IT-Fachkräftemangel in der EU + KI verändert die Baubranche + Haustier-Doppelgänger in Kunstwerken

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Die Themen: IT-Fachkräftemangel in der EU, KI verändert die Baubranche, Haustier-Doppelgänger in Kunstwerken

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Top-Themen
EU-Digitalindex: IT-Spezialisten sind nur schwer zu finden
Der digitale Umbau in den Unternehmen der EU-Mitgliedsstaaten kommt nur langsam voran. Das ist das Ergebnis des in der vergangenen Woche veröffentlichten Digital Economy and Society Index 2021 (DESI), den sich Heise angeschaut hat. Ein Grund für die schleppende Digitalisierung sei ein „Mangel an Beschäftigten mit fortgeschrittenen digitalen Kompetenzen", heißt es. 55 Prozent der Firmen klagten über Schwierigkeiten bei der Einstellung von IT-Spezialisten. Außerdem gebe es in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) nur wenige Frauen. Nur 19 Prozent der IT-Fachkräfte seien weiblich. Deutschland lande in dem Bereich auf Platz elf und damit im Mittelbereich aller Länder, schreibt Heise.
Im EU-Digitalindex schneide Deutschland beim Thema Breitbandausbau dagegen gut ab. Zwar bestehe hier „nach wie vor eine digitale Kluft zwischen ländlichen und städtischen Gebieten“, heißt es. Bei der 5G-Bereitschaft sei Deutschland einer der Spitzenreiter. Bei der allgemeinen Breitbandnutzung übers Festnetz stehe das Land an zweiter Stelle. Der EU-Digitalindex kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Algorithmen und Immobilien: KI verändert die Baubranche
Algorithmen helfen der Immobilienbranche, um attraktive Standorte für Investoren zu erkennen. Das sagte Juri Ostaschov, Chief Data Scientist des Beratungsunternehmens Prea Group, in einem Gespräch mit der SZ. Er erwarte, dass die Digitalisierung und intelligente Nutzung großer Datenmengen die Branche grundlegend verändern werde. Bereits heute könnten über Big Data „relevante Informationen über kleinste geografische Ebenen“ ausgewertet werden. Bauträger fänden so einen schnellen Zugriff auf Rahmenbedingungen wie Bebauungspläne oder Mietkosten pro Quadratmeter. Aber auch Prognosen für die Entwicklung von Standorten durch Algorithmen seien möglich. Durch Simulationen könnten Investoren so erfahren, wie sich heute wenig frequentierte Standorte in den nächsten Jahren entwickeln würden. „Big Data ermöglicht exakt bezifferte Aussagen, weit genauer als die Prognosen für vage Trends“, so Ostaschov.
Weitere Meldungen
KI-Tracking schadet der Gesundheit britischer ArbeitnehmerInnen, titelt der Guardian. Deshalb forderten Abgeordnete des britischen Parlaments zusammen mit FachkollegInnen ein Gesetz zur Rechenschaftspflicht für Algorithmen (accountability for algorithms act), heißt es. Damit könne unter anderem sichergestellt werden, dass ArbeitnehmerInnen an der Gestaltung und Nutzung algorithmengesteuerter Systeme beteiligt würden.
Eine KI-App soll künftig illegal gehandeltes Kulturgut erkennenberichtet das Handelsblatt. Die Anwendung sei vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (Fraunhofer SIT) und dem Softwareunternehmen cosee entwickelt worden und soll Zoll und Ermittlungsbehörden dabei helfen, gegen den illegalen Antikenhandel vorzugehen.
100 Millionen Euro: So viel Geld steckt Spotify-Gründer Daniel Ek in das Münchner Militär-KI-Startup Helsing, schreibt Techcrunch. Mit dem Geld will das Unternehmen wachsen und seine Produkte weiterentwickeln.
Eine KI soll Augenbewegungen auf MRT-Bildern voraussagen können, berichtet die Max-Planck-Gesellschaft. Die Methode eröffne „schnelle und kostengünstige Studien- und Diagnosemöglichkeiten unter anderem bei neurologischen Erkrankungen“, heißt es.
Oracle weitet sein KI-Angebot für seine Kunden weiter aus, berichtet das Fachmagazin CIO. Die zusätzlichen Services seien Text-, Bild- und Anomalie-Erkennung bis hin zur Datenaufbereitung für das Training der Modelle.
Eine Google-App sucht nach Haustier-Doppelgänger in Kunstwerken, berichtet unter anderem Caschys Blog. Das Unternehmen habe seine App „Arts & Culture“ um die Selfie-Funktion Pet Porträt erweitert, mit der sich ähnliche Motive von Hunden, Vögeln oder Katzen in Kunstwerken suchen lassen.
Lippensynchrone Gesichtsanimationen: Mit Audio2Face hat der Grafikkartenhersteller NVIDIA ein Tool entwickelt, das Sprache in Echtzeit auf 3D-Charaktermodelle überträgt, berichtet Techspot. Das Tool befinde sich noch in der Beta-Phase und kann hier heruntergeladen werden.
Application Overview for NVIDIA Omniverse Audio2Face
Application Overview for NVIDIA Omniverse Audio2Face
Die Google-Mutter Alphabet will per KI neue Medikamente entwickeln, berichtet t3n. Dazu habe das Unternehmen die Firma Isomorphic Labs gegründet, die sich auf die Erforschung neuer „Heilmittel für Krankheiten“ konzentrieren werde.
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat und Steve Haak, der als Redakteur für verschiedene Tech-Magazine gearbeitet hat.

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