Facebook und EU + Bund kontaktiert Telegram + Deepmind-KI programmiert

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Die Themen: Facebook und EU, Telegram, Cyberattacken

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Top-Themen
KI programmiert so gut wie manch menschlicher Programmierer
Es war im Jahr 2016, als das amerikanische Technologie-Magazin WIRED das Ende des Programmierens ausrief: „The End of Code“ stand auf dem Cover der Juni-Ausgabe. Bald würden wir Computer nicht mehr programmieren, sondern trainieren. Heute, sechs Jahre später, ist selbst Laien klar, dass Algorithmen mit Daten trainiert werden. Aber programmiert wird immer noch. Doch wie lange noch von Menschen? Inzwischen gibt es KI-Systeme, die es mit den Programmierfähigkeiten von Menschen aufnehmen können. So hat das Unternehmen Deepmind, das zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehört, gerade eine KI vorgestellt, die besser programmieren können soll als manch Entwickler. Das berichtet unter anderem t3n. Deepmind ließ die Coding-KI namens Alphacode Aufgaben aus Programmierwettbewerben lösen, die kritisches Denken und Logik erfordern. „Insgesamt lag Alphacode ungefähr auf dem Niveau eines mittleren Wettbewerbers“, zitiert t3n aus dem Blogeintrag, in dem DeepMind die Ergebnisse präsentiert.
KI erlernt das Multi-Tasking
KI-Algorithmen sind ja eigentlich Fachidioten: Die einen können Texte erkennen und schreiben, anderen können Sprache übersetzen, wieder andere erkennen Bilder. Nun hat das Unternehmen Meta AI (früher Facebook AI Research) einen Algorithmus entwickelt, der ein Neural Network gleich in allen drei Disziplinen trainieren kann: Bild-, Text- und Spracherkennung. Die MIT Technology Review spricht von Multitasking und schreibt von einem Schritt „towards general-purpose AI". Mark Zuckerberg äußert sich dazu auf Facebook: „This will all eventually get built into AR glasses with an AI assistant so, for example, it could help you cook dinner, noticing if you miss an ingredient, prompting you to turn down the heat, or more complex tasks.“
Weitere Meldungen
Die ersten Algorithmen können aus 2D-Bildern Szenen in 3D entwickeln. Die Entwicklung kann die Gaming-Industrie, autonomes Fahren oder auch die Robotik nachhaltig verändern. Die US-WIRED hat die Hintergründe.
Das Londoner Start-up AI Music erstellt mithilfe von Künstlicher Intelligenz personalisierte Musik. Die Software soll in Videos die Musik an die Stimmung der Betrachter anpassen oder den Sound beim Sport der Intensität des Sporttreibenden angleichen können. Nun ist AI Music von Apple gekauft worden - und das, obwohl es zunehmend seltener wird, dass Apple Unternehmen kaufe, schreibt Bloomberg im ausführlichen Hintergrundartikel.
Das Bundesinnenministerium hat einen direkten Kontakt zur „Konzernspitze“ von Telegram hergestellt, berichtet der Spiegel und beruft sich auf einen Tweet von Innenministerin Nancy Faeser. Ein Ministeriumssprecher habe laut Redaktionsnetzwerk Deutschland bestätigt, dass es „ein konstruktives Gespräch“ zwischen den Telegram-Machern und dem Ministerium gegeben habe.
Der Facebook-Konzern Meta denkt erstmals an das Abschalten seiner Dienste in Europa. Der Grund: Datenschutz-Regeln der EU machten es dem Unternehmen schwer, sein Geschäft auf dem Kontinent auszuüben, wie Meta in seinem Jahresbericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC schreibt (PDF). „Wenn wir nicht in der Lage sind, Daten zwischen den Ländern und Regionen, in denen wir tätig sind, zu übertragen, zu verarbeiten und/oder zu empfangen […] könnte dies unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unsere Dienstleistungen zu erbringen“, schreibt Meta.
Sicherheitsforscher will Nordkorea gehackt haben: Ein US-Sicherheitsforscher hat nach eigenen Angaben über fehlerhafte Web-Server mehrere Router in Nordkorea lahmgelegt, berichtet Golem.de und beruft sich auf einen Artikel der WIRED. Der Angriff „sei eine direkte Folge der Versuche Nordkoreas, ihm vor einem Jahr Schadsoftware unterzuschieben“, sagte der Sicherheitsforscher.
Eine Firma in China hat eine KI zur Mitarbeiterin des Jahres gewählt, berichtet Yahoo. Die Buchhaltungs-KI Cui Xiaopan arbeitet beim Immobilienkonzern Vanke als Schuldeneintreiberin. Ihre Erfolgsrate liege bei 91,44 Prozent. Die KI habe innerhalb kürzester Zeit die Arbeitsweisen ihrer menschlichen Kolleginnen und Kollegen erlernt, Fehler in deren Abläufen und Datenverarbeitung entdeckt und Fähigkeiten bewiesen, die jene der Menschen um das Hunderttausendfache übersteigen würden, so die Begründung des Konzerns. 
KI habe bei Google oberste Priorität, berichtet Mixed. Firmenchef Sundar Pichai habe im Gespräch mit Analysten und Investoren bekräftigt, dass sein Unternehmen entschlossen sei, den Markt bei KI-Systemen führen zu wollen.
Die NASA will die ISS im Jahr 2031 zum Absturz bringen, schreibt Golem.de. Nachdem die US-Regierung beschlossen habe, die Raumstation bis Ende des Jahrzehnts im All zu belassen, habe die NASA einen Plan vorgelegt (PDF), wie das Ende der Station aussehen werde.
Hacker haben europaweit Ölterminals lahmgelegt, berichtet der Spiegel. Die belgische Staatsanwaltschaft habe vergangene Woche mitgeteilt, dass sie Ermittlungen zu einer großen Cyberattacke auf Hafenanlagen im Land eingeleitet habe.
Das KI-Briefing-Team wünscht eine erfolgreiche Woche. Bleiben Sie gesund und schlau!
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Das KI-Briefing.de erscheint bei FutureStory.de und wird herausgegeben von Nikolaus Röttger, der bereits als Chefredakteur von WIRED Germany, Gründerszene und BusinessPunk die Tech- und Startup-Szene begleitet hat.

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