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KI-Briefing.de - Ausgabe #113

KI-Briefing.de
Die Themen: 23 Millionen für KI-Startup, 65 Jahre KI, Neuralink

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Das KI-Briefing.de ist der wöchentliche Newsletter zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Jeden Dienstag zusammengestellt von FutureStory-Gründer Nikolaus Röttger und Steve Haak.
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Top-Themen
Kein KI-Erfolg im Kampf gegen Corona
Hat Künstliche Intelligenz im Kampf gegen Corona geholfen? Das nüchterne Ergebnis lautet wohl: nein. „Hundreds of AI Tools have been build to catch covid. None of them helped.“ – so lautet die Überschrift eines entsprechenden Textes der MIT Technology Review. Dabei verweist der Artikel unter anderem auf ein Paper des britischen Turing Institutes und eine Studie im British Medical Journal. Für letztere wurden 232 Algorithmen untersucht, die Patienten diagnostizieren und vorhersagen sollten, wie krank sie würden. Kein einziges Programm sei für den klinischen Einsatz brauchbar, nur zwei seien für weitere Tests geeignet, so das Ergebnis. Ein Grund, warum KI im Einsatz gegen Covid versagt habe, sei eine schlechte Datengrundlage, so die Wissenschaftler.
Google investiert in Elon Musks Startup Neuralink
Neuralink hat sich knapp 175 Millionen Euro (205 Millionen US-Dollar) von Investoren geholt, wie CNBC unter Berufung eines Blogposts des Unternehmens berichtet. Demnach habe sich unter anderem Google Ventures an der Finanzierung beteiligt. Mit dem Geld will das Startup von Elon Musk sein Produkt auf den Markt bringen und die Forschung und Entwicklung vorantreiben. Neuralink entwickelt eine Computer-Gehirn-Schnittstelle, um Personen mit Hirnerkrankungen therapeutisch zu unterstützen. Das Ziel sei die Erschaffung einer „Schnittstelle für das gesamte Gehirn, die in der Lage ist, biologische und künstliche Intelligenz enger zu verbinden“, schreibt das Unternehmen auf seiner Website.
Deutsches KI-Start-up Aleph Alpha erhält Millionenfinanzierung
23 Millionen Euro: Eine Finanzierung über diese Höhe hat das Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha vergangene Woche bekommen, wie unter anderem Mixed berichtet. Mit der Seed-Finanzierung von 5,3 Millionen Euro wachse das Gesamtinvestment damit auf 28,3 Millionen Euro. Aleph Alpha forsche und entwickele KI-Modelle, um „zukünftig europäische Alternativen zu GPT-3, DALL-E und ähnlichen Systemen über eine API anbieten“, heißt es. Ziel sei ein „starkes und souveränes europäisches Innovationsnetzwerk, das einen gerechteren Zugang zu moderner KI-Forschung unterstützt“. Aleph Alpha wurde 2019 von Jonas Andrulis und Samuel Weinbach gegründet. Andrulis war vorher bei Apple als KI-Entwickler tätig.
Weitere Meldungen
Ein Industriekonsortium will autonome Autos sicherer machen. Das Ziel sei die Entwicklung einer industrieübergreifenden Lösung zur Absicherung von KI-Funktionsmodulen in Fahrzeugen. „Neben dem Konsortialführer Volkswagen AG übernimmt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS die stellvertretende Leitung und wissenschaftliche Koordination des Projekts, das bis Juni 2022 laufen wird“, heißt es in einer Mitteilung. Zu den weiteren der insgesamt 25 Partner gehören unter anderem Audi, BMW, Opel sowie Continental, Bosch und ZF Friedrichshafen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 19,2 Mio Euro, das Gesamtbudget liegt bei 41 Mio. Euro.
„Der Maschinenpark der Entlastungen, der durch die KI ständig wächst, beschert uns Bequemlichkeit, aber raubt uns Freiheit.“ So lautet das kritische Urteil des Literaturwissenschaftlers Manfred Schneider über das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Spätestens wenn KI sich selbständig austausche und abstimme, würden Vorgänge in der Blackbox verschwinden. „Aufklärung wird opak, zurück kehrt das Zeitalter des Glaubens“, schreibt Schneider in einem Essay in der in der NZZ.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will seine Bildanalyse-Software RADIAN mit KI ausstatten, heißt es auf der DLR-Website. Algorithmen und Filter sollen künftig Rauschen oder Verzerrungen in Satellitenaufnahmen unterdrücken können.
Der Astrophysiker Avi Loeb will UFO-Sichtungen per KI untersuchen, berichtet Mixed. Dazu habe er ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das mit 1,5 Millionen US-Dollar finanziert sei und dessen Ziel es sei, von Teleskopen gesammelte Bilddaten zu untersuchen.
Elon Musk hat eine KI-Veranstaltung für den 19. August angekündigt, wie Teslamag berichtet. An dem Donnerstag werde der dritte offizielle Tesla-Tag abgehalten, der dazu dienen werde, „die besten KI-Talente für Tesla zu gewinnen“, wie Musk in einem Tweet mitteilte.
Das Universitätsklinikum Minden hat ein neues KI-Forschungslabor, berichtet das Radiologiemagazin. In den vergangenen Wochen sei dort das Interdisziplinäre Datenlabor für Künstliche Intelligenz und Statistik entstanden, um mit Hilfe von Algorithmen radiologische Aufnahmen zu untersuchen.
Außerdem:
Vielen Dank für’s Lesen. Wir wünschen Ihnen einen schöne Woche. Bleiben Sie schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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