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KI bewertet Auswirkungen des Klimawandels + Digitalisierung im Mittelstand + China vermeldet Quanten-Rekord

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Die Themen: KI bewertet Auswirkungen des Klimawandels, Digitalisierung im Mittelstand, China vermeldet Quantenrechner-Rekord

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Guten Tag. Das KI-Briefing.de ist der wöchentliche Newsletter zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. Jeden Dienstag zusammengestellt von FutureStory-Gründer Nikolaus Röttger und Steve Haak.
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Top-Themen
Google-KI wertet Hunderttausende Studien zum Klimawandel aus
Über 80 Prozent der Landfläche, auf der rund 85 Prozent der Weltbevölkerung leben, sind vom Klimawandel betroffen. Das ist das Ergebnis einer KI-Auswertung von 100.000 Studien, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels befassen, wie die FAZ berichtet. Hinter der Auswertung stehe ein Forschungsverbund bestehend aus dem Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) sowie der Firma Climate Analytics. Für ihre Arbeiten nutzten die Wissenschaftler laut eigenen Aussagen die Google-Texterkennung BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers). Deren Stärke liege in seiner bidirektionalen Funktion. „Er entwickelt ein tiefgreifendes Verständnis von Textfluss und Sprachkontext und lernt, Zusammenhänge zwischen Wörtern zu erkennen“, sagte einer der Forscher im Gespräch mit der FAZ. Das Forscherteam habe BERT beigebracht, Studien zu finden und die beobachtete Auswirkungen des Klimawandels zu dokumentieren. Später übertrugen die Wissenschaftler die Daten in eine Weltkarte.
Passend dazu berichtet die US-Ausgabe der WIRED in einem spannenden Artikel über wissenschaftliche Bemühungen, mit Hilfe von KI die Verschiebungen des Meereises vorherzusagen.
Ranking über Digitalisierungs-Sieger im Mittelstand veröffentlicht
Das Beratungsunternehmen Munich Strategy hat die Fortschritte von rund 4.000 deutschen mittelständischen Unternehmen bei der digitalen Transformation bewertet, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Auf Platz eins befindet sich der Münchner Softwarehersteller Celonis, der auf ein „komplett digitales Geschäftsmodell“ setze. Aber auch Mittelständler, „die digitale Lösungen vorbildlich nutzen, um Prozessabläufe transparenter und effizienter zu gestalten“, schafften es auf die vorderen Plätze. Darunter viele Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich wie das drittplatzierte Biotronik aus Berlin. Das Unternehmen entwickelt laut WiWo Produkte zur Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Oder die Münchner Firma Brainlab (Platz 16), die Hard- und Softwaresysteme für das bildgesteuerte Operieren sowie die Strahlentherapie herstellt. Seit 2019 untersucht Munich Strategy jährlich laut eigenen Aussagen über 4.000 deutsche Unternehmen aus allen Branchen mit einem Jahresumsatz zwischen fünf Millionen Euro und einer Milliarde Euro. Aus 400 Finalisten werden demnach die 50 Unternehmen mit dem höchsten Digitalscore ermittelt.
Partner Content
Wir freuen uns, dass wir die Managementberatung Plan D als Partner und Sponsor des KI-Briefing begrüßen dürfen. Einmal im Monat veröffentlicht Plan D einen Best-Practice-Leitfaden für die einzelnen Schritte einer gelungenen Einführung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Diesmal: Ersatz oder Kollege – Menschen und KI im Arbeitsalltag.
Zu oft bedeutet in der gesellschaftlichen Debatte mehr Einsatz von KI auch immer gleich Arbeitsplatzabbau. Dabei ist diese These verkürzt, denn bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz lassen sich zwei Interaktionsmodi von Mensch und Maschine beschreiben, die ganz unterschiedliche Auswirkungen haben.
Human in the Loop
Der Mensch trägt die Verantwortung, KI gibt Handlungsempfehlungen. Der Benutzer überprüft diese und trifft dann die Entscheidung – und kann somit immer aktiv in den Prozess eingreifen. KI ist hier lediglich ein Mehrwert und agiert nicht autonom. Gleichzeitig sind es Menschen, die beispielsweise in Datenworkshops die Empfehlungen von KI validieren und ihre Güte überprüfen.
Human out the Loop
KI agiert autonom – und nicht immer ist es KI selbst, die eine stärkere Rolle einnimmt. Denn wenn KI besser wird, kann das am Ende auch menschliches Selbstbewusstsein in der Entscheidungsfindung untergraben („Die KI weiß es doch eh besser”). Eine vermeintliche Überlegenheit durch die Maschine kann qualitativ riskant sein, denn gerade im Anfangsstadium ist KI dringend auf einen menschlichen Qualitätscheck angewiesen.
Weitere Meldungen
„KI wird uns nicht ersetzen – sie macht uns noch wertvoller“, schreiben James Adie von Ephesoft und Bigdata-Insider-Chefredakteur Nico Litzel in einem Kommentar. Auch eine übermächtige KI, wenn es sie irgendwann geben sollte, werde Menschen brauchen, die sie pflegen und ihre Effizienz sicherstellen.
China vermeldet eine Rekordleistung bei Quantencomputern, titelt die Deutsche Welle. Chinesische Forscher berichten über Prozessoren mit bis zu 66-Qubits, die deutlich leistungsfähiger sein sollen als die bisherigen 54-Qubit-Prozessoren von Google.
Ein KI-Startup ist das innovativste hessische Jungunternehmen, berichtet die FAZ. Der Hessische Gründerpreis für „Innovative Geschäftsideen“ geht in diesem Jahr an PipePredict, das Rohrbrüche mit Hilfe von KI-Algorithmen verhindern will.
Die EU will Chatprogramme wie Whatsapp schärfer beobachten, berichtet BusinessInsider. Im kommenden Jahr wolle die EU-Kommission die Kontrolle der Kommunikation verpflichtend einführen und auch auf verschlüsselte Gespräche ausweiten.
Microsoft will seine Azure-Plattform mit GPT-3 verbinden, schreibt der Konzern aus Redmond auf seinem Unternehmens-Blog. Azure OpenAI schaffe eine direkte Schnittstelle zu GPT-3, so dass Unternehmen die Integration der Modelle in andere Azure Services vornehmen können.
KI im Kampf gegen Desinformation: So heißt eines von drei Diskussionspanels zum Thema KI, die das Medieninnovationszentrum Babelsberg auf der MediaTechHub-Konferenz veranstaltet. Moderiert werden die Diskussionen von KI-Briefing.de-Herausgeber Nikolaus Röttger. Das Programm startet am Donnerstag, den 11. November, um 14 Uhr mit einem Gespräch zum Thema KI im Lokaljournalismus, gefolgt von der Diskussion über Desinformation und einem Talk über KI und Medienkompetenz. Einen Überblick über das Programm finden Sie hier.
Das KI-Briefing-Team wünscht eine erfolgreiche Woche. Danke für’s Lesen. Bleiben Sie schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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