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KI-Briefing.de - Ausgabe #16

Revue
 
 

KI-Briefing.de

18. Januar · Ausgabe #16 · Im Browser ansehen
Bleiben Sie schlau: Hier ist Ihr wöchentliches KI-Briefing.de mit News und Analysen zum Thema Künstliche Intelligenz

Hallo zum neuen KI-Briefing.de!
Sie haben die #10yearschallenge sicher auf einer Ihrer vielen Social-Media-Plattformen gesehen: User posten unter dem eben genannten Hashtag zwei Fotos von sich, eins von 2009 und eins von 2019. Das amerikanische Technologiemagazin WIRED hat dazu interessante Überlegungen aufgeschrieben: Trainieren wir mit diesem Meme eine Gesichtserkennungssoftware? Eine KI, die zum Beispiel mit unserer Hilfe immer besser lernt, wie Alterungsprozesse bei Menschen aussehen?
Facebook hat dementiert, irgendetwas mit der Aktion zu tun zu haben. Und natürlich – das schreibt auch die Autorin Kate O'Neill – wissen Social-Media-Dienste auch ohne die #10yearschallenge, wann welches Foto in unseren Profilen aufgenommen wurde. Trotzdem könnten die menschlichen Bestätigungen helfen, Algorithmen noch besser zu machen, so O´Neill.
Ihr Artikel ist jedenfalls mein persönlicher Lesetipp für Sie. Sensibilisiert er uns doch dafür, dass wir vielleicht immer mal wieder Computer mit Daten trainieren, ohne uns dessen bewusst zu sein.
Bleiben Sie schlau, ein schönes Wochenende,
Nikolaus Röttger

KI in Zahlen
41 Prozent: So viele Amerikaner befürworten laut einer Umfrage des Future of Humanity Institute der University of Oxford die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. 22 Prozent der Befragten seien gegen die Erforschung von KI. Und: KI sei für Amerikaner weniger angsteinflößend als Atomwaffen oder Rezessionen.
Politik
China vs. USA: Die Beziehung zwischen den USA und China wird durch das KI-Wettrüsten extrem belastet, schreibt der Ostasien-Politikexperte Ryan Hass in einem Beitrag für die Wissenschaftsplattform Brookings.edu. Die Einführung fortschrittlicher Technologien fördere intensive gesellschaftliche Störungen in den beiden Ländern.
Wirtschaft
Arbeitnehmerrechte: Der DGB fordert mehr Mitbestimmung beim Thema KI. Heise zitiert Gewerkschaftschef Reiner Hoffmann: „Es muss klar sein, dass KI nicht hinter dem Rücken der Beschäftigten eingesetzt wird.“
Kooperation: Der Grafikkartenhersteller Nvidia will mit Mercedes-Benz eine Vision für Fahrzeuge der nächsten Generation verwirklichen. Laut Datacenter Inside ist das Ziel der Partnerschaft ein einzelnes System mit Selbstfahr- und Smart-Cockpit-Funktionen.
Arbeitsmarkt: Demografische Entwicklung und Digitalisierung sind die entscheidenden Faktoren für den Jobmarkt der Zukunft. Das schreibt Markus Kammermeier in einem Beitrag für Golem.de. Künstliche Intelligenz könne Recruitern bei der Suche nach der richtigen Besetzung für den Job helfen. Dabei stellten Chatbots meist den ersten Kontakt her, während KI-Systeme durch Mustererkennung passende Bewerber zuordnen.
SEO: Die Suchmaschinenoptimierung wird durch KI-Prozesse verändert. Laut t3n gehört dazu auch „die ­abnehmende Bedeutung von Backlinks und zunehmende Dominanz des User-Intents, also der Suchabsichten im Einzelfall“. Trotzdem seien Backlinks noch nicht ganz obsolet: Google nutze die Links weiterhin für das Crawling. Mehr dazu gibt es hier.
Marketing
Kampagnen: KI wird das Marketing tiefgreifend verändern. Das schreibt Unternehmer Peter Gentsch in seinem Buch „Künstliche Intelligenz für Sales, Marketing und Service“, aus dem t3n einen Auszug veröffentlicht hat. Die Technologie ersetze zwar nicht die menschlichen Marketing-Team, ­unterstütze aber künftig die Mitarbeiter bei der Steuerung von Kampagnen oder im ­Contentmarketing.
Wissenschaft
Emotionen: Vertrauen wir einem Roboter nur, wenn er ein menschliches Aussehen hat? Nicht unbedingt, haben israelische Wissenschaftler laut Fastcompany herausgefunden. Sie bauten eine Maschine, die nur aus zwei Kugeln besteht - einer großen und einer kleineren, die sich wie ein Planet um die größere bewegt. Trotz der Einfachheit schrieben die Probanden dem Gerät soziale Absichten und Emotionen zu.
Medizin
KI-Diagnose: Obwohl die Radiologie wie geschaffen für den Einsatz von KI ist, wird die Technologie in dem medizinischen Bereich kaum eingesetzt. Das schreibt die NZZ in einem Artikel. Der Grund: Wie oft bei gehypten Technologien werde auch über KI in der Medizin „derzeit unreflektiert für alle Fragestellungen diskutiert“. Am Beispiel der Lungenembolie macht Autor Thomas Weikert klar, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann.
Startups
Teststrecke: SenseTime hat in Japan seine Testanlage für autonome Autos eröffnet. Das berichtet Techcrunch. Das weltweit wertvollste KI-Startup hatte zuvor bekanntgegeben, mit dem Automobilkonzern Honda an autonomer Fahrzeugtechnik zu arbeiten.
Longread
KI-Mythen: „Ich habe keine Angst vor KI“, schreibt Medium.com-Autor Sean Norton. Wenn wir behutsam mit der Technologie umgehen, werden wir sie laut Norton voraussichtlich sogar überleben. In seinem Artikel schreibt er über Albtraumszenarien (zum Beispiel dass Maschinen eines Tages die Menschheit zerstören werden) und räumt mit KI-Mythen auf.
Mitarbeit: Steve Haak
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