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KI-Briefing.de - Ausgabe #107

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Die Themen: Quantenrechner in Stuttgart, Manifest gegen KI-Macht und DFKI-Interview

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Guten Tag. Mein Name ist Nikolaus Röttger. Ich bin Journalist, Moderator und Gründer von FutureStory. Jeden Dienstag versenden mein Kollege Steve Haak und ich das KI-Briefing mit den wichtigsten Entwicklungen zum Thema Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. 
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Top-Themen
Jana Köhler: Firmen unterschätzen den Aufwand von KI-Projekten 
Um KI-Projekte erfolgreich voranbringen zu können, fehle Unternehmen meist die Erfahrung. Das sagte Jana Koehler, wissenschaftliche Direktorin des Forschungsbereichs Algorithmic Business and Production am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), in einem Interview mit dem Magazin CIO. Viele Projekte unterschätzten „den Aufwand für die Bereitstellung der Daten, die Integration in die Softwarelösungen eines Unternehmens und die Gestaltung der Benutzerschnittstellen“, so Koehler. Die Lösung: Die Unternehmen könnten durch Pilotprojekte Erfahrungen sammeln und Kompetenzen aufbauen. Diese Projekte erzielten bereits einen Mehrwert für das Unternehmen, sagte Koehler. Zum Beispiel, indem sie „die Akzeptanz bei den Nutzerinnen einer geplanten KI-Lösung fördern“.
Reaktionen auf die Einweihung des Stuttgarter Quantenrechners
Vergangene Woche ist in Stuttgart Europas erster Quantencomputer eingeweiht worden. Der IBM-Rechner soll der Wirtschaft helfen, im Wettstreit mit China und den USA zu bestehen, berichtet unter anderem die Tagesschau. Die Erwartungen an die Rechenanlage seien groß, da Experten in der Quantentechnik den Beginn der nächsten industriellen Revolution sähen.
Der Stuttgarter Quantencomputer sei ein reines Experimentiergerät, kommentiert dagegen die FAZ. Der Rechner werde „genauso wenig die Synthese eines neuen Krebsmedikaments befördern wie die aktuellen oder im Bau befindlichen Reaktoren der Fusionsforscher irgendwo Strom einspeisen“. Und dennoch: Ohne Grundlagenforschung keine weiteren Entdeckungen im Bereich der Quantenalgorithmen. Darum sei es gut, wenn Studenten und Nachwuchsforscher mit der Quantenhardware experimentieren könnten.
Und Zeit Online schreibt: Nicht alle deutschen Expertinnen und Experten zeigten sich glücklich über den eingeweihten Quantencomputer im Stuttgarter IBM-Rechenzentrum. Schließlich verbinde der US-Konzern „damit handfeste wirtschaftliche Interessen und will beispielsweise seine Programmiersprache für Quantenalgorithmen etablieren“.
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Weitere Meldungen
Manifest gegen KI-Macht
Forscherinnen und Forscher weltweit warnen in einem Manifest vor den negativen Folgen der Automatisierung. Berichte dazu gibt es unter anderem im Handelsblatt oder der SZ. Zu den Verfassern des Manifests zählten „europäische und US-amerikanische Denker der Digitalökonomie, tätig in Harvard, Stanford, Yale, an der WU Wien, an der Vrije Universiteit Brussels, in der EU-Kommission, im EU-Parlament sowie im globalen Verband der Ingenieure IEEE“, so die Vorständin des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien, Sarah Spiekermann, in einem Gastkommentar für das Handelsblatt. Das Dokument trage den Titel „A Manifesto In Defence of Democracy and the Rule of Law in the Age of ,Artificial Intelligence'“. Die Verfasser fordern darin unter anderem, dass Trainingsdaten von Algorithmen rechtlichen Rahmenbedingungen unterliegen und angemessenen Qualitätsanforderungen gerecht werden. 
Gesichtserkennung: EU-Datenschützer fordern ein Verbot der Nutzung im öffentlichen Raum, berichtet Netzpolitik.
Das Vertrauen in die Corona-Warn-App steige, hat Bitkom in einer Umfrage herausgefunden. 72 Prozent derjenigen, die die App installiert haben oder dies planen, würden ein positives Ergebnis in der App teilen. Im Januar 2021 habe dieser Wert noch bei 62 Prozent gelegen.
15 Prozent der Deutschen gehe die Digitalisierung zu schnell, berichtet IT Daily unter Berufung auf eine repräsentative Studie. Am häufigsten kritisierten Personen über 75 Jahren die Geschwindigkeit als zu hoch.
KI-Forschung in der Medizin könne auch datenschutzkonform sein, berichtet der MDR. So sei sei ein dezentraler Ansatz denkbar, bei dem die Patientendaten in den Krankenhäusern blieben.
KI in der Versicherungsbranche: Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat ihre Leitlinien im Umgang mit der Technologie veröffentlicht, berichtet das Handelsblatt. Die Regeln sollen einen ethischen und vertrauenswürdigen Umgang mit KI fördern.
Von KI gesteuerte Geldanlage-Strategien seien erfolgreich, schreibt das Handelsblatt. Eine Analyse habe gezeigt: „Die meisten dieser Konzepte erzielten in den vergangenen zwölf Monaten zweistellige prozentuale Renditen“, heißt es.
Danke für’s Lesen. Wir wünschen Ihnen einen schöne Restwoche. Bleiben Sie gesund und schlau!
Erratum: In der ersten Version des Newsletters hatten wir geschrieben, dass Jana Köhler das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz leitet. 
Richtig ist: Seit dem 7.11.2019 leitet Prof. Antonio Krüger das DFKI. Prof. Jana Koehler ist wissenschaftliche Direktorin des Forschungsbereichs Algorithmic Business and Production am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). Von Anfang Februar bis Ende Oktober 2019 war sie CEO des DFKI. An der Universität des Saarlandes hat sie den Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz inne.
Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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