wird für deutsche Zeitungsverlage immer bedeutender. Das schreibt der Deutschlandfunk auf seiner Seite. Insbesondere für die Sport-, Wetter- und Börsenberichterstattung sollen laut einer Studie Anwendungen aus dem Bereich des Roboterjournalismus ausgebaut werden.
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